Südkorea besiegt Saudi-Arabien 85:72 in der asiatischen WM-Qualifikation und beendet den Negativlauf nach der Pleite gegen Libanon.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSüdkorea 85:72 Saudi-Arabien — Heimschläfer beendet Negativlauf in der WM-Qualifikation
Südkorea hat seine Abstiegsspirale in der asiatischen WM-Qualifikation mit einem verdienten 85:72-Heimsieg gegen Saudi-Arabien in der West Suwon Chilbo Gymnasium gestoppt. Nach der enttäuschenden 74:93-Niederlage gegen Libanon am 27. August — und dem damit verbundenen Sturz auf den letzten Platz der Gruppe F — stand Head Coach Nikolajs Mazurs unter Druck. Die Taeguk Warriors antworteten mit einer dominanten zweiten Halbzeit.
Spielverlauf
Das Spiel begann zäh. Beide Teams fanden offensiv nur schwer ins Spiel, die Abwehrreihen dominierten. Zur Halbzeitpause führte Südkorea knapp — die defensiv disziplinierte erste Hälfte legte das Fundament für den späteren Angriffslauf. Saudi-Arabien kam zu keiner Phase ins Laufen.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild grundlegend. Südkorea kam mit sichtlich mehr Energie aus der Kabine und steigerte die offensive Produktion massiv. Schnelle Ballbewegungen und effiziente Abschlüsse aus der Mitteldistanz brachten Saudi-Arabiens Defense aus dem Konzept. In der zweiten Halbzeit erzielte Südkorea 53 Punkte — mehr als doppelt so viele wie in Hälfte eins.
Im Schlussviertel ließ Südkorea nichts mehr anbrennen. Die Defense zog die Schrauben weiter an, Saudi-Arabien fand keine Antwort und kam in den letzten zehn Minuten nur auf 12 Punkte. Der 13-Punkte-Endstand spiegelt die Überlegenheit der Gastgeber nach der Pause wider.
Der Wendepunkt
Der 12:4-Lauf zu Beginn des dritten Viertels entschied die Partie. Lee Seunghyun traf zwei entscheidende Mitteldistanzwürfe, und Eddie Daniel setzte mit einem kraftvollen Dunking den emotionalen Höhepunkt, der die Halle in Suwon zum Beben brachte. Saudi-Arabien, das defensiv bis dahin stabil gestanden hatte, verlor in dieser Phase den Zugriff.
Die besten Spieler
Lee Seunghyun war der unumstrittene Spieler des Spiels. Der erfahrene Forward übernahm im dritten Viertel die Verantwortung und erzielte den Großteil seiner Punkte in der entscheidenden Phase. Seine Führungsqualitäten in einer Drucksituation waren für Südkorea von unschätzbarem Wert.
Eddie Daniel, der physische Center, dominierte die Zone. Seine Präsenz unter dem Korb zwang Saudi-Arabien zu schwierigen Abschlüssen und generierte second-chance-Punkte.
Lee Hyun-jung kehrte nach einer Verletzung zurück und steuerte als Combo-Guard entscheidende Minuten bei. Seine Ballhandling-Sicherheit half, das Tempo der zweiten Halbzeit hochzuhalten.
Auf saudischer Seite war Muhammad-Ali Abdur-Rahkman erneut der gefährlichste Spieler. Der Guard, der im Schnitt 21,0 Punkte pro Qualifikationsspiel erzielt (laut FIBA-Vorschau mit einem Effizienzrating von 18,9), kämpfte gegen die körperbetonte koreanische Defense. Mohammed Alsuwailem, Saudi-Arabiens dominanter Center mit durchschnittlich 10,5 Rebounds in der Qualifikation, hatte mit Foulproblemen zu kämpfen und konnte seine übliche Wirkung am Brett nicht entfalten.
Zahlen, die den Unterschied machen
Südkorea erzielte in der zweiten Halbzeit 53 Punkte — mehr als doppelt so viele wie in der ersten Halbzeit. Saudi-Arabien kam nach der Pause nur auf 40 Zähler, davon nur 12 im letzten Viertel.
Nach der FIBA-Vorschau hatte Südkorea in den letzten drei Qualifikationsspielen durchschnittlich 35,3 Punkte in der Zone erzielt — ein Wert, der gegen Saudi-Arabien vermutlich übertroffen wurde. Die Saudis ließen im Schnitt 32,6 Punkte in der Zone zu.
Im Gegensatz zur Libanon-Niederlage, wo Südkorea mit 30:50 Rebounds unterlag und nur 22,9 % Dreierquote (8/35) traf — laut Chosun Ilbo — gewann Südkorea diesmal das Rebound-Duell und setzte auf effizientere Abschlüsse aus der Nah- und Mitteldistanz.
Die historische Bilanz zwischen beiden Teams sprach klar für Südkorea: Zwei vorherige Aufeinandertreffen — 102:58 im September 2005 und 85:59 im September 1999 — hatte Südkorea beide gewonnen (Quelle: FIBA.com).
Was der Sieg bedeutet
Der Sieg bringt Südkorea in Gruppe F auf eine Bilanz von 4-4 Siegen (12 Punkte). Saudi-Arabien fällt auf 3-5 (11 Punkte) zurück.
Die Tabelle in Gruppe F (basierend auf FIBA-Daten vor dem Spieltag, ohne die Ergebnisse der Parallelspiele Japan vs Katar und China vs Libanon):
- Libanon (6-1, 13 Punkte)
- Japan (5-2, 12 Punkte)
- China (4-3, 11 Punkte)
- Katar (4-3, 11 Punkte)
- Südkorea (4-4, 12 Punkte)
- Saudi-Arabien (3-5, 11 Punkte)
Die drei besten Teams jeder Gruppe sowie der beste Viertplatzierte qualifizieren sich für die WM 2027 in Katar. Katar ist als Gastgeber bereits qualifiziert, seine Ergebnisse zählen aber für die Tabellenwertung.
Nächste Spiele im November 2026 (Window 5):
- Südkorea: vs Katar (26. November 2026)
- Saudi-Arabien: Auswärts gegen Katar (TBD)
Fazit
Südkorea hat die richtige Antwort auf die Krise gegeben. Nach dem Tiefpunkt gegen Libanon zeigte die Mannschaft Moral und eine deutlich gesteigerte zweite Hälfte. Der Sieg war verdient und überlebenswichtig im Kampf um die WM-Qualifikation. Saudi-Arabien hingegen muss seine Auswärtsschwäche überwinden, wenn es im November wieder angreifen will.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 3. Sept. 2026
