Spielanalyse
KI-ZusammenfassungESV Kaufbeuren 1:5 ECDC Memmingen Indians – Gäste-Doppelschlag entscheidet Allgäu-Derby in der Vorbereitung
Der ECDC Memmingen Indians hat das Rückspiel des Allgäu-Derbys gegen den ESV Kaufbeuren deutlich mit 5:1 (0:0, 2:1, 3:0) für sich entschieden. Vor knapp 2.400 Zuschauern in der energie schwaben arena setzten sich die Gäste aus Memmingen vor allem durch einen Doppelschlag zu Beginn des Mitteldrittels und eine energielose Schlussphase der Joker durch. Für den ESVK war es die erste Testspielniederlage der laufenden Vorbereitung nach dem 6:5-Penaltysieg in Memmingen fünf Tage zuvor.
So verlief die Partie
Das erste Drittel war von gegenseitigem Abtasten geprägt. Beide Teams konzentrierten sich auf die Defensive und ließen nur wenige Torchancen zu. Der ESVK hatte ein kleines Chancenplus, unter anderem durch ein Powerplay, in dem Tomas Schwamberger mit einem sehenswerten Schuss – der Schläger durch die eigenen Beine geführt – nur an Memmingens Torhüter Michael Bitzer scheiterte. Kurz vor der Pause hatte Memmingens Matteo Gennaro die beste Chance der Gäste, zielte aber zu hoch.
Im zweiten Drittel fielen dann gleich drei Tore innerhalb von zwei Minuten. Simon Thiel traf in der 23. Minute in Überzahl per Drehschuss aus dem Slot zur Gästeführung. Nur 65 Sekunden später nutzte Okko Kangasniemi einen schnellen Konter und schob frei vor ESVK-Goalie Rihards Babulis ins kurze Eck zum 0:2. Die Antwort der Joker folgte postwendend: Andrew Yogan beförderte die Scheibe in der 24. Minute aus dem Gewühl heraus unter Michael Bitzer zum 1:2-Anschlusstreffer. In der Folge ließen beide Teams in Überzahl- oder Konterchancen weitere Treffer liegen.
Das Schlussdrittel offenbarte die Folgen einer intensiven Trainingswoche der Kaufbeurer. Frühes Foulspiel und nachlassende Kräfte führten zum 1:3 in der 42. Minute: Jakob Peukert nutzte einen Bandenabpraller zum erneuten Zwei-Tore-Vorsprung. Linus Svedlund erhöhte mit einem platzierten Schuss auf 1:4. Den Schlusspunkt setzte Verteidiger Leon Fern, der bei herausgenommenem ESVK-Torhüter – die Joker spielten mit sechs Feldspielern – ins leere Tor zum 1:5 traf.
Der Wendepunkt
Der Doppelschlag von Simon Thiel und Okko Kangasniemi innerhalb von 65 Sekunden zu Beginn des Mitteldrittels zwang den ESVK in eine Verfolgerrolle. Obwohl die Joker durch Andrew Yogan sofort antworteten, hatte Memmingen das Spielgeschehen ab diesem Moment im Griff und bestrafte später die nachlassende Energieleistung der Gastgeber.
Die Spieler des Spiels
Okko Kangasniemi (Memmingen) – Der Angreifer erzielte das wichtige 0:2 aus einem schnellen Konter und war stets an den gefährlichen Umschaltmomenten der Indians beteiligt. Sein Tor gab Memmingen das Selbstvertrauen für den weiteren Spielverlauf.
Simon Thiel (Memmingen) – Eröffnete den Torreigen mit einem sehenswerten Powerplay-Tor per Drehschuss. Der Game-Winner aus dem Slot leitete Memmingens dominanten Auftritt ein.
Andrew Yogan (Kaufbeuren) – Erzielte den einzigen Treffer der Joker und zeigte in einem ansonsten zähen Abend der Kaufbeurer Offensive zumindest eine Torabschlussqualität.
Die Zahlen – interpretiert
Die Torschussstatistik (nicht öffentlich vom Veranstalter bereitgestellt) spiegelt das Spielgeschehen wider: Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel übernahmen die Gäste im Mitteldrittel die Kontrolle. Der auffälligste statistische Unterschied waren die Strafzeiten der Kaufbeurer im Schlussabschnitt, die Memmingen die Möglichkeit gaben, das Spiel endgültig zu entscheiden. Der Treffer ins leere Tor zum 1:5 unterstreicht den Risiko-Hebel, den der ESVK in der Schlussphase ziehen musste.
Was das Ergebnis bedeutet
Für den ESV Kaufbeuren (Cheftrainer Sebastian Buchwieser) war es die erste Testspielniederlage nach dem Auftaktsieg gegen den EHC Freiburg (6:1) und dem Penaltysieg in Memmingen (6:5 n.P.). Die Joker mussten auf die verletzten Max Kislinger, Jan-Luca Augst und Tom Schwarz verzichten; Jere Laaksonen rückte in die Defensive. Nächste Station ist der Warrior Cup 2026 am kommenden Wochenende (5./6. September) mit Red Bull München, HC Ambri Piotta und den Belfast Giants.
Für den ECDC Memmingen war es der zweite Sieg in der Vorbereitung nach einem 2:1-Erfolg in Ravensburg. Die Indians (Cheftrainer Daniel Huhn) testen am Sonntag gegen den Deggendorfer SC, bevor die Saisonvorbereitung in die finale Phase geht.
Fazit
Memmingen präsentierte sich in Kaufbeuren effizienter und cleverer. Die Indians nutzten ihre Chancen eiskalt, während der ESVK nach einer harten Trainingswoche im Schlussdrittel die Körner ausgingen. Für Buchwiesers Team ist die Niederlage ein Fingerzeig, dass der Kader noch nicht auf dem gewünschten Leistungsstand ist – der Warrior Cup wird neue Erkenntnisse liefern.
Rivalität seit 2018
Kaufbeuren vs Memmingen Direkter Vergleich· 2
Kaufbeuren und Memmingen trafen 2 Mal aufeinander — Kaufbeuren gewann 2 Mal, Memmingen 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2018 zurück. Kaufbeuren führt den Direktvergleich mit 2 Siegen aus 2 Begegnungen an. Insgesamt fielen 19 Tore in diesen Partien, im Schnitt 9.50 pro Spiel (12 für die Heimmannschaft, 7 für die Gäste). Beide Teams trafen in 2 Spielen (100%). In 2 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 5–6 im Jahr 2026.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 30. Aug. 2026