HC Sparta Prag gewinnt mit 5:1 gegen die Graz99ers zum Auftakt der Energie Steiermark Trophy. Matěj Blümel glänzt mit einem Doppelpack in Graz.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSparta Prag feiert deutlichen 5:1-Auftaktsieg gegen die Graz99ers
Der HC Sparta Prag ist mit einem souveränen 5:1 (0:1, 0:1, 1:3)-Erfolg gegen die Moser Medical Graz99ers in die Energie Steiermark Trophy gestartet. Im Merkur Eisstadion Graz-Liebenau setzte sich der tschechische Extraligist am Freitagabend vor allem durch eine überzeugende Leistung im Schlussdrittel durch. Matchwinner war Matěj Blümel mit zwei Toren, darunter ein sehenswerter Shorthander.
So lief das Spiel
Das erste Drittel blieb lange torlos – beide Teams neutralisierten sich in einer temporeichen Partie. In der 18. Minute schlug Sparta dann eiskalt zu: Devin Shore traf per Rückhand unter die Latte, nachdem er von Michal Řepík und Pavel Kousal mustergültig bedient wurde (0:1, 17:38).
Auch im zweiten Abschnitt kontrollierte Prag das Geschehen. Michal Řepík erhöhte in der 32. Minute auf 0:2, als er eine Kombination mit Michael Špaček und Pavel Kousal direkt vor dem Grazer Tor abschloss (31:12). Graz-Goalie Nicolas Wieser hielt sein Team mit mehreren starken Paraden – unter anderem gegen Filip Chlapík und Matěj Blümel – im Spiel.
Das dritte Drittel begann mit einem Paukenschlag für die Gastgeber: Nico Feldner verkürzte nach nur 2:24 Minuten auf 1:2, als er sich im Vorraum der Sparta-Kiste aus der Drehung durchsetzte (42:24, Assists: Kevin Conley, Paul Stapelfeldt). Die Hoffnung der 99ers währte jedoch nur kurz. Nur 116 Sekunden später nutzte Michael Špaček eine Überzahlsituation zum 1:3 (44:20, Assist: Jakub Krejčík).
Matěj Blümel sorgte in der 51. Minute für die Vorentscheidung: Nach einer Vorlage von Špaček und Matyáš Michálek traf er aus spitzem Winkel zum 1:4 (50:17). Den Schlusspunkt setzte Blümel in der 58. Minute – er lief im eigenen Unterzahl einem langes Zuspiel entgegen, umkurvte Wieser und schob zum 1:5 ein (57:13).
Der Wendepunkt
Der Schlüsselmoment des Spiels kam unmittelbar nach dem Grazer Anschlusstreffer. Hätten die 99ers den Druck aufrechterhalten und vielleicht den Ausgleich geschafft, wäre das Spiel offen geblieben. Stattdessen kassierten sie nur zwei Minuten später das 1:3 in Überzahl – ein schwerer Schlag, von dem sich die Hausherren nicht mehr erholten. Sparta nutzte die Phase der Grazer Unordnung gnadenlos aus.
Die Spieler des Spiels
Matěj Blümel (Sparta Prag): Zwei Tore – eines davon ein kurioser Shorthander – machten den NHL-Rückkehrer zum Mann des Abends. Seine Schnelligkeit und sein Torinstinkt waren für die Grazer Defensive nicht zu kontrollieren.
Nicolas Wieser (Graz99ers): Der Grazer Torhüter hielt sein Team mit zahlreichen Paraden im Spiel (unter anderem gegen Chlapík, Blümel und Vesalainen) und verhinderte ein noch deutlicheres Ergebnis.
Michael Špaček (Sparta Prag): Ein Tor und zwei Assists – der tschechische Nationalspieler dirigierte das Sparta-Spiel aus der zweiten Reihe mit Übersicht und Präzision.
By the Numbers
Sparta Prag zeigte eine effiziente Chancenverwertung, vor allem nach der Pause. Bei ausgeglichener Strafzeit (10 Minuten für Graz, 5 für Prag) nutzten die Gäste eine von zwei Überzahlsituationen und trafen sogar in Unterzahl. Die 99ers hingegen ließen alle fünf Powerplay-Minuten ungenutzt verstreichen. Die Disziplinlosigkeit der Grazer (acht Strafminuten allein im Schlussdrittel) unterbrach immer wieder den Spielfluss und kostete wertvolle Angriffszeit.
Was das Spiel bedeutet
Für Sparta Prag war es der vierte Sieg im fünften Vorbereitungsspiel (nach Erfolgen gegen Litoměřice, Vítkovice – zweimal – und einer Niederlage gegen Mladá Boleslav). Die Mannschaft von Trainer Patrik Augusta trifft bereits am Samstag, 29. August, im zweiten Turnierspiel auf den HC Slovan Bratislava (19:30 Uhr).
Die Graz99ers bestreiten ihr nächstes Spiel ebenfalls im Rahmen der Energie Steiermark Trophy am Sonntag, 30. August, gegen Slovan Bratislava (18:00 Uhr). Danach wartet der CHL-Auftakt: Am 3. September empfangen die Grazer Fribourg-Gottéron (18:30 Uhr). Die win2day ICE Hockey League startet für die Steirer am 18. September.
Fazit
Sparta Prag präsentierte sich in Graz als abgeklärte, effiziente Einheit und untermauerte seinen Status als einer der tschechischen Top-Klubs. Die Graz99ers hielten ein Drittel lang gut mit, offenbarten aber in der entscheidenden Phase nach dem eigenen Tor zu viele defensive Lücken. Die Generalprobe für den CHL-Start ist nur bedingt gelungen – gegen Slovan Bratislava am Sonntag muss eine Steigerung her.
Spielereignisse
Spielereignisse zwischen Graz99ers und Sparta Prague — 6 Tore und 0 Karten in diesem Spiel.
P. Kousal
M. Spacek
P. Stapelfeldt
Power-play
M. Michalek
Rivalität seit 2018
Graz99ers vs Sparta Prague Direkter Vergleich· 1
Graz99ers und Sparta Prague trafen 1 Mal aufeinander — Graz99ers gewann 0 Mal, Sparta Prague 1 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2018 zurück. Sparta Prague führt den Direktvergleich mit 1 Sieg aus 1 Begegnung an. Insgesamt fielen 6 Tore in diesen Partien, im Schnitt 6.00 pro Spiel (2 für die Heimmannschaft, 4 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (100%). In 1 Begegnung (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–4 im Jahr 2018.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 30. Aug. 2026