Jihlava gewinnt erstes Testspiel der Saisonvorbereitung 5:2 gegen Tábor – Cachnín und Štefančík jeweils mit zwei Toren, Rimko erzielt den Wendepunkt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSo lief das Spiel
Jihlava erwischte den besseren Start und ging in der 13. Minute durch Marcel Štefančík in Führung. Der Stürmer traf zum 1:0, nachdem sich die Dukla in der Anfangsphase mehrfach dem Tor von Tábor-Schlussmann Filip Novotný angenähert hatte.
Im zweiten Drittel erhöhte Richard Cachnín in der 28. Minute auf 2:0, ehe Tábor durch Milan Dančišin in der 36. Minute der Anschlusstreffer gelang (2:1). Mit diesem Spielstand ging es in die zweite Pause.
Gleich zu Beginn des Schlussabschnitts stellte Cachnín mit seinem zweiten Treffer des Abends den alten Abstand wieder her – 3:1 in der 42. Minute, Vorlage von Matouš Menšík. Tábor schlug jedoch zurück: Lukáš Prášek traf in der 50. Minute mit einem platzierten Schuss unter die Latte zum 3:2 (Assists: Šimon Slavíček, Filip Haman).
Die Entscheidung fiel in der 54. Minute, als Neuzugang Alex Rimko nach Zuspiel von Matěj Vildomec und Tobias Chlubna auf 4:2 stellte. Nur zwei Minuten später nutzte Jihlava eine Überzahlsituation – Marcel Štefančík vollendete mit seinem zweiten Tor per Schuss aufs kurze Eck zum 5:2-Endstand (Assists: Matouš Menšík, Vojtěch Riedl).
Der Wendepunkt
Tábor hatte nach dem 3:2 durch Prášek (49. Minute) noch einmal Hoffnung geschöpft und drängte auf den Ausgleich. In der 52. Minute trafen die Gäste sogar den Pfosten, doch Jihlava überstand die Druckphase. Stattdessen war es der 20-jährige Verteidiger Alex Rimko, der in der 53. Minute mit einem präzisen Schuss zur nahen Torecke die erneute Zwei-Tore-Führung besorgte – nur 16 Sekunden nachdem Tábor in Unterzahl geraten war. Dieser Treffer brach endgültig den Widerstand der Gäste.
Die Schlüsselspieler
Richard Cachnín (Jihlava): Zwei Tore, darunter das wichtige 3:1 zu Beginn des dritten Drittels. Der Stürmer war stets gefährlich und bewies Abschlussqualität.
Marcel Štefančík (Jihlava): Ebenfalls zwei Treffer, darunter das vorentscheidende 5:2 in Überzahl. Bildete mit Menšík ein effektives Duo.
Alex Rimko (Jihlava): Der junge lettische Verteidiger, eine von fünf Sommer-Neuzugängen in der Abwehr, erzielte nicht nur das 4:2, sondern zeigte auch eine solide Defensivleistung gegen die Taborer Angriffe.
Filip Novotný (Tábor): Der neue Torhüter der Gäste hielt einige brenzlige Situationen und verhinderte ein noch höheres Ergebnis, musste sich aber fünfmal geschlagen geben.
Die Zahlen – interpretiert
Die Drittelergebnisse (1:0, 1:1, 3:1) spiegeln ein Spiel wider, das in der ersten halben Stunde ausgeglichen war, ehe Jihlava nach der Pause zunehmend dominierte. Die fünf Tore der Hausherren resultierten aus nur 35 Torschüssen – eine Trefferquote von 14,3 %, die auf eine effiziente Chancenverwertung hindeutet. Tábor kam auf 22 Torschüsse und traf zweimal; die Gäste hatten in Überzahl (fünf Unterbrechungen gegen Jihlava) wenig Zugriff und konnten kein Powerplay-Tor erzielen.
Dass Jihlava in der 52. Minute einen Pfostentreffer von Tábor überstand und nur 70 Sekunden später selbst traf, war der statistisch messbare Wendepunkt: Nach dem 4:2 sank die Torwahrscheinlichkeit der Gäste deutlich. Jihlava gewann zudem die Mehrzahl der Bullys im eigenen Drittel.
Was das Ergebnis bedeutet
Für Jihlava, den amtierenden Meister der Maxa liga, war es der erste von zehn geplanten Testspielen in der Saisonvorbereitung 2026/27. Die Mannschaft von Trainer Viktor Ujčík zeigte nach einer umfangreichen Kaderumstellung – insbesondere in der Abwehr mit fünf Neuzugängen – bereits eine beachtliche Abstimmung. Nächster Test für Jihlava ist ein weiteres Freundschaftsspiel; der genaue Termin steht noch aus.
Tábor durchlief im Sommer eine noch tiefgreifendere personelle Erneuerung. 15 Spieler verließen den Klub, elf neue kamen – darunter Torhüter Filip Novotný. Die Mannschaft von Trainer Tomáš Hamara zeigte Phasenweise ansprechende Ansätze, vor allem in der zweiten Hälfte des zweiten Drittels. Am 5. August 2026 steht für Tábor bereits das nächste Testspiel bei den České Budějovice (Motor České Budějovice) an.
Fazit
Ein letztlich verdienter, aber erst spät entschiedener Sieg für Jihlava. Die Dukla zeigte nach durchwachsenem Start eine steigende Tendenz und nutzte ihre individuelle Klasse in den entscheidenden Momenten. Tábor präsentierte sich trotz des Umbruchs als widerstandsfähig, scheiterte aber an der fehlenden Durchschlagskraft in den entscheidenden Szenen. Für die bevorstehende Maxa-liga-Saison ist beiden Teams noch viel Abstimmungsarbeit zuzutrauen.
Spielereignisse
Jihlava und Tabor trafen 12 Mal aufeinander — Jihlava gewann 7 Mal, Tabor 5 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Jihlava führt den Direktvergleich mit 7 Siegen aus 12 Begegnungen an. Insgesamt fielen 58 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.83 pro Spiel (32 für die Heimmannschaft, 26 für die Gäste). Beide Teams trafen in 10 Spielen (83%). In 11 Begegnungen (92%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Jihlava ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 7–2 im Jahr 2024.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 5. Aug. 2026