Sputnik Almetievsk besiegt Reaktor Nischnekamsk 3:2 im TNA Cup. Timur Galimov trifft per Powerplay in der 59. Minute zum Sieg.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSputnik Almetievsk schlägt Reaktor 3:2 – Galimovs Powerplay-Tor in der 59. Minute entscheidet Krimi im TNA Cup
Sputnik Almetievsk hat sein zweites Spiel im TNA Cup (Kubok TNA) in Kazan mit einem dramatischen 3:2-Sieg gegen Reaktor Nischnekamsk beendet. Timur Galimov erzielte in der 58. Minute per Powerplay den entscheidenden Treffer, nachdem Reaktor zuvor zweimal einen Rückstand aufgeholt hatte.
So verlief die Partie
Reaktor erwischte den besseren Start. Bereits nach 63 Sekunden traf Roman Soroka zur frühen Führung für Reaktor, assistiert von Amir Gizyatov und Alexander Panov (0:1, 1.). Sputnik brauchte das gesamte erste Drittel, um ins Spiel zu finden, ging mit einem 0:1-Rückstand in die erste Pause – trotz eines Überzahlspiels nach einer frühen Strafe gegen Sputniks Artyom Karimov (10.-12.).
Im zweiten Drittel steigerte sich Sputnik deutlich. Daniil Martyanov gelang in der 30. Minute der verdiente Ausgleich, nach Vorarbeit von Semyon Buss und Timur Galimov (1:1, 30.). Die Hausherren hatten in diesem Abschnitt mehr Spielkontrolle, konnten aber keine weitere Führung herausspielen.
Der dritte Abschnitt wurde zur Achterbahnfahrt. Artemy Nabokov brachte Sputnik in der 46. Minute erstmals in Führung (2:1, 46.). Reaktor schlug jedoch zurück: Roman Soroka mit seinem zweiten Tor des Tages glich in der 53. Minute erneut aus (2:2, 53.).
Als alles auf eine Verlängerung zusteuerte, kassierte Reaktors Roman Zubko in der 59. Minute eine Strafe wegen Haltens des Gegners. Sputnik nutzte die Überzahlsituation eiskalt: Timur Galimov traf 28 Sekunden später per Powerplay zum 3:2-Endstand, assistiert von Ruslan Dolgov (3:2, 59.). Der Treffer fiel bei noch 1:33 Minuten Restspielzeit – zu wenig für Reaktor, um erneut zu reagieren.
Der Wendepunkt
Zubkos Stockfehler in der 59. Minute erwies sich als spielentscheidend. Reaktor hatte sich gerade von Nabokovs Führungstreffer erholt und durch Sorokas zweiten Treffer moralisch gestärkt ins Spiel zurückgekämpft. Die unnötige Strafe gegen Zubko – sein zweites Foul im dritten Drittel nach einer bereits abgelaufenen Blocking-Strafe – gab Sputnik die entscheidende Überzahlsituation. Galimov benötigte keine 30 Sekunden, um den Siegtreffer zu erzielen.
Schlüsselspieler
- Roman Soroka (Reaktor): Doppeltorschütze. Traf in der 1. Minute zur frühen Führung und erneut in der 53. Minute zum Ausgleich. War Reaktors gefährlichster Angreifer.
- Timur Galimov (Sputnik Almetievsk): Ein Tor und eine Vorlage. Seine Vorlage auf Martyanov leitete den Ausgleich ein, sein Powerplay-Tor in der 59. Minute besiegelte den Sieg. Spieler des Spiels.
- Artemy Nabokov (Sputnik Almetievsk): Erzielte die wichtige 2:1-Führung im dritten Drittel, die Sputnik die nötige Energie für den Schlussspurt gab.
- Kirill Subbotin (Sputnik Almetievsk): Der Torhüter von Sputnik Almetievsk hielt 29 von 31 Schüssen (93,5 % Fangquote) und bewahrte sein Team besonders im von Reaktor dominierten ersten Drittel vor einem höheren Rückstand.
Die Zahlen – interpretiert
Reaktor feuerte 31 Schüsse auf das Tor (bei 51 Gesamtschüssen) – mehr als Sputnik mit 26 von 64 Gesamtschüssen. Dennoch gewann Sputnik, weil es effizienter abschloss (11,5 % zu 6,5 % Torquote). Reaktor blockte 22 Schüsse (Sputnik: 8) und zeigte großen Einsatz in der Defensive, kassierte aber mit 10 Strafminuten mehr Zeitstrafen als Sputnik (8). Sputnik gewann zudem mehr Bullys (30:24) und nutzte das einzige Powerplay-Tor des Spiels. Die 22 geblockten Schüsse Reaktors zeigen, wie sehr sich die Gäste gegen die offensive Drangphase Sputniks im zweiten und dritten Drittel stemmten.
Was das Spiel bedeutet
Für Sputnik Almetievsk ist es der erste Sieg im TNA Cup 2026 nach einer Niederlage zum Auftakt. Die Mannschaft aus Almetjevsk bereitet sich auf die Saison 2026/27 der MHL vor, die im September beginnt. Reaktor kassiert nach dem 3:2-OT-Sieg gegen Avto Jekaterinburg am Vortag (18. August) die erste Turnierniederlage. Beide Teams nutzen das Turnier in Kazan zur Feinabstimmung vor dem Saisonstart. Nächste Spiele im Turnier stehen am 20. August an.
Fazit
Ein intensives, gutklassiges Vorbereitungsspiel zweier MHL-Teams, das erst in den letzten zwei Minuten seinen entscheidenden Moment fand. Sputnik zeigte eine starke Reaktion nach einem schwachen ersten Drittel und belohnte sich für eine diszipliniertere Vorstellung in den Abschnitten zwei und drei. Reaktor kann trotz der Niederlage viel Positives mitnehmen – insbesondere die Leistung von Soroka und die beeindruckende Defensivarbeit mit 22 geblockten Schüssen. Die fehlende Disziplin in den entscheidenden Momenten (zwei späte Strafen im dritten Drittel) wird jedoch ein Thema für die Trainerbank sein.
Spielereignisse
Spielereignisse zwischen Sputnik Almetievsk und Reaktor — 5 Tore und 0 Karten in diesem Spiel.
A. Panov
T. Galimov
N. Mansvetov
R. Dolgov
Rivalität seit 2016
Sputnik Almetievsk vs Reaktor Direkter Vergleich· 46
Sputnik Almetievsk und Reaktor trafen 46 Mal aufeinander — Sputnik Almetievsk gewann 19 Mal, Reaktor 27 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2016 zurück. Reaktor führt den Direktvergleich mit 27 Siegen aus 46 Begegnungen an. Insgesamt fielen 263 Tore in diesen Partien, im Schnitt 5.72 pro Spiel (107 für die Heimmannschaft, 156 für die Gäste). Beide Teams trafen in 40 Spielen (87%). In 42 Begegnungen (91%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 4–11 im Jahr 2018.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 20. Aug. 2026