EHC Olten besiegt EHC Arosa 4:1 im Testspiel vor 599 Zuschauern im Kleinholz. Jules Sturny trifft doppelt im Schlussdrittel, Asselin und Pastori sorgen für frühe 2:0-Führung.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungEHC Olten 4:1 EHC Arosa – Sturny-Doppelpack beschert Olten soliden Testspielsieg im Kleinholz
Wie es lief
Der EHCO erwischte einen Blitzstart. Bereits in der 4. Minute netzte Guillaume Asselin nach Vorarbeit von Jayce Hawryluk und Joel Kurt zum 1:0 ein. Nur drei Minuten später erhöhte Michael Pastori auf Vorlage von Patrick Obrist auf 2:0 (7.) – der Treffer sollte sich als spielentscheidend erweisen.
Arosa kam nach einer Strafzeit gegen Daniels Serkins (Haken, 14.) im Powerplay zurück: Gregory Weber traf in der 16. Minute zum 2:1-Anschluss, assistiert von Nicolas Yanick Warmbrodt und Andrea Zanolari.
Das zweite Drittel blieb torlos, obwohl Olten das Spiel klar kontrollierte. Der EHCO traf gleich drei- oder viermal nur den Pfosten, während Arosa auf Konter lauerte. Trainer Christian Wohlwend schonte zudem die erste Linie nach dem ersten Drittel, um den weiteren Reihen mehr Eiszeit zu geben.
Im Schlussdrittel zog Olten davon. Jules Sturny traf in der 47. Minute nach Pass von Gian Janett und Nicolò Ugazzi zum 3:1. Arosa nahm in der 56. Minute Torhüter Diego Simeoni vom Eis, doch Sturny nutzte den leeren Kasten postwendend zum 4:1-Endstand (57.).
Der Wendepunkt
Oltens frühe 2:0-Führung innerhalb von sieben Minuten zwang Arosa früh in einen Rückstand, den die Gäste trotz des Powerplay-Tors nicht mehr entscheidend gefährden konnten. Die Pfostentreffer im zweiten Drittel hätten die Partie kippen lassen können – doch Arosa kam zu keiner Phase der Dominanz.
Die Schlüsselspieler
Jules Sturny (EHC Olten): Der Stürmer erzielte beide Tore im Schlussdrittel – das 3:1 aus dem Spiel heraus, das 4:1 ins leere Tor. Mit zwei Treffern war er der matchprägende Akteur.
Guillaume Asselin (EHC Olten): Eröffnete den Torreigen in der 4. Minute und setzte mit drei Torschüssen offensive Akzente.
David Brodecky (EHC Olten): Der Torhüter parierte 8 von 9 Schüssen (88,89 %) und hielt seinen Kasten über 60 Minuten sauber – der Gegentreffer fiel in Unterzahl.
Gregory Weber (EHC Arosa): Erzielte den einzigen Treffer der Gäste im Powerplay und war der gefährlichste Angreifer Arosas.
Die Statistik – interpretiert
Olten dominierte das Spiel nicht nur ergebnistechnisch. Die 15:9-Torschüsse (1,67-fache Schussrate) zeigen eine klare Feldüberlegenheit, die auch durch die drei Pfostentreffer im zweiten Drittel noch deutlicher hätte ausfallen können. Arosa gewann zwar 55,6 % der Bullys, konnte daraus aber kaum Kapital schlagen – die Überzahl-Situationen nutzten die Gäste immerhin mit 50 % Effizienz (1 Tor aus 2 Powerplays). Olten blieb in Überzahl torlos (0/2).
Bemerkenswert: Arosa blockte nur 2 Schüsse (Olten 3), was auf eine passive Defensive hindeutet. Olten hatte zudem nur 8 Strafminuten, kontrollierte die Disziplin über weite Strecken.
Was das Spiel bedeutet
Für den EHC Olten war es der letzte Härtetest vor dem Saisonstart in der Sky Swiss League. Die Mannschaft von Christian Wohlwend bestätigt ihre Frühform mit einer soliden Defensivleistung – vier Gegentore in den letzten drei Testspielen sprechen für eine stabile Hintermannschaft. Der EHCO eröffnet die Meisterschaft am 19. September 2026 auswärts beim EHC Chur.
Der EHC Arosa bereitet sich auf die MyHockey League vor und zeigt trotz der Niederlage eine ansprechende Leistung im ersten Drittel. Das Team von Rolf Schrepfer konnte – abgesehen vom Powerplay-Tor – zu wenig Druck aufbauen. Im zweiten und dritten Drittel fehlte die Durchschlagskraft im Angriff. Arosa bestreitet sein nächstes Testspiel am 11. September 2026 gegen den HC Thurgau.
Fazit
Ein ungefährdeter, solider Heimsieg des EHC Olten, der früh die Weichen stellte und im Schlussdrittel konsequent abschloss. Arosa hielt im ersten Drittel gut mit, offenbarte aber über 60 Minuten zu wenig offensive Tiefe. Für Olten läuft die Vorbereitung nach Plan – die Defensive steht, die Offensive findet immer mehr ihren Rhythmus.
Olten und Arosa trafen 6 Mal aufeinander — Olten gewann 6 Mal, Arosa 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2021 zurück. Olten führt den Direktvergleich mit 6 Siegen aus 6 Begegnungen an. Insgesamt fielen 38 Tore in diesen Partien, im Schnitt 6.33 pro Spiel (32 für die Heimmannschaft, 6 für die Gäste). Beide Teams trafen in 4 Spielen (67%). In 6 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Olten ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 9–3 im Jahr 2025.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 30. Aug. 2026