EHC Bülach gewinnt 5:3 bei den Pikes EHC Oberthurgau – Nils Kehl trifft doppelt (einmal in Unterzahl, einmal in Überzahl) und entscheidet das Testspiel im EZO Romanshorn.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSo verlief die Partie
Vor 85 Zuschauern im Eissportzentrum Oberthurgau in Romanshorn begann Bülach druckvoll. Nach einer frühen Strafe gegen Joël Quartenoud (12. Minute, Beinstellen) schlugen die Gäste postwendend zu: Adam Stepanek traf in der 14. Minute zum 0:1, nach Vorarbeit von Mike Hintermann und Sebastiano Tagliaferri.
Im zweiten Drittel erhöhte Bülach den Druck. Nach einer Oberthurgauer Strafe (Joshua Wendel, Stockschlag, 26.) und einem Bulacher Powerplay, das nicht genutzt wurde, schlug es kurz nach einer Strafe gegen Noe Latella (Halten, 29.) ein: Nils Kehl eroberte die Scheibe in Unterzahl und traf in der 31. Minute zum 0:2 – ein Short-Handed-Goal, das die Hausherren kalt erwischte. Keine zwei Minuten später erhöhte Nicolas Odermatt auf 0:3 (33.). Kurz vor der ersten Pause des Mitteldrittels gelang Jacen Bracko in der 40. Minute der 1:3-Anschlusstreffer.
Das dritte Drittel begann furios: Bereits in der 42. Minute traf Jamal Lascandri zum 2:3 und brachte die Pikes zurück ins Spiel. Als Thomas Odermatt in der 54. Minute wegen Beinstellens auf die Strafbank musste, nutzte Bülach die Überzahl eiskalt: Nils Kehl traf per Powerplay zum 2:4 (55.) – sein zweiter Treffer des Abends, der sich als Game-Winner erweisen sollte.
Oberthurgau steckte nicht auf: Thomas Odermatt verkürzte in der 59. Minute auf 3:4 (Assist: Jacen Bracko). Die Pikes nahmen Torhüter Christoph Harder vom Eis, doch der Empty-Net-Versuch scheiterte: Titus Odermatt traf ins leere Tor zum 3:5-Endstand (60., Assist: Nino Hauri).
Der Wendepunkt
Der entscheidende Moment war Nils Kehls Shorthanded-Tor zum 0:2 in der 31. Minute. Nach einer Oberthurgauer Druckphase in Überzahl eroberte Kehl die Scheibe, zog allein aufs Tor und traf zum 0:2. Statt des möglichen Ausgleichs lag Oberthurgau plötzlich mit zwei Toren zurück – ein Momentum-Bruch, von dem sich die Pikes trotz einer starken Aufholjagd im Schlussdrittel nicht mehr vollständig erholten.
Die Schlüsselspieler
- Nils Kehl (Bülach): 2 Tore (eines in Unterzahl, eines in Überzahl), darunter der Game-Winner. Mit seinen Treffern in Schlüsselmomenten war er der matchdecidierende Spieler.
- Sebastiano Tagliaferri (Bülach): 2 Assists – bereitete sowohl das 0:1 durch Stepanek als auch Kehls Shorthanded-Tor vor.
- Jacen Bracko (Oberthurgau): 1 Tor, 1 Assist. Der Motor des Oberthurgauer Angriffs, der mit seinem Treffer zum 1:3 und der Vorlage zu Odermatts 3:4 die Aufholjagd einleitete.
- Thomas Odermatt (Oberthurgau): 1 Tor, zudem die Anspielstation in der Offensive – doch seine Strafe in der 54. Minute führte zum entscheidenden Powerplay-Tor der Gäste.
Spieler des Spiels: Nils Kehl (EHC Bülach)
By the Numbers – interpretiert
Bülach dominierte die Überzahl-Situationen klar: Bei 8:55 Minuten Powerplay-Spielzeit (zu 2:00 für Oberthurgau) erzielte Bülach ein Tor bei fünf Überzahl-Situationen (20 % PP-Effizienz). Oberthurgau blieb in Überzahl torlos. In Unterzahl war Bülach mit 100 % Penalty-Kill-Effizienz perfekt – und erzielte zudem ein Shorthanded-Tor. Oberthurgau kam auf 80 % Penalty-Kill. Beide Teams kassierten wenige Strafen (OBT 4-mal 2 Minuten, BUE 1-mal 2 Minuten), aber Bülach nutzte die Überlegenheit besser aus.
Was es bedeutet
Für die Pikes EHC Oberthurgau (MyHockey League) war es der zweite Test der Vorbereitungswoche: Nach dem 4:2-Auftaktsieg gegen den SC Herisau (11. August) und der 1:5-Niederlage gegen den Swiss-League-Klub EHC Arosa (16. August) sowie dem nicht dokumentierten Spiel gegen EHC Wetzikon (27. August) zeigten die Pikes phasenweise eine starke Moral. Nächstes Testspiel: vs. SC Rheintal (3. September, 20:15 Uhr, EZO Romanshorn).
Für den EHC Bülach, ebenfalls MyHockey-League-Konkurrent, war es ein wichtiger Prestige-Erfolg. Die Bülacher hatten zuvor am 26. August ein 3:4 nach Verlängerung gegen den EHC Dübendorf kassiert. Mit dem 5:3 in Romanshorn zeigte die Mannschaft von Trainer Krister Cantoni ihre Offensivqualität. Nächstes Testspiel: noch offen.
Fazit
Bülach gewann verdient dank cleverer Ausnutzung der Überzahl-Situationen und einer stabilen Defensive in Unterzahl. Oberthurgau zeigte Moral und Kampfgeist im Schlussdrittel, konnte die frühen Rückstände aus dem zweiten Drittel aber nicht mehr vollständig wettmachen. Für die Moral der Pikes ein versöhnlicher, aber lehrreicher Abend.
Rivalität seit 2025
Oberthurgau vs Bulach Direkter Vergleich· 1
Oberthurgau und Bulach trafen 1 Mal aufeinander — Oberthurgau gewann 1 Mal, Bulach 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2025 zurück. Oberthurgau führt den Direktvergleich mit 1 Sieg aus 1 Begegnung an. Insgesamt fielen 9 Tore in diesen Partien, im Schnitt 9.00 pro Spiel (6 für die Heimmannschaft, 3 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (100%). In 1 Begegnung (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–6 im Jahr 2025.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 30. Aug. 2026