EuroBasket U16· Saison 2026
Spanien U16 schlägt Litauen U16 96:93 im Spiel um Platz 3 der FIBA U16 EuroBasket 2026. Jan Martins Freiwürfe 14 Sekunden vor Schluss entscheiden Bronze.
Match-Videos
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSpanien U16 entgeht fast 29-Punkte-Führung: Jan Martins Freiwürfe sichern Bronze im Thriller gegen Litauen U16
Spanien U16 hat sich beim FIBA U16 EuroBasket 2026 den dritten Platz gesichert – aber erst nach einer dramatischen Zitterpartie. Gegen Litauen U16 verspielte Spanien einen 29-Punkte-Vorsprung fast noch, ehe Jan Martin 14 Sekunden vor Schluss die entscheidenden Freiwürfe traf. Der 96:93-Erfolg vor 247 Zuschauern in der Oradea Arena beschert Spanien die 22. U16-Medaille der Verbandsgeschichte.
So lief die Partie
Was als einseitige Angelegenheit begann, wurde zum Nervenspiel. Spanien dominierte die erste Hälfte nach Belieben: Nach dem ersten Viertel führten die Iberer 31:19, zur Pause 60:35. Litauen fand offensiv kaum statt, während Spanien mit 72,3 Prozent aus dem Zweierbereich traf (Litauen 58,5 %) und zur Halbzeit 29 Punkte Vorsprung hatte – der höchste Abstand der Partie.
Auch im dritten Viertel kontrollierte Spanien das Geschehen (24:27) und ging mit 84:62 in den Schlussabschnitt. Was dann folgte, war eine litauische Aufholjagd, die Spanien an den Rand einer historischen Niederlage brachte.
Litauen gewann das vierte Viertel mit 31:12. Angeführt von Rapolas Klisauskas (17 Punkte, 5 Rebounds, 5 Assists) und Danielius Jasikevicius kämpfte sich das Team heran. Jasikevicius traf 1:04 vor Schluss einen Dreier zum 94:93 – Spanien führte nur noch mit einem Punkt.
Der Wendepunkt
Spanien bewahrte jedoch die Nerven. Rhys Robinson – am Ende mit 16 Punkten Spaniens bester Werfer – erzielte zwei wichtige Punkte zum 94:91, ehe Jasikevicius mit dem Dreier auf 94:93 verkürzte. Jan Martin zog 14 Sekunden vor der Schlusssirene ein Foul und trat an die Freiwurflinie. Der Spanier verwandelte beide Versuche zum 96:93. Litauen nahm keine Auszeit mehr – Jasikevicius' Dreierversuch von der Spitze verfehlte sein Ziel in den letzten Sekunden, und Spanien entging der historischen Blamage.
Die entscheidende Phase war der litauische Angriff nach Martins Freiwürfen: Unter hohem Druck und ohne Timeout, um das Spiel zu unterbrechen, musste Litauen über die volle Feldlänge aufbauen. Jasikevicius' Wurf blieb unter der spanischen Verteidigung zu kurz.
Die Schlüsselspieler
Danielius Jasikevicius (Litauen U16) – Der Namensvetter des litauischen Basketball-Adels – sein Onkel ist die Legende Šarūnas Jasikevičius – war der Mann des Spiels. 19 Punkte (Spielhöchstwert), 6 Rebounds und 7 Assists bei einer Effizienz von 20. Seine späten Dreier brachten Litauen fast zurück ins Spiel.
Rapolas Klisauskas (Litauen U16) – Der effektivste Spieler der Partie (Effizienz 26) steuerte 17 Punkte, 5 Rebounds und 5 Assists bei. Er war der Taktgeber des litauischen Comebacks im Schlussviertel.
Rhys Robinson (Spanien U16) – 16 Punkte als Spaniens bester Werfer bei 6/9 aus dem Feld. Seine zwei Punkte nach Jasikevicius' erstem späten Dreier waren enorm wichtig.
Pablo Mera (Spanien U16) – 14 Punkte und 7 Assists. Der spanische Guard dirigierte das Offensivspiel über weite Strecken souverän.
Jan Martin (Spanien U16) – Seine beiden verwandelten Freiwürfe 14 Sekunden vor Schluss besiegelten den spanischen Podiumsplatz.
By the Numbers – interpretiert
Spanien traf aus dem Feld mit 59 Prozent (Litauen 50 %) und dominierte die Zone mit 72,3 % Zweierquote (Litauen 58,5 %). Von jenseits der Dreierlinie traf Litauen besser (34,8 % zu 30,4 %) – ein Unterschied, der im Schlussviertel entscheidend wurde. An der Freiwurflinie drehte sich das Bild: Litauen traf 87,5 %, Spanien nur 63,6 % – die Spanier ließen acht Punkte an der Linie liegen.
Die 0 Führungswechsel und 38:54 Minuten spanischer Führung belegen, wie dominant Spanien über weite Strecken war – und wie dramatisch das litauische Schlussviertel im Kontrast dazu stand.
Was das Ergebnis bedeutet
Spanien U16 sichert sich Bronzemedaille Nummer 22 auf U16-Ebene. Litauen verpasst das Podium und beendet das Turnier auf Rang 4. Turniersieger wurde Lettland, das im Finale Frankreich mit 75:69 besiegte und den ersten U16-Titel der Landesgeschichte holte (Quelle: FIBA). Für beide Teams endet die U16-Saison mit diesem Turnier.
Fazit
Spanien war 35 Minuten lang das klar bessere Team, aber das litauische Schlussviertel (31:12) war eine Machtdemonstration des Kampfgeists. Am Ende entschieden zwei Freiwürfe über Bronze – und ein verpasster Dreier des vielleicht größten litauischen Basketball-Talents seiner Generation. Der Name Jasikevičius lastet schwer, aber an diesem Abend trug Danielius sein Team fast allein zurück ins Spiel.
Rivalität seit 2013
Lithuania U16 vs Spain U16 Direkter Vergleich· 7
Lithuania U16 und Spain U16 trafen 7 Mal aufeinander — Lithuania U16 gewann 4 Mal, Spain U16 3 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2013 zurück. Lithuania U16 führt den Direktvergleich mit 4 Siegen aus 7 Begegnungen an. Insgesamt fielen 1101 Tore in diesen Partien, im Schnitt 157.29 pro Spiel (553 für die Heimmannschaft, 548 für die Gäste). Beide Teams trafen in 7 Spielen (100%). In 7 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 95–90 im Jahr 2013.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 16. Aug. 2026

