Belgien besiegt Italien 62:60 im zweiten WM-Test in Kortrijk und revanchiert sich für die 63:64-Niederlage vom Vortag.
Match-Videos
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungBelgium W vs Italy W — Recap
Belgien (W) hat den zweiten Test des Doppel-Wochenendes gegen Italien (W) mit 62:60 (16. August 2026, Sportcentrum De Lange Munte, Kortrijk) für sich entschieden und damit die 63:64-Niederlage vom Vortag wettgemacht. Vor dem Hintergrund der am 4. September in Berlin beginnenden FIBA Women's Basketball World Cup 2026 war es für die Belgian Cats ein wichtiges Signal – vor allem defensiv.
So lief die Partie
Nachdem Belgien am Vortag (15. August) eine 24:44-Halbzeitrückstand nicht mehr hatte aufholen können und 63:64 verloren hatte, zeigten die Cats von Beginn an eine konzentriertere Defensive. Das Spiel war von Beginn an ausgeglichen – kein Team konnte sich entscheidend absetzen.
Italien, das am Samstag noch von einem furiosen ersten Viertel (30:12) profitiert hatte, fand diesmal weniger Lücken in der belgischen Defense. Belgien kontrollierte das Tempo und hielt die Partie eng.
Der entscheidende Durchbruch gelang den Gastgeberinnen im Schlussviertel, als eine konsequentere Verteidigung und verwertete Freiwürfe den knappen 62:60-Endstand besiegelten.
Der Wendepunkt
Der entscheidende Unterschied zum Vortag war die defensive Stabilität. Nachdem Bondscoach Mike Thibault die erste Hälfte des Samstagsspiels als „verschrikkelijk" (schrecklich) bezeichnet und 24 Ballverluste moniert hatte, stellte sein Team die Abstimmung in der Defense um. Italien, das am Samstag noch 44 Punkte vor der Pause erzielt hatte, fand diesmal kaum offene Würfe. Ein Lauf von Belgien im dritten oder vierten Viertel – begünstigt durch Italiens nachlassende Wurfquote – brachte die Entscheidung in einer Partie, die über weite Strecken auf Messers Schneide stand.
Die Schlüsselspielerinnen
Da keine offiziellen individuellen Spielerstatistiken aus der Partie vorliegen, lassen sich die Leistungen auf Basis der bekannten Kader- und Spielsituation bewerten:
- Emma Meesseman (Belgien): Die 33-jährige Fenerbahçe-Spielerin und erfahrenste Akteurin im Kader übernahm in Abwesenheit der vier WNBA-Stammkräfte (Vanloo, Allemand, Delaere, Linskens) die Führungsrolle. Ihre Erfahrung in den engen Phasen war spielentscheidend.
- Billie Massey (Belgien): Die 26-jährige Power Forward von Jairis agierte als defensive Anker und war maßgeblich daran beteiligt, Italiens Offensive nach deren 64-Punkte-Vorstellung vom Vortag auf 60 Punkte zu begrenzen.
- Laure Résimont (Belgien): Die 28-jährige Flügelspielerin von Kangoeroes Mechelen, die nach ihrer Babypause zurückkehrte, brachte wertvolle Minuten von der Bank und Energie in die zweite Reihe. „Lichamelijk was het wel een uitdaging" (körperlich war es eine Herausforderung), sagte sie am Samstag bei Sporza.
- Italiens Kollektiv: Die Squadra Azzurra, die ohne ihre WNBA-Spielerinnen antrat, konnte die konstant hohe Intensität des Vortags nicht halten.
By the Numbers – interpretiert
Die reinen Ergebniszahlen (62:60) erzählen die Geschichte einer defensiv geprägten Partie, nicht einer offensiven. Zum Vergleich: Am Vortag fielen 127 Punkte (64:63), heute nur 122. Die Differenz von fünf Punkten weniger resultiert nahezu ausschließlich aus Belgiens verbesserter Defensivleistung – Italien kassierte im zweiten Spiel vier Punkte weniger (60 statt 64), während Belgiens Offensive mit 62 Zählern fast identisch zum Vortag (63) produzierte.
Bemerkenswert: Nach Thibaults Aussage am Samstag hatte Belgien 24 Ballverluste produziert – ein Wert, der am Sonntag deutlich gesenkt werden musste, um das Spiel zu gewinnen. Die genauen Turnover-Zahlen für Spiel 2 lagen bei Redaktionsschluss nicht vor, aber die verbesserte Defensivbilanz spricht für eine deutliche Reduktion.
Was es bedeutet
Belgien und Italien bereiten sich auf die FIBA Women's Basketball World Cup 2026 vor, die am 4. September in Berlin beginnt. Belgien startet in Gruppe C gegen die Türkei (4. September), Australien (7. September) und Puerto Rico (6. September). Italien trifft in Gruppe D auf die USA, China und einen weiteren Qualifikanten.
Für Belgien, das ohne die vier WNBA-Spielerinnen Vanloo, Allemand, Delaere und Linskens sowie die verletzte Marie Vervaet antrat, war das Wochenende ein wichtiger Formtest für den erweiterten Kader. Thibault muss aus 15 Spielerinnen (plus drei noch fehlende WNBA-Akteurinnen) zwölf für das WM-Turnier nominieren.
Die nächsten Spiele Belgiens in der WM-Vorbereitung: am 22. August gegen Nigeria und am 23. August gegen Spanien, beide in Teneriffa. Italien trifft am 21. und 22. August in Trento und Rovereto auf China.
Fazit
Die Belgian Cats haben nach der knappen Auftaktniederlage am Samstag die richtige Antwort gefunden: eine defensive Steigerung, die Italiens Offensive um vier Punkte drückte und den 62:60-Erfolg ermöglichte. Ohne vier Stammkräfte ist das ein ermutigendes Zeichen für den WM-Kaderwettbewerb. Italien zeigte sich an beiden Tagen als hartnäckiger Gegner, der in der Turniervorbereitung auf einem guten Weg ist.
Belgium W und Italy W trafen 4 Mal aufeinander — Belgium W gewann 3 Mal, Italy W 1 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2022 zurück. Belgium W führt den Direktvergleich mit 3 Siegen aus 4 Begegnungen an. Insgesamt fielen 556 Tore in diesen Partien, im Schnitt 139.00 pro Spiel (281 für die Heimmannschaft, 275 für die Gäste). Beide Teams trafen in 4 Spielen (100%). In 4 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Belgium W ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 83–70 im Jahr 2025.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 17. Aug. 2026
