HC Tábor siegt 6:1 gegen Dresdner Eislöwen im ersten Heimtest der Vorbereitung. Lukáš Pech glänzt mit zwei Toren und zwei Vorlagen.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungHC Tábor deklassiert Dresdner Eislöwen 6:1 – Pech-Doppelpack ebnet Weg zum deutlichen Testspielsieg
Der HC Tábor hat sein erstes Heimtestspiel der Saisonvorbereitung 2026/27 eindrucksvoll gewonnen. Gegen den deutschen DEL2-Klub Dresdner Eislöwen setzten sich die Tschechen am Sonntagabend vor heimischem Publikum im Zimní stadion Tábor mit 6:1 (4:0, 0:1, 2:0) durch. Die Partie stand ganz im Zeichen der Rückkehr von Eislöwen-Coach Bohuslav Šubr, einem gebürtigen Táborer – doch seine Mannschaft erlebte einen gebrauchten Nachmittag.
Bereits im ersten Drittel sorgte der HC Tábor mit vier Treffern innerhalb von zwölf Minuten für die Vorentscheidung. Der Schlüssel zum Erfolg: eine effiziente Offensive und eine schwache Defensivleistung der Gäste aus Sachsen.
Wie es lief
Die Hausherren begannen druckvoll und belohnten sich bereits in der 8. Minute. Lukáš Pech traf nach Vorarbeit von Robin Všetečka zum 1:0. Nur fünf Minuten später erhöhte Tomáš Cícha auf Zuspiel von Zadražil und Pech auf 2:0 (13.). Tábor ließ nicht nach: Plášil netzte in der 17. Minute nach Cícha-Vorlage zum 3:0, ehe Pech mit seinem zweiten Treffer des Abends in der 19. Minute den 4:0-Pausenstand besiegelte – erneut assistierte Všetečka.
Dresden reagierte nach dem ersten Bully des zweiten Drittels mit einem Torhüterwechsel: Marvin Berbner ersetzte Janick Schwendener zwischen den Pfosten (21. Minute). Die Eislöwen kamen tatsächlich besser ins Spiel und verkürzten durch Ryan MacKinnon in der 30. Minute per Powerplay auf 1:4 (Assist: Spink). Es blieb der einzige Dresdner Treffer der Partie.
Im Schlussdrittel stellte Tábor die Weichen endgültig auf Sieg. Jungwirth traf in der 50. Minute nach Pech-Vorlage zum 5:1. Nur sechs Minuten später nutzte Tomáš Mertl eine doppelte Überzahl zum 6:1-Endstand (56.), nachdem Jakub Valský und Radek Prokeš die Vorlage geliefert hatten.
Der Wendepunkt
Die ersten 19 Minuten entschieden die Partie. Tábor legte mit vier Treffern in zwölf Minuten ein furioses erstes Drittel hin – mehr Tore, als Dresden im gesamten Spiel zuvor in Villach (3:0-Sieg) kassiert hatte. Der 4:0-Rückstand nach 20 Minuten war für die Eislöwen nicht mehr aufzuholen.
Die Schlüsselspieler
Lukáš Pech (HC Tábor) – Spieler des Spiels. Der Stürmer war mit zwei Toren und zwei Vorlagen (8., 13., 19., 50. Minute) der überragende Akteur auf dem Eis. Seine Treffer zum 1:0 und 4:0 sowie die Assists zum 2:0 und 5:1 machten ihn zum Matchwinner.
Tomáš Cícha (HC Tábor). Mit einem Tor (13.) und einer Vorlage (17.) war der Verteidiger maßgeblich am frühen Polster beteiligt.
Ryan MacKinnon (Dresdner Eislöwen). Der Verteidiger erzielte den einzigen Treffer der Gäste per Powerplay in der 30. Minute und verhinderte damit einen kompletten Shutout.
Marvin Berbner (Dresdner Eislöwen). Der Torhüter, der nach dem ersten Drittel für Schwendener kam, hielt die Niederlage zumindest in Grenzen – kassierte in zwei Dritteln nur zwei Gegentore.
Statistiken – interpretiert
Die Strafenbilanz von 4:8 Minuten spricht Bände: Dresden war häufig in Unterzahl, Tábor nutzte dies mit zwei Powerplay-Toren (Mertl in der 56. Minute, MacKinnon auf der Gegenseite). Tábor dominierte das erste Drittel derart, dass die Partie bereits nach 20 Minuten entschieden war – die letzten 40 Minuten waren ausgeglichener (0:1, 2:0).
Was das Ergebnis bedeutet
Für den HC Tábor (Chance liga) war es der erste Test vor eigenem Publikum und ein wichtiges Selbstvertrauen vor dem Start der Saison 2026/27. Die Mannschaft von Trainer Tomáš Hamara bestätigte den Aufwärtstrend nach dem 5:4-Sieg nach Penaltyschießen bei Slavia Praha am 18. August. Nächste Station: Am 25. August empfängt Tábor den Ligakonkurrenten HC Stadion Litoměřice (18:00 Uhr), gefolgt vom Rückspiel in Litoměřice am 27. August.
Für die Dresdner Eislöwen (DEL2) war es der zweite Test der Vorbereitung und ein deutlicher Dämpfer nach dem 3:0-Auftakterfolg beim EC VSV in Villach zwei Tage zuvor. Cheftrainer Bohuslav Šubr, der in Tábor geboren wurde und seine Karriere dort begann, erlebte eine bittere Rückkehr in die Heimat. Die Eislöwen bestreiten ihr nächstes Testspiel am 28. August im Rahmen des Sachsenlotto-Cups gegen den Bílí Tygři Liberec (19:30 Uhr).
Fazit
Ein einseitiges Testspiel, in dem Tábor vor allem im ersten Drittel seine ganze Klasse zeigte. Die Dresdner Eislöwen präsentierten sich nach dem ordentlichen Auftritt in Villach unerwartet schwach und hatten dem frühen 0:4-Rückstand nichts entgegenzusetzen. Für den HC Tábor war es jedoch ein verdienter und souveräner Erfolg gegen einen Gegner, der in der Vorsaison noch in der höchsten deutschen Spielklasse aktiv war.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 23. Aug. 2026