Superliga· Saison 2025-2026
Kapfenberg Bulls drehen im Schlussviertel auf, gewinnen 88:80 in Oberwart und gleichen die Finalserie zum 2:2 aus.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungComeback der Bulls: Kapfenberg dreht 12-Punkte-Rückstand und erzwingt Entscheidungsspiel
Die Kapfenberg Bulls haben das vierte Finale der win2day Basketball Superliga bei den Oberwart Gunners mit 88:80 (42:54) gewonnen und in der Best-of-Five-Serie zum 2:2 ausgeglichen. Nach einer 42:54-Halbzeitrückstand drehten die Gäste die Partie mit einem 26:12 im Schlussviertel — und erzwangen damit ein entscheidendes fünftes Spiel am Samstag in der Steiermark.
So lief das Spiel
Oberwart startete furios und gewann das erste Viertel mit 30:24. Die Gunners kontrollierten den Rhythmus, trafen aus der Distanz und setzten sich im zweiten Abschnitt weiter ab. Zur Halbzeit stand es 54:42 — die Gastgeber hatten zwischenzeitlich mit 14 Punkten geführt und schienen auf Kurs zum dritten Meistertitel in Serie.
Doch Kapfenberg kam mit einer anderen Mentalität aus der Kabine. Das dritte Viertel gewannen die Bulls mit 20:14 und verkürzten den Rückstand auf sechs Punkte (68:62). Oberwart fand nach dem kleinen Fehlstart noch einmal in die Spur und rettete den Vorsprung ins Schlussviertel.
Der entscheidende Bruch kam im vierten Abschnitt. Die Gunners erzielten nur zwölf Punkte, während Kapfenberg mit 26 Zählern aufdrehte. Drei Minuten vor Schluss gingen die Gäste erstmals in Führung und gaben diese nicht mehr ab. Der 26:12-Endspurt besiegelte den 88:80-Auswärtssieg.
Der Wendepunkt
Das Schlussviertel war der Wendepunkt. Oberwart, das im Halbfinale bereits eine kräftezehrende Fünfspieleserie absolvieren musste, verlor im vierten Viertel komplett den Zugriff. Die Bulls nutzten die nachlassende Energie der Gastgeber eiskalt aus.
"Das Wichtigste war, mental kontrolliert zu bleiben, nicht auf Provokationen einzusteigen und dem Gameplan zu folgen. Es geht nicht um Taktik, sondern um Mentalität", sagte Kapfenberg-Coach Klym Artamonov im ORF-Interview.
Oberwart-Trainer Horst Leitner zeigte sich verärgert: "Wir haben aufgehört zu exekutieren und angefangen zu improvisieren. Ich verstehe nicht, warum. Wir haben gezaubert."
Die Schlüsselspieler
Andrew Jones (Kapfenberg Bulls) war mit 23 Punkten der Topscorer der Partie. Der Superliga-MVP übernahm in der zweiten Hälfte die Verantwortung und zog die Bulls mit seinen Abschlüssen zurück ins Spiel.
Daniel Grgic (Kapfenberg Bulls) trug ebenfalls entscheidend bei. Nach dem Spiel sagte er: "Wir haben schlecht in die Serie reingefunden, aber noch das 2:2 herausholen können. Ab dem dritten Viertel haben wir uns an das Gameplay gehalten."
Aufseiten der Oberwart Gunners gab es keinen Spieler, der im Schlussviertel das Ruder herumreißen konnte — ein kollektiver Einbruch.
Die Zahlen
Die Viertelergebnisse zeigen die Geschichte des Spiels: Oberwart dominierte die erste Hälfte (30:24, 24:18), doch Kapfenberg übernahm in der zweiten Hälfte die Kontrolle (20:14, 26:12). Insgesamt erzielten die Bulls 46 Punkte nach der Pause, die Gunners nur 26. Das offensive Meltdown der Gastgeber im Schlussviertel (12 Punkte) war der statistisch deutlichste Indikator für die Wende.
Was das Ergebnis bedeutet
Die Finalserie steht 2:2 nach vier Spielen. Die Entscheidung fällt am Samstag, den 6. Juni 2026, um 18:00 Uhr in der SPH Walfersam in Kapfenberg. Die Bulls haben die Chance, nach einem 0:2-Serienrückstand noch den Meistertitel zu holen — ein Szenario, das in der Superliga Seltenheitswert hat.
Fazit
Oberwart hat den Sack nicht zugemacht und lässt Kapfenberg zurück ins Leben. Die Bulls zeigten Moral und belohnten sich für eine disziplinierte zweite Hälfte. Das fünfte Spiel wird zur Charakterfrage — vor allem für den Titelverteidiger aus dem Burgenland.
Rivalität seit 2017
Oberwart Gunners vs Kapfenberg Bulls Direkter Vergleich· 15
Oberwart Gunners und Kapfenberg Bulls trafen 15 Mal aufeinander — Oberwart Gunners gewann 9 Mal, Kapfenberg Bulls 6 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2017 zurück. Oberwart Gunners führt den Direktvergleich mit 9 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 2337 Tore in diesen Partien, im Schnitt 155.80 pro Spiel (1168 für die Heimmannschaft, 1169 für die Gäste). Beide Teams trafen in 15 Spielen (100%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 102–97 im Jahr 2024.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 20. Juli 2026

