Soligorsk verliert drittes Vorbereitungsspiel gegen Brest mit 1:5. Brest überzeugt mit 100% Powerplay-Effizienz – drei Tore aus drei Überzahlsituationen.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSoligorsk unterliegt Brest im dritten Test der Saisonvorbereitung deutlich
HC Shakhtyor Soligorsk hat am 25. Juli 2026 sein drittes Vorbereitungsspiel gegen HK Brest mit 1:5 (0:1, 1:3, 1:5 nach regulärer Spielzeit) verloren. Die Gäste aus Brest überzeugten vor allem durch eine effiziente Überzahlquote – drei von drei Powerplays verwerteten sie eiskalt.
Die Partie im Sport- und Kulturzentrum Soligorsk war der dritte Test für den amtierenden Halbfinalisten der belarussischen Extraliga. Nach einer 0:1-Niederlage gegen Metallurg Zhlobin und einer 2:3-Pleite gegen Yunost Minsk suchte der HC Shakhtyor weiter nach Form. Brest hingegen kam nach einem souveränen 3:0-Auftaktsieg gegen Lida mit breiter Brust nach Soligorsk.
Wie es lief
1. Drittel – Brest geht früh in Führung
Brest erwischte den besseren Start. Bereits in der 3. Minute nutzte Alexei Tsyplakov ein Powerplay zur frühen Führung (0:1, 02:37). Daniil Tyutchev und Daniil Kalmykov bereiteten vor. Soligorsk fand bis zur Pause nicht mehr zurück ins Spiel, das erste Drittel endete torlos für die Hausherren.
2. Drittel – Vier Tore, drei davon in Überzahl
Das Mitteldrittel begann vielversprechend für Soligorsk: Nikita Verenich glich in der 25. Minute ebenfalls in Überzahl zum 1:1 aus (24:01, Vorlage Matvey Ladutko). Doch die Freude währte nur kurz. Brest schlug innerhalb von zwei Minuten zurück: Daniil Tyutchev traf in der 27. Minute erneut in Überzahl zum 1:2 (26:22). Vladimir Mashkov erhöhte in der 36. Minute auf 1:3 (35:06, PP), wobei Yegor Klavdiev und Alexander Smirnov assistierten. Damit hatte Brest drei Überzahlsituationen in drei Tore umgemünzt.
3. Drittel – Nikitich macht den Deckel drauf
Im Schlussabschnitt kontrollierte Brest das Geschehen. Artyom Nikitich schnürte einen Doppelpack: zunächst traf er in der 47. Minute zum 1:4 (46:01), später in der 58. Minute zum 1:5-Endstand (57:31, Vorlagen Tyutchev und Kuchkin).
Nach der regulären Spielzeit folgten ein Overtime-Spiel (1:0 für Soligorsk durch Kirill Yaruta in der 64. Minute) und ein Penaltyschießen (0:1 für Brest).
Der Wendepunkt
Soligorsks Ausgleich zu Beginn des zweiten Drittels hätte die Partie kippen können. Doch Brest reagierte umgehend: Daniil Tyutchevs Treffer nur 2:21 Minuten nach dem 1:1 stellte die alte Ordnung wieder her. In dieser Phase offenbarte Soligorsk Schwächen im Unterzahlspiel – alle drei Brest-Tore in Überzahl fielen innerhalb von zehn Minuten im Mitteldrittel. Cheftrainer Andrei Mezin kritisierte später: „Im Unterzahlspiel haben wir drei von drei Gegentoren kassiert – das ist kein gutes Ergebnis.“
Die Schlüsselspieler
Artyom Nikitich (Brest): Der Stürmer war mit zwei Toren im Schlussdrittel der Matchwinner. Seine Treffer zum 1:4 und 1:5 besiegelten den deutlichen Erfolg der Gäste.
Daniil Tyutchev (Brest): Ein Tor und zwei Assists – der Russe war an drei der fünf Brest-Tore direkt beteiligt und bestimmte das Powerplay-Spiel der Gäste.
Alexei Tsyplakov (Brest): Eröffnete den Torreigen bereits in der 3. Minute und legte den Grundstein für den frühen Druck auf Soligorsk.
Nikita Verenich (Soligorsk): Erzielte den einzigen Treffer für die Hausherren – ein wichtiges Powerplay-Tor in der 25. Minute, das kurzzeitig Hoffnung gab.
Die Zahlen – interpretiert
Brests Überzahl-Effizienz war der entscheidende Faktor: Drei Powerplay-Tore aus drei Versuchen (100 %) stehen für Soligorsk auf der anderen Seite nur ein Tor aus vier Überzahl-Situationen gegenüber. Die Disziplinlosigkeit von Soligorsk – drei Strafzeiten in den ersten 35 Minuten – kostete am Ende das Spiel. Brests Abschlussstärke (5 Tore aus dem Spiel heraus) zeigt zudem, dass die Mannschaft von Sergei Stas auch im Fünf-gegen-Fünf gefährlich war. Soligorsk hatte laut Aussage von Mezin durchaus Chancen, scheiterte aber an der Verwertung: „Es freut mich, dass wir uns Chancen kreieren. Aber um zu gewinnen, müssen wir mehr treffen.“
Was das Ergebnis bedeutet
Für Soligorsk war es die dritte Niederlage im dritten Vorbereitungsspiel – eine enttäuschende Zwischenbilanz für den Extraliga-Halbfinalisten. Cheftrainer Andrei Mezin zeigte sich jedoch zuversichtlich: „Dafür ist die Vorbereitung da. Bis zum Ruslan-Salei-Pokal haben wir Zeit, die Mängel zu beheben.“
Brest sammelte nach dem 3:0 gegen Lida den zweiten Sieg im zweiten Test und präsentiert sich formstark. Der nächste Gegner beider Teams ist jeweils der KHL-Vertreter Admiral Wladiwostok – Soligorsk am 28. Juli, Brest zu einem späteren Zeitpunkt.
Am 30. Juli 2026 traf Soligorsk zudem beim Turnier um den Anatoli-Dubko-Pokal auf Yunost Minsk (5:1-Sieg). Am 3. August folgte der Ruslan-Salei-Pokal gegen Neman Grodno (1:2-Niederlage).
Fazit
Brest nutzte die Überzahl-Situationen effizient und zeigte eine reife Vorstellung in der Fremde. Soligorsk hingegen offenbarte vor allem im Unterzahlspiel und beim Abschluss Schwächen, die in der Kürze der Vorbereitung nur schwer zu korrigieren sein werden. Für ein Team mit Ambitionen auf die Extraliga-Spitze war dies ein ernüchternder Test.
Soligorsk und Brest trafen 50 Mal aufeinander — Soligorsk gewann 34 Mal, Brest 16 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2014 zurück. Soligorsk führt den Direktvergleich mit 34 Siegen aus 50 Begegnungen an. Insgesamt fielen 256 Tore in diesen Partien, im Schnitt 5.12 pro Spiel (167 für die Heimmannschaft, 89 für die Gäste). Beide Teams trafen in 39 Spielen (78%). In 47 Begegnungen (94%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 5–4 im Jahr 2024.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 5. Aug. 2026
