Dolomiten Cup· Saison 2026
Zug besiegt Eisbären Berlin 2:0 im Dolomitencup-Halbfinale. Moverare (13.) und Egli (59.) treffen, Genoni hält Shutout. Zug am Sonntag im Finale.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSo lief die Partie
Vor 902 Zuschauern in der Würth Arena von Egna (Neumarkt) war es der Schwede Jacob Moverare, der Zug in der 13. Minute in Führung brachte. Nach Vorlage von Loris Wey traf der Verteidiger zum 1:0 – sein erster Treffer im Turnier. Im ersten Drittel hielten die Berliner mit zehn Torschüssen dagegen (Zug neun), doch Leonardo Genoni im Zug-Tor blieb ohne Gegentreffer.
Das zweite Drittel blieb torlos, obwohl beide Teams Gelegenheiten vorfanden. Zug verzeichnete acht Torschüsse, Berlin fünf. Strafzeiten auf beiden Seiten – Raphael Diaz (Hooking, 22.), Gabriel Fontaine (Elbowing, 21.) und Kai Wissmann (Tripping, 24.) – unterbrachen den Spielfluss, ohne dass ein Powerplay genutzt wurde.
Die Entscheidung fiel 67 Sekunden vor der Schlusssirene: Chris Egli traf ins leere Berliner Tor zum 2:0, nachdem die Eisbären Torhüter Jack Lafontaine für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen hatten. Sven Leuenberger und Christian Nik Petrovic bereiteten den Treffer vor.
Der Wendepunkt
Zugs Disziplin in der Defensive war der Schlüssel. Während die Eisbären im zweiten Drittel vier Strafminuten ansammelten, hielt Zug die Berliner Powerplay-Formationen von gefährlichen Abschlüssen fern. Die größte Berliner Chance vergab Liam Kirk, der im ersten Drittel vier Torschüsse abgab, aber an Genoni scheiterte. Als Berlin in der Schlussminute alles nach vorne warf, nutzte Zug die numerische Überlegenheit eiskalt.
Die Schlüsselspieler
- Leonardo Genoni (Zug): Der 38-jährige Schweizer Nationaltorhüter hielt alle 20 Schüsse und feierte ein Shutout in seinem ersten Saisoneinsatz. Souverän auch in brenzligen Situationen.
- Jacob Moverare (Zug): Der schwedische Verteidiger erzielte nicht nur das 1:0, sondern war auch in der Defensive mit vier geblockten Schüssen ein Faktor.
- Chris Egli (Zug): Der Stürmer, der nach einer Meniskusoperation sein Comeback feierte, besiegelte mit dem Empty-Net-Tor den Finaleinzug.
- Liam Kirk (Eisbären Berlin): Der Brite war mit fünf Torschüssen der auffälligste Berliner Angreifer, blieb aber ohne Scorerpunkt.
Die Zahlen – interpretiert
Zug gewann das Spiel trotz einer leichten Unterlegenheit bei den Torschüssen im ersten Drittel (9:10). Ab dem zweiten Abschnitt übernahmen die Schweizer die Kontrolle (8:5, 6:5). Mit insgesamt 23:20 Torschüssen war die Partie ausgeglichener als es das 2:0-Ergebnis vermuten lässt. Die entscheidende Statistik: Zug liess keine einzige Powerplay-Situation der Berliner zu – eine bemerkenswerte Disziplin angesichts von vier eigenen Strafminuten. Auf der Gegenseite konnte Berlin in drei Powerplay-Situationen keinen Treffer erzielen.
Was das Ergebnis bedeutet
Zug steht im Finale des Dolomitencup am Sonntag, 23. August, um 20:00 Uhr in der Würth Arena. Gegner wird der Sieger des ersten Halbfinals zwischen den Augsburger Panthern und dem HC Kometa Brno sein. Für die Eisbären Berlin folgt am Sonntag um 15:45 Uhr das Spiel um Platz drei.
Unter dem neuen Cheftrainer Éric Dubois zeigte Berlin phasenweise solide Ansätze, offenbarte aber Abschlussschwäche im Powerplay. Bei Zug setzte sich der positive Trend unter Neu-Coach Lauri Marjamäki fort, nachdem man das erste Testspiel gegen die SCRJ Lakers mit 8:1 gewonnen hatte.
Fazit
Ein verdienter, aber keineswegs dominanter Sieg des EV Zug. Die Genoni-Parade hielt Berlin im Spiel, doch die mangelnde Effizienz im Überzahlspiel und Zugs konsequente Defensive entschieden die Partie. Die Eisbären sind auf dem richtigen Weg, aber gegen einen abgeklärten Gegner fehlte die letzte Durchschlagskraft.
Spielereignisse
Spielereignisse zwischen Zug und Eisbaren Berlin — 2 Tore und 0 Karten in diesem Spiel.
N. Petrovic
Rivalität seit 2016
Zug vs Eisbaren Berlin Direkter Vergleich· 4
Zug und Eisbaren Berlin trafen 4 Mal aufeinander — Zug gewann 2 Mal, Eisbaren Berlin 2 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2016 zurück. Insgesamt fielen 22 Tore in diesen Partien, im Schnitt 5.50 pro Spiel (12 für die Heimmannschaft, 10 für die Gäste). Beide Teams trafen in 3 Spielen (75%). In 4 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–5 im Jahr 2018.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 23. Aug. 2026