Menu
21. August 2026 um 19:30
23
Auswärts

Salzburg

AI

Der EC Red Bull Salzburg besiegt EHC Red Bull München 3:2 nach Verlängerung im Halbfinale des Red Bulls Salute 2026. Michael Raffl trifft fünf Sekunden vor Schluss der Overtime.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Red-Bull-Duell geht an Salzburg: Später OT-Treffer von Michael Raffl entscheidet Halbfinale

Der EC Red Bull Salzburg hat das prestigeträchtige Bruder-Duell beim Red Bulls Salute 2026 für sich entschieden. Der österreichische Rekordmeister besiegte den EHC Red Bull München am Freitagabend in der KE KELIT Arena in Zell am See mit 3:2 (0:1, 0:1, 2:0, 1:0) nach Verlängerung und zog damit ins Finale des Einladungsturniers ein. Die Entscheidung fiel in der 65. Minute – fünf Sekunden vor dem Ende der Overtime.

So lief das Spiel

München erwischte vor 2.196 Zuschauern den deutlich besseren Start. Der viermalige deutsche Meister war von Beginn an präsenter, hatte mehr Scheibenbesitz und setzte Salzburg früh unter Druck. In der achten Minute schaltete Ville Pokka schnell um: Sein langer Pass erreichte Yasin Ehliz, der solo auf Atte Tolvanen zulief und eiskalt zum 1:0 einschob (8.). München ließ weitere Chancen in Überzahl liegen, Salzburg fand nur vereinzelt statt – es blieb beim 1:0 nach dem ersten Drittel.

Auch im zweiten Abschnitt blieb die Partie intensiv und offen. Salzburg kam besser aus der Kabine, Nick Poisson prüfte Münchens Schlussmann Mathias Niederberger früh, Nikita Bloch verfehlte das Tor nur knapp (23.). München steigerte sich, Tobias Rieder scheiterte (26.), ehe Jeremy McKenna in der 39. Minute in Überzahl abstaubte und auf 2:0 erhöhte.

Salzburgs Aufholjagd und die Overtime-Entscheidung

Im Schlussdrittel drehte Salzburg auf. Nach einem Überzahlspiel traf Nick Poisson sehenswert in den Winkel (46.). Niederberger hielt München danach mehrfach im Spiel, doch in der 55. Minute glich Jayden Lee zum 2:2 aus. Salzburg drängte in einem weiteren Powerplay auf die Führung, Niederberger rettete mit einer Glanzparade in letzter Sekunde in die Verlängerung.

In der Overtime nahm Salzburg den Schwung mit. Michael Raffl, Ex-NHL-Stürmer und Salzburgs Topscorer der Vorsaison, setzte sich im Alleingang durch und schob den Puck fünf Sekunden vor dem Ende der Verlängerung zum 3:2-Siegtreffer ins Tor (65.).

Der Wendepunkt

Die 46. Minute war der entscheidende Moment. Nachdem München 40 Minuten lang defensiv stabil und diszipliniert stand, brach Salzburgs erstes Powerplay-Tor durch Poisson den Bann. Salzburg gewann an Momentum, München verlor die Kontrolle über das Spiel – und kassierte neun Minuten später den Ausgleich durch Lee. Trainer Oliver David sagte nach dem Spiel: „Im dritten Drittel haben wir durch die Strafe unser Momentum verloren, und Salzburg ist es gelungen, die Partie zu drehen.“

Die Schlüsselspieler

Michael Raffl (Salzburg) – Der österreichische Nationalstürmer war nicht nur der Torschütze des OT-Winners, sondern setzte über das gesamte Spiel hinweg offensive Akzente. Seine Erfahrung und Ruhe am Puck waren in der entscheidenden Phase der Partie der Unterschied.

Nick Poisson (Salzburg) – Mit dem wichtigen 2:1-Anschlusstreffer leitete er die Wende ein. Poisson war der Aktivposten in Salzburgs zweiter Reihe und prüfte Niederberger mehrfach.

Jeremy McKenna (München) – Der Münchner Stürmer erzielte nicht nur das 2:0, sondern zeigte sich nach dem Spiel fair: „Insgesamt waren sie heute die bessere Mannschaft. Jetzt müssen wir das Spiel so schnell wie möglich aus den Köpfen bekommen – und morgen zurückschlagen.“

Yasin Ehliz (München) – Erzielte das frühe 1:0 mit einem Solo-Lauf und war über weite Strecken der gefährlichste Münchner Angreifer.

Spieler des Spiels: Michael Raffl

Der 38-jährige österreichische Topscorer entschied das Spiel mit seinem Treffer fünf Sekunden vor dem Ende der Verlängerung. Sein Tor bescherte Salzburg den Finaleinzug.

By the Numbers

München dominierte die ersten 40 Minuten klar (2:0-Führung), Salzburg gewann das Schlussdrittel und die Overtime mit 3:0-Toren. Die Effektivität in Überzahl war spielentscheidend: München traf einmal im Powerplay (McKenna), aber Salzburg nutzte ebenfalls sein Überzahlspiel zum Anschluss und setzte München im dritten Drittel mit weiteren Druckwellen unter Druck.

Die Zuschauerzahl von 2.196 in der 2.600 fassenden KE KELIT Arena zeigt die große Anziehungskraft des Events.

Was das Ergebnis bedeutet

Salzburg steht nach diesem Erfolg im Finale des Red Bulls Salute 2026. Am Samstag, 22. August, um 19:00 Uhr trifft der ICE-Hockey-League-Rekordmeister auf den EHC Biel-Bienne, der sich im ersten Halbfinale mit 3:2 n.V. gegen den HC Dynamo Pardubice durchsetzte. München spielt am Samstag um 15:00 Uhr im Spiel um Platz 3 gegen Pardubice.

Für Salzburg ist es nach zwei Testspiel-Niederlagen gegen tschechische Teams (1:5 gegen Budweis, 1:2 n.P. gegen Hradec Králové) der erste Sieg in der Vorbereitung auf die Saison 2026/27. München hatte zuvor gegen Linz mit 5:2 gewonnen.

Fazit

Salzburg zeigte im Schlussdrittel Moral und belohnte sich für eine energische Aufholjagd, während München eine 2:0-Führung aus der Hand gab. Raffls OT-Tor fünf Sekunden vor Schluss war die dramatische Krönung einer emotionalen Partie zwischen den beiden Red-Bull-Klubs. Das Finale am Samstag gegen Biel verspricht weiteren Hochgenuss.

Rivalität seit 2019

Munchen vs Salzburg Direkter Vergleich· 6

Munchen und Salzburg trafen 6 Mal aufeinander — Munchen gewann 3 Mal, Salzburg 2 Mal, dazu kamen 1 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2019 zurück. Munchen führt den Direktvergleich mit 3 Siegen aus 6 Begegnungen an. Insgesamt fielen 29 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.83 pro Spiel (16 für die Heimmannschaft, 13 für die Gäste). Beide Teams trafen in 5 Spielen (83%). In 5 Begegnungen (83%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–6 im Jahr 2025.

3
Siege
Unentschieden
1
·
2
Siege
Tore gesamt
29 · 4.8/Spiel
Beide getroffen
5/6 · 83%
Über 2,5
5/6 · 83%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 22. Aug. 2026