Davos gewinnt das Testspiel in Lugano mit 4:1 – Asplund entscheidet mit Doppelpack im Schlussdrittel, Kessler erzielt den Game-Winner.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSo verlief die Partie
Lugano erwischte den besseren Start. Nach ausgeglichenen ersten Minuten traf Zach Sanford in der 15. Minute zur Führung: Jere Innala legte quer, Sanford vollstreckte zum 1:0 (14:24). Die Freude währte jedoch nur 58 Sekunden. Simon Ryfors glich nach Vorlage von Calle Andersson postwendend aus (15:22) – und sorgte dafür, dass es mit einem 1:1 ins erste Drittel ging.
Im zweiten Abschnitt übernahm Davos zunehmend die Kontrolle. Nach einer Reihe von Strafen auf beiden Seiten – darunter zwei Strafminuten gegen Simon Ryfors wegen hohen Stocks und je eine gegen Luca Fazzini (Stockschlag) sowie Lassi Thomson (Haken) – schlug Davos eiskalt zu. Tino Kessler netzte in der 32. Minute nach Zuspiel von Enzo Corvi zum 1:2-Pausenstand (31:13).
Im Schlussdrittel drückte Lugano auf den Ausgleich, scheiterte aber immer wieder an Davos' Goalie Sandro Aeschlimann und der stabilen Defensive der Bündner. In den Schlussminuten nutzte Davos die sich öffnenden Räume: Rasmus Asplund traf doppelt – zunächst in der 58. Minute zum 1:3 (57:31) und kurz vor Schluss zum 1:4-Endstand (59:31).
Der Wendepunkt
Tino Kesslers Treffer zum 1:2 in der 32. Minute erwies sich als spielentscheidend. Nach einer turbulenten Phase mit vier Strafen in sechs Minuten nutzte Davos den Druck clever aus und stellte die Weichen auf Sieg. Lugano fand danach keine Antwort mehr auf die Bündner Defensivordnung.
Die Schlüsselspieler
Rasmus Asplund (Davos) – Der Schwede war der Mann des Abends. Zwei Tore im Schlussdrittel, darunter das vorentscheidende 1:3, machten den Unterschied. Mit hohem Stock handelte er sich zwar eine Strafe ein, rehabilitierte sich aber mit seinen Treffern mehr als.
Tino Kessler (Davos) – Erzielte den Game-Winner im zweiten Drittel und bewies einmal mehr seinen Torriecher in der Vorbereitung.
Zach Sanford (Lugano) – Der US-Amerikaner traf zur frühen Führung und gehörte zu den aktivsten Lugano-Angreifern.
Sandro Aeschlimann (Davos) – Der Davoser Goalie liess nur einen Treffer zu und war besonders im Schlussdrittel zur Stelle, als Lugano Druck aufbaute.
Player of the Match: Rasmus Asplund (Davos)
By the Numbers – interpretiert
Beide Teams gaben mit je 38 Torschüssen gleich viele Schüsse ab – die Statistik spiegelt ein ausgeglichenes Spiel wider, das erst in den Schlussminuten kippte. Der entscheidende Unterschied lag in der Bully-Quote: Davos gewann 59,3 % der Faceoffs (35 von 59), kontrollierte so die neutralen Zonen und erarbeitete sich mehr Angriffszeit. Lugano kam auf nur 40,7 %. Die Überzahl-Situationen nutzte keine der beiden Mannschaften (je 0/3 bzw. 0/5), beide Penalty-Kills arbeiteten fehlerfrei. Lugano blockte nur 7 Schüsse, Davos dagegen 18 – ein klares Indiz für die Defensivdisziplin der Gäste.
Was es bedeutet
Für Lugano war es das letzte öffentliche Testspiel vor dem National-League-Start am 15. September. Zuvor steht am 4. September ein weiteres Testspiel bei den Rapperswil-Jona Lakers an, am 10. September folgt ein Härtetest beim EHC Kloten.
Davos zeigte sich in guter Frühform und bleibt in der Preseason ungeschlagen gegen Lugano – die letzten fünf Duelle gegen die Tessiner gingen alle an die Bündner. Der HCD bestreitet am 4. September sein nächstes Pflichtspiel: In der Champions Hockey League geht es gegen Storhamar Hamar, bevor am 6. September die Eisbären Berlin in die Cornèr Arena kommen.
Fazit
Davos präsentierte sich in Lugano abgeklärt, effizient und defensiv stabil. Die tiefe Bully-Quote und die mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive sind für Lugano die klaren Baustellen, die Cheftrainer Tomas Mitell in den verbleibenden Testspielen bis zum Saisonstart am 15. September angehen muss.
Spielereignisse
Lugano und Davos trafen 50 Mal aufeinander — Lugano gewann 25 Mal, Davos 25 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2017 zurück. Insgesamt fielen 271 Tore in diesen Partien, im Schnitt 5.42 pro Spiel (136 für die Heimmannschaft, 135 für die Gäste). Beide Teams trafen in 40 Spielen (80%). In 47 Begegnungen (94%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Davos ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 5–6 im Jahr 2021.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 30. Aug. 2026