Slowenien besiegt Ungarn 92:77 in der WM-Qualifikation. Prepelič (24 Pkt, 9 Assists) und Omić (15 Pkt, 12 Reb) führen Slowenien auf Platz 3 der Gruppe L.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSlowenien bezwingt Ungarn 92:77 und klettert in Gruppe L auf Rang drei
Slowenien hat am Sonntagabend in der Hala Tivoli in Ljubljana einen entscheidenden Schritt in Richtung WM-Qualifikation gemacht. Das Team von Cheftrainer Aleksander Sekulić besiegte Ungarn mit 92:77 (25:17, 43:36, 75:59) und verbesserte sich in der Gruppe L der FIBA Basketball World Cup 2027 European Qualifiers auf eine Bilanz von 4:4 Siegen – Platz drei, der zur WM 2027 in Katar berechtigt.
Spielverlauf
1. Viertel – Traumstart der Slowenen
Slowenien begann wie aus einem Guss. Aleksej Nikolić eröffnete mit einem Zweipunktwurf und einem Dreier, Klemen Prepelič legte einen weiteren Distanzwurf nach – nach nicht einmal zwei Minuten stand es 8:0, Ungarns slowenischer Trainer Gašper Okorn musste zur ersten Auszeit greifen. Alen Omić erhöhte per Dunking auf 10:0.
Slowenien traf in den ersten zehn Minuten fünf von neun Dreipunktwürfen. Prepelič und Nikolić steuerten je acht Punkte bei. Ein Dreier zum Viertelende von Boris Krnjajski verkürzte auf 25:17.
2. Viertel – Ungarn kämpft sich heran
Im zweiten Viertel änderte sich das Bild. Ungarn fand besser ins Spiel. Benedek Varadi traf einen Dreier zum 30:24, Nate Reuvers verkürzte per Freiwürfen auf 40:34, Adam Somogyi auf 41:36. Slowenien rettete eine 43:36-Führung in die Halbzeit. Nikolić führte die Slowenen mit 14 Punkten in der ersten Hälfte an.
3. Viertel – Die Entscheidung
Nach der Pause schaltete Slowenien wieder einen Gang höher. Prepelič eröffnete mit einem Dreier zum 46:36, Rok Radović legte per Freiwürfen nach. Die Slowenen gewannen das dritte Viertel mit 32:23. Prepelič traf zur Mitte des Viertels einen weiteren Dreier zum 65:51, Gregor Hrovat per Dreier zum 75:59 nach 30 Minuten.
4. Viertel – Slowenien lässt nichts mehr anbrennen
Ungarn versuchte eine letzte Aufholjagd. Szilard Benke und György Goloman (Dreier zum 78:71) brachten die Gäste noch einmal auf sieben Punkte heran. Prepelič antwortete mit einem Dreier zum 82:71, Radović traf ebenfalls von jenseits der Dreierlinie und Omić per Korbleger zum 87:73. Slowenien verwaltete die Führung souverän und gewann mit 92:77.
Der Wendepunkt
Der Start ins dritte Viertel war der entscheidende Momentum-Wechsel. Nachdem Ungarn im zweiten Viertel die slowenische Führung von elf auf sieben Punkte verkürzen konnte, kam Slowenien mit neuer Energie aus der Kabine. Prepeličs Dreier zum 46:36 stellte die zweistellige Führung wieder her, und Sloweniens Defense ließ Ungarn in den kritischen Minuten nach der Pause nur schwer zum Zug kommen. Das 32:23 im dritten Viertel brach den Widerstand der Gäste endgültig.
Die besten Spieler
Klemen Prepelič (Slowenien) – Spieler des Spiels: Der Guard erzielte 24 Punkte und verteilte 9 Assists. Er war der Dreh- und Angelpunkt des slowenischen Angriffs, traf mehrere wichtige Distanzwürfe und setzte seine Mitspieler immer wieder mustergültig in Szene.
Alen Omić (Slowenien): Der Center dominierte die Zone mit einem Double-Double von 15 Punkten und 12 Rebounds. Sein Dunking zum 10:0 setzte früh ein Ausrufezeichen.
Aleksej Nikolić (Slowenien): Der Guard steuerte 18 Punkte bei, darunter 14 in der ersten Halbzeit. Seine frühen Punkte legten den Grundstein für den slowenischen Start.
Nate Reuvers (Ungarn): Der Center war mit 19 Punkten bester Werfer der Gäste. Auch György Goloman (15 Punkte) und Ádám Perl (19 Punkte) waren ungarische Lichtblicke.
Zahlen, die den Unterschied machen
Slowenien dominierte die erste Hälfte vor allem von der Dreipunktelinie: fünf von neun Dreiern im ersten Viertel (.556) legten den Grundstein. Die Slowenen gewannen das dritte Viertel mit 32:23 und stellten damit die Weichen endgültig auf Sieg. Ungarn kämpfte sich im zweiten Viertel heran (19:18 für die Gäste), konnte aber die zweistellige Führung Sloweniens nach dem Seitenwechsel nie mehr ernsthaft gefährden.
Slowenien kontrollierte zudem das Rebound-Duell, angeführt von Omićs 12 Rebounds. Die Dreierquote der Slowenen in der entscheidenden Phase und die Fähigkeit, nach ungarischen Aufholversuchen sofort zu antworten, waren letztlich spielentscheidend.
Was der Sieg bedeutet
Slowenien verbesserte sich mit dem Sieg auf 4:4 Siege in der Gruppe L und kletterte auf den dritten Platz – jene Position, die zur WM 2027 in Katar berechtigt. Die Slowenen haben nun ihre WM-Chance wieder in eigener Hand. Ungarn fällt nach der Niederlage auf 3:4 zurück und steht im nächsten Qualifikations-Fenster unter Druck.
Laut FIBA-Standings vom 30. August 2026 führt Frankreich (6:1) die Gruppe L an, gefolgt von Finnland (4:2), Slowenien und Schweden (je 4:3), Estland (3:3) und Ungarn (3:4).
Die nächsten Qualifikationspartien finden voraussichtlich im November 2026 statt.
Fazit
Slowenien zeigte eine disziplinierte Leistung gegen einen hartnäckigen Gegner und nutzte die Heimstärke in der Tivoli Halle. Prepelič und Omić führten das Team verdient zum Sieg. Für Ungarn bleibt die Chance auf die WM-Qualifikation gewahrt, der Weg wird nach dieser Niederlage jedoch deutlich steiler.
Slowenien und Ungarn trafen 3 Mal aufeinander — Slowenien gewann 2 Mal, Ungarn 1 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2020 zurück. Slowenien führt den Direktvergleich mit 2 Siegen aus 3 Begegnungen an. Insgesamt fielen 499 Tore in diesen Partien, im Schnitt 166.33 pro Spiel (262 für die Heimmannschaft, 237 für die Gäste). Beide Teams trafen in 3 Spielen (100%). In 3 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 88–103 im Jahr 2022.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 31. Aug. 2026