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5. Juli 2026 um 20:00
AI

Italien gelingt eine sensationelle Aufholjagd gegen Litauen: 13-Punkte-Rückstand im Schlussviertel gedreht, 87:84-Sieg in Bologna. Mannion (27 Pkt.) der Matchwinner.

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Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Italien nach 13-Punkte-Rückstand: 87:84-Sensationssieg gegen Litauen in Bologna

Italien hat am Sonntagabend in der Virtus Arena von Bologna eine irre Aufholjagd gegen Litauen gekrönt und das entscheidende Gruppenspiel der FIBA Basketball-Weltmeisterschaft 2027 European Qualifiers mit 87:84 (22:25, 18:12, 19:24, 28:23) gewonnen. Nico Mannion war mit 27 Punkten der überragende Mann auf dem Parkett.

Wie es geschah

Die Ausgangslage war klar: Italien (4-1) und Litauen (3-2) waren bereits für die zweite Runde qualifiziert, doch die Tabellenführung in der Gruppe D war noch offen. Vor 4.500 Zuschauern in der Virtus Arena begann die Partie für die Hausherren denkbar schlecht.

Litauen setzte von Beginn an auf seine körperliche Überlegenheit unter dem Korb. Azuolas Tubelis dominierte das erste Viertel mit 12 Punkten und führte die Gäste früh mit 13:4. Italien fand nur langsam ins Spiel – Interimstrainer Marco Ramondino, der den erkrankten Luca Banchi vertrat, musste früh reagieren. Mit 25:22 für Litauen ging der erste Abschnitt zu Ende.

Im zweiten Viertel stellte Italien die Defensive um. Giovanni Emejuru und Nicola Akele brachten die nötige Körperlichkeit, und die Azzurri erzwangen sieben Ballverluste der Litauer binnen zehn Minuten. Matteo Spagnolo (14 Punkte) gab von der Bank wichtige Impulse. Nico Mannion traf zum 30:30-Ausgleich, und eine Emejuru-Dunking bescherte Italien die erste Führung. Zur Halbzeit führte Italien 40:37.

Nach dem Seitenwechsel knüpfte Mannion nahtlos an: fünf Punkte in Serie und ein Assist auf Amedeo Tessitori (5 Punkte) schraubten den Vorsprung auf zehn Punkte (50:40). Litauens Coach Rimas Kurtinaitis reagierte, nahm Jonas Valančiūnas (9 Punkte) vom Feld und setzte auf ein kleineres, schnelleres Lineup mit Tubelis als Center. Der Plan ging auf: Kasparas Jakucionis (10 Punkte) und Ignas Sargiunas (14 Punkte) drehten die Partie, und Sargiunas' Korbleger in der Schlusssekunde des dritten Viertels bedeutete die 61:59-Führung für Litauen.

Der Wendepunkt

Was dann geschah, schien die Partie endgültig zu kippen. Litauen begann das Schlussviertel mit einem 13:0-Lauf und zog auf 74:61 davon – 13 Punkte Vorsprung, fünf Minuten vor Schluss. Die Virtus Arena war verstummt.

Doch Italien schlug zurück. Stefano Tonut (10 Punkte, 4 Rebounds, 3 Assists) leitete die Aufholjagd mit einem Steal und einem Korbleger ein. Gabriele Procida (9 Punkte) traf einen Dreier aus der Ecke, Tonut legte erneut nach. Plötzlich war es nur noch ein Zweipunktespiel.

Eine Minute vor dem Ende stand Mannion an der Freiwurflinie und verwandelte beide Versuche zum 82:82. Amedeo Tessitori nahm auf der anderen Seite ein Offensivfoul von Jakucionis – Ballbesitz Italien. Und dann schlug Mannion zu: 36 Sekunden vor Schluss traf der Point Guard der italienischen Nationalmannschaft einen freien Dreier zur 85:82-Führung. Sargiunas verkürzte von der Linie auf 85:84, doch Mannion machte an der Freiwurflinie den 87:84-Endstand perfekt. Sargiunas' letzter Wurf verfehlte sein Ziel, Italien sicherte den Rebound.

Die Schlüsselspieler

Nico Mannion (Italien) — 27 Punkte, darunter der entscheidende Dreier 36 Sekunden vor Schluss und die eiskalten Freiwürfe in der Schlussphase. Der Spielmacher war der unangefochtene MVP des Abends.

Azuolas Tubelis (Litauen) — 25 Punkte und 12 Rebounds. Der Center dominierte die erste Halbzeit nach Belieben, konnte die Aufholjagd Italiens im Schlussviertel aber nicht verhindern.

Matteo Spagnolo (Italien) — 14 Punkte von der Bank. Der Guard gab Italien in der schwierigen Anfangsphase die nötige Energie und entlastete Mannion.

Stefano Tonut (Italien) — 10 Punkte, 4 Rebounds, 3 Assists und 2 Steals. Seine Ballgewinne in der Schlussphase waren der Auslöser der Aufholjagd.

By the Numbers – interpretiert

Italien erzielte 28 Punkte im Schlussviertel – ein Viertel, das Litauen mit 13:0 begann und das die Azzurri trotzdem noch mit 28:23 für sich entschieden. Die entscheidende Wende kam durch die Defensive: Nach sieben Ballverlusten in den ersten 20 Minuten steigerte sich Litauen im dritten Viertel, verlor dann aber im Schlussabschnitt unter dem Druck der italienischen Verteidigung erneut die Kontrolle. Italiens 2/2 von der Dreierlinie in den entscheidenden letzten 90 Sekunden (Mannion und Procida) standen Litauens 0/3 im selben Zeitraum gegenüber.

Was es bedeutet

Italien schließt die erste Runde der WM-Qualifikation als Erster der Gruppe D mit einer Bilanz von 5-1 (11 Punkte) ab – die beste Ausbeute aller Teams in der Gruppe. Litauen beendet die erste Phase als Zweiter mit 3-3 (9 Punkte). Island (3-3) schnappte sich dank eines 88:86-Sieges gegen Großbritannien (1-5) ebenfalls das Ticket für die zweite Runde.

In der zweiten Runde ab August 2026 trifft Italien in der Gruppe J auf die mitgenommenen Ergebnisse aus den Spielen gegen Litauen und Island sowie auf die Gegner aus Gruppe C: Türkei, Serbien und Bosnien-Herzegowina. Die besten drei Teams der Gruppe J qualifizieren sich für die Basketball-Weltmeisterschaft 2027 in Katar.

Das nächste Pflichtspiel Italiens steigt am 28. August 2026, der Gegner wird nach dem Ergebnis der Partie Serbien gegen Bosnien-Herzegowina am 6. Juli bestimmt. Litauen bestreitet sein nächstes Spiel ebenfalls im August 2026.

Fazit

Italien hat gezeigt, dass diese Mannschaft auch ohne ihre etatmäßigen Stammkräfte (Pajola, Fontecchio, Niang, Melli, Diouf) und ohne den angeschlagenen Cheftrainer Luca Banchi bestehen kann. Die 13-Punkte-Aufholjagd im Schlussviertel war ein Statement der Moral und des Teamgeists. Für Litauen bleibt die Erkenntnis, dass man gegen ein entschlossenes Italien auch eine komfortable Führung nicht über die Zeit bringt – eine Lektion, die es in der zweiten Runde nicht mehr geben darf.

Rivalität seit 2013

Italien vs Litauen Direkter Vergleich· 5

Italien und Litauen trafen 5 Mal aufeinander — Italien gewann 2 Mal, Litauen 3 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2013 zurück. Litauen führt den Direktvergleich mit 3 Siegen aus 5 Begegnungen an. Insgesamt fielen 751 Tore in diesen Partien, im Schnitt 150.20 pro Spiel (352 für die Heimmannschaft, 399 für die Gäste). Beide Teams trafen in 5 Spielen (100%). In 5 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 81–82 im Jahr 2025.

2
Siege
Unentschieden
0
·
3
Siege
Tore gesamt
751 · 150.2/Spiel
Beide getroffen
5/5 · 100%
Über 2,5
5/5 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 6. Juli 2026