Wisła Kraków besiegt MFK Karviná 2:0 im Testspiel in Myślenice. Marc Carbó trifft per Distanzschuss (21.), Wiktor Staszak legt nach (77.). Dritter und letzter Test der ersten Vorbereitungsphase.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungWisła Kraków 2:0 MFK Karviná – Carbó und Staszak treffen im letzten Test der ersten Vorbereitungsphase
Wisła Kraków hat das dritte Testspiel der Sommervorbereitung souverän gewonnen. Gegen den tschechischen Pokalsieger MFK Karviná setzte sich die „Biała Gwiazda“ am Samstag im Trainingszentrum in Myślenice mit 2:0 (1:0) durch – ein Distanzschuss von Marc Carbó und ein Abstauber von Wiktor Staszak besiegelten den ungefährdeten Erfolg.
Wie es lief
Trainer Mariusz Jop hielt an seinem bewährten Testspiel-Konzept fest: Zwei völlig unterschiedliche Startelfformationen für jede Halbzeit, um möglichst vielen Spielern Einsatzzeit zu geben. Die erste Elf dominierte die Tschechen nach Belieben.
Bereits in der 5. Minute traf Kacper Duda nur die Latte, Frederico Duartes Schuss aus elf Metern wurde in der 11. Minute vom Karviná-Keeper pariert. Der verdiente Führungstreffer fiel in der 21. Minute: Marc Carbó eroberte im Mittelfeld den Ball, zog nach vorne und hämmerte das Leder aus rund 20 Metern unhaltbar ins Netz – sein erster Treffer im Wisła-Dress.
Weitere Chancen durch Duda (28.), Marko Božić (blockt) und Jordi Sánchez (vor der Pause) blieben ungenutzt, sodass es mit 1:0 in die Kabine ging.
Die zweite Halbzeit war ausgeglichener. Oliwier Pławiński und Filip Baniowski prüften früh den tschechischen Kasten, ehe Patryk Letkiewicz auf der Gegenseite bei einem Freistoß eingreifen musste (56.). In der 74. Minute vergab Ervin Omić eine gute Gelegenheit – er setzte den Ball über das Tor.
Drei Minuten später war es Wiktor Staszak, der nach einem ersten abgeblockten Schuss im Nachsetzen erfolgreich war und auf 2:0 stellte (77.). Baniowski hätte in der 87. Minute noch erhöhen können, doch sein sehenswerter Schuss wurde vom Torhüter pariert.
Der Wendepunkt
Carbós Traumtor aus der Distanz in der 21. Minute zwang Karviná aus seiner defensiven Grundordnung und öffnete Räume für die zweite Welle der Krakauer Angriffe. Der frühe Rückstand ließ sich für die personell geschwächten Tschechen nicht mehr korrigieren – zumal Wisła auch nach dem Seitenwechsel strukturiert blieb.
Die Schlüsselspieler
- Marc Carbó (Wisła Kraków): Der Spanier erzielte nicht nur das 1:0 mit einem herausragenden Distanzschuss, sondern agierte auch im Mittelfeld als Antreiber und Ballverteiler. Seine Hereinnahme in die Startelf zahlte sich sofort aus.
- Wiktor Staszak (Wisła Kraków): Kam zur zweiten Halbzeit, ließ sich nicht durch einen ersten geblockten Schuss entmutigen und netzte zum 2:0 ein – Effizienz, die ihn für die Stammelf empfehlen dürfte.
- Marcel Łubik / Patryk Letkiewicz (Wisła Kraków): Die beiden Torhüter hielten jeweils in ihrer Halbzeit die Null. Der Neuzugang Łubik zeigte eine sichere erste Hälfte, Letkiewicz parierte in der 56. Minute einen gefährlichen Freistoß.
Spieler des Spiels: Marc Carbó – Tor und Vorlage in einer dominanten ersten Halbzeit.
By the Numbers – interpretiert
Wisła Kraków verzeichnete in der ersten Halbzeit ein klares Chancenplus von 6:1 Torschüssen und 4:0 Ecken. Die zweite Halbzeit war mit 4:4 Torschüssen ausgeglichener – was dem neunfachen Wechsel zur Pause und der nachlassenden Abstimmung geschuldet war. Die 1,2 erwarteten Tore (xG) für Wisła bei 0,4 für Karviná spiegeln das Verhältnis von Dominanz und Effizienz genau wider.
Was das Spiel bedeutet
Für Wisła Kraków war es der letzte Test der ersten Vorbereitungsphase nach dem Trainingslager in Wola Chorzelowska. Trainer Mariusz Jop zeigte sich zufrieden: „Dieses Spiel war die Zusammenfassung des ersten Abschnitts. Wir haben die Belastung um etwa 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert – die Spieler haben das gut weggesteckt.“ (Quelle: Flashscore.pl / WisłaPortal)
Verletzungsbedingt fehlten weiterhin Julius Ertlthaler (Oberschenkel), Wiktor Biedrzycki (soll ab Dienstag wieder trainieren), Ángel Rodado (Schulter-OP) und Darijo Grujčić (Muskelverletzung).
Am Samstag, 11. Juli, empfängt Wisła Kraków im Rahmen der 120-Jahr-Feierlichkeiten den walisischen Drittligisten Wrexham AFC im Stadion an der Reymonta. Tags darauf folgt ein Test gegen Podbeskidzie Bielsko-Biała, am 18. Juli gegen SK Artis Brno. Der Saisonstart in der Ekstraklasa steigt am 26. Juli zu Hause gegen GKS Katowice.
MFK Karviná – immerhin Pokalsieger 2025/26 – wurde wegen Bestechungsversuchen in der Vorsaison zwangsdegradiert und startet in der zweitklassigen tschechischen FNL. Das Team von Trainer Marek Bielan befindet sich ebenfalls im Neuaufbau.
Fazit
Ein verdienter, wenn auch in der Höhe schmeichelhafter Sieg für Wisła Kraków gegen einen institutionell geschwächten Gegner. Die erste Elf überzeugte mit Tempo und Kombinationsspiel, die zweite Reihe zeigte Durchschlagskraft. Die Nachverpflichtungen – insbesondere im Sturm – bleiben angesichts der Ausfälle von Rodado und Ertlthaler jedoch ein dringendes Thema vor dem Ekstraklasa-Start.
Spielereignisse
Spielereignisse zwischen Wisla Krakow und Karviná — 2 Tore und 0 Karten in diesem Spiel.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 5. Juli 2026
