Schweiz U18 schlägt Schweden U18 7:6 im Hlinka Gretzky Cup 2026. Sebastian Weber trifft doppelt, darunter der Game-Winner 57 Sekunden vor Schluss. Es ist der erste Sieg der Schweiz gegen Schweden seit 2009.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSchweiz U18 bezwingt Schweden U18 7:6 in torreichem Hlinka-Gretzky-Cup-Krimi
Die Schweiz U18 hat am Dienstag im Hlinka Gretzky Cup 2026 in Edmonton für eine dicke Überraschung gesorgt: Mit 7:6 (2:2, 2:3, 3:1) besiegte die Auswahl des Schweizer Eishockeyverbands die hochfavorisierten Schweden in der Downtown Community Arena. Sebastian Weber traf doppelt, darunter den Game-Winner 57 Sekunden vor Schluss. Es war der erst dritte Sieg der Schweiz im 34. Duell gegen Schweden auf U18-Niveau — und der erste seit 2009.
So lief die Partie
Die Schweiz erwischte einen Start nach Mass. Noel Rotheli traf bereits in der 4. Minute zur frühen Führung (Assists: Yanis Balada, Nolan Thurler). Wilson Boumedienne glich für Schweden in der 9. Minute aus (Assist: Loui Karlsson), doch Sebastian Weber stellte in der 17. Minute mit einem Treffer aus dem Slot das 2:1 für die Schweiz her (Vorlagen: Leo Ulrich, Jonah Neuenschwander). Kurz vor der ersten Pause kassierte Weber eine Strafe wegen Stockschlags — und Schweden nutzte die Überzahl eiskalt: Dorian Eklund Aspe traf in der 20. Minute zum 2:2-Ausgleich (Assists: Wiggo Forsberg, Douglas Johnsson).
Im zweiten Drittel schien Schweden die Kontrolle zu übernehmen. Nilo Gianola brachte die Schweiz in der 2. Minute zwar wieder in Führung (3:2), Alessandro Domenichelli erhöhte nur 74 Sekunden später auf 4:2 (Assist: Daniel Fuchs) — doch dann drehte Schweden auf. Oliver Sundberg verkürzte in der 6. Minute im Powerplay (4:3), Olle Tornqvist glich in der 13. Minute aus (4:4), und Loui Karlsson traf in der 16. Minute erneut in Überzahl zur 5:4-Führung für Schweden (Assists: Eklund Aspe, Johnsson).
Der Wendepunkt
Der Schlüsselmoment kam früh im dritten Drittel. Schweden kassierte gleich zwei Strafen in den ersten zwei Minuten (Tom Bjurman wegen unsportlichen Verhaltens, Vilgot Nygren wegen Beinstellens). Die Schweiz hatte 40 Sekunden 5-gegen-3-Überzahl — und Jonah Neuenschwander nutzte sie in der 3. Minute zum 5:5-Ausgleich. Die Special Teams, die im zweiten Drittel noch Schwedens Stärke gewesen waren, kippten nun zugunsten der Schweiz.
Oliver Sundberg brachte Schweden in der 16. Minute zwar erneut in Führung (6:5, Assists: Eklund Aspe, Rasmus Sahlman), doch Sam Neff glich nur 85 Sekunden später im Powerplay zum 6:6 aus (Assists: Domenichelli, Adrien Rosa). Und dann schlug die Schweiz endgültig zu: Sebastian Weber netzte in der 20. Minute — bei ausgewechseltem Torhüter auf Seiten Schwedens — zum 7:6-Siegtreffer ein (Assists: Leo Ulrich, Kellan OLeary).
Die Schlüsselspieler
Sebastian Weber (SUI) — 2 Tore, darunter der Game-Winner 57 Sekunden vor Schluss. Der Schweizer Stürmer war der Matchwinner und kürte sich zum Spieler des Spiels.
Dorian Eklund Aspe (SWE) — 1 Tor, 2 Vorlagen, 3 Scorerpunkte. Der Schwede war an drei Treffern beteiligt und trieb die Offensive an.
Oliver Sundberg (SWE) — 2 Tore. Erzielte beide Treffer für Schweden im dritten Drittel, darunter die vermeintliche 6:5-Führung.
Luca Blaser (SUI) — 50 Schüsse, 44 Paraden, 88,0 % Fangquote. Der Schweizer Torhüter hielt sein Team in den entscheidenden Momenten im Spiel.
Vilmer Salen Forsberg (SWE) — 49 Schüsse, 42 Paraden, 85,7 % Fangquote. Der Schwede zeigte eine solide Leistung, kassierte aber sieben Gegentore.
Zahlen, die die Geschichte erzählen
Die 50:49-Torschüsse zugunsten Schwedens zeigen ein ausgeglichenes Spiel. Die entscheidende Differenz lag in den Special Teams: Schweden traf bei 3 von 4 Überzahlsituationen (75 %), die Schweiz bei 2 von 5 (40 %). Schweden kassierte jedoch zehn Strafminuten (gegenüber acht der Schweiz) und geriet im dritten Drittel in die entscheidende 5-gegen-3-Situation. Die Schweiz gewann das Schlussdrittel mit 3:1, nachdem sie das zweite noch mit 2:3 verloren hatte. Die 13 Tore waren die bisher höchste Torausbeute in einem Spiel des Turniers 2026.
Was das Ergebnis bedeutet
Für die Schweiz U18 (1 Sieg, 1 Niederlage) ist dies der erste Sieg gegen Schweden seit 2009 — und er hält die Hoffnung auf den Halbfinaleinzug in der Gruppe A am Leben. Nach der 3:7-Auftaktniederlage gegen Kanada am 3. August steht das Team bei 2 Punkten.
Schweden U18 (1 Sieg, 1 Niederlage) verpasst die Chance, sich an der Tabellenspitze festzusetzen. Nach dem 4:3-OT-Auftaktsieg gegen die Slowakei vom 3. August bleibt Tre Kronor ebenfalls bei 2 Punkten.
Am Mittwoch (5. August) kommt es in der Gruppe A zum Showdown: Die Schweiz trifft um 21:00 Uhr MESZ auf die Slowakei, während Schweden um 01:00 Uhr MESZ (5. August) auf Gastgeber Kanada trifft. Kanada hat beide Spiele gewonnen und führt die Gruppe mit 4 Punkten an.
Fazit
Die Schweiz zeigte eine beeindruckende Moral und bewies, dass sie nach der Auftaktniederlage gegen Kanada konkurrenzfähig ist. Der 7:6-Sieg gegen Schweden war verdient — die Schweiz traf zum richtigen Zeitpunkt und nutzte die 5-gegen-3-Situation im Schlussdrittel entscheidend. Für Schweden bleibt die Erkenntnis, dass die mangelnde Disziplin zu Beginn des dritten Drittels den Sieg gekostet hat. Das Duell Schweiz gegen Slowakei am Mittwoch wird zum Endspiel um den zweiten Platz in der Gruppe A.
Spielereignisse
Spielereignisse zwischen Switzerland U18 und Sweden U18 — 13 Tore und 0 Karten in diesem Spiel.
N. Thurler
J. Neuenschwander
D. Johnsson
B. Nystrom
V. Nygren
D. Johnsson
Power-play
R. Sahlman
A. Rosa
Rivalität seit 2009
Switzerland U18 vs Sweden U18 Direkter Vergleich· 34
Switzerland U18 und Sweden U18 trafen 34 Mal aufeinander — Switzerland U18 gewann 3 Mal, Sweden U18 31 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Sweden U18 führt den Direktvergleich mit 31 Siegen aus 34 Begegnungen an. Insgesamt fielen 245 Tore in diesen Partien, im Schnitt 7.21 pro Spiel (58 für die Heimmannschaft, 187 für die Gäste). Beide Teams trafen in 29 Spielen (85%). In 34 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Sweden U18 ist in den letzten 18 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 10–3 im Jahr 2025.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 6. Aug. 2026