St. Peter/Au besiegt Stockerau 6:0 zum Saisonabschluss. Josip Martinovic mit Hattrick, Marcel Seibert mit Doppelpack. Stockerau steigt in die 2. Landesliga ab.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSt. Peter feiert Kantersieg, Stockerau steigt ab
Der UFC St. Peter/Au hat am letzten Spieltag der Saison 2025/26 in der 1. Landesliga Niederösterreich den SV Stockerau mit 6:0 (4:0) deklassiert. Josip Martinovic avancierte mit drei Treffern zum Matchwinner, Marcel Seibert steuerte einen Doppelpack bei. Für St. Peter war es der erste Heimsieg der gesamten Rückrunde – ausgerechnet gegen einen Gegner, der noch um den Klassenerhalt kämpfte.
So lief die Partie
Vor 150 Zuschauern am Sportplatz St. Peter/Au legte die Heimelf von Beginn an eine furiose Gangart vor. Bereits in der 2. Minute netzte Martinovic per Rechtsschuss zur frühen Führung ein – Vorarbeit von Michael Schatz. Kaum vier Minuten später legte der Angreifer nach: Ein direkter Freistoß aus aussichtsreicher Position schlug unhaltbar zum 2:0 ein (4.).
St. Peter blieb am Drücker. In der 11. Minute verwertete Marcel Seibert eine Flanke von Jan Gerg zum 3:0. Michael Schatz, der bereits die Vorlage zum ersten Tor geliefert hatte, traf in der 35. Minute selbst zum 4:0-Pausenstand.
Nach dem Seitenwechsel war das Spiel längst entschieden, doch St. Peter legte nach. Martinovic krönte seine Gala-Vorstellung in der 55. Minute mit dem 5:0 – sein dritter Treffer des Abends. Nur zwei Minuten später erzielte Seibert per Rechtsschuss den 6:0-Endstand (57.).
Der Wendepunkt
Die frühe 2:0-Führung innerhalb der ersten vier Minuten raubte Stockerau jede Hoffnung. Der SV musste gewinnen und gleichzeitig auf eine Niederlage des SCU Kilb hoffen, um den Klassenerhalt zu schaffen. St. Peter zog Stockerau mit dem frühen Doppelschlag den Zahn. Kilb gewann parallel mit 5:1 gegen Langenrohr – für Stockerau wäre die Niederlage also selbst bei einem eigenen Sieg nicht verhindert worden.
Philipp Haunschmid von der NÖN fasste treffend zusammen: „Positiv konnte der Abend also nur für eines der beiden Teams ausgehen und das waren deutlich die Heimischen.“
Die Schlüsselspieler
- Josip Martinovic (St. Peter): Drei Tore (2., 4., 55.) – ein lupenreiner Hattrick aus Rechtsschuss, direktem Freistoß und einem weiteren Treffer. Der 26-jährige Angreifer war der überragende Mann auf dem Platz und legte mit seinen Saisontoren 10 und 11 den Grundstein für den höchsten Saisonsieg seiner Mannschaft.
- Marcel Seibert (St. Peter): Zwei Tore (11., 57.) – sein erster Saisontreffer und ein weiterer krönten den Auftritt des Stürmers, der nach 61 Minuten ausgewechselt wurde.
- Michael Schatz (St. Peter): Ein Tor (35.) und eine Vorlage (1:0) – der Abwehrspieler war auch offensiv entscheidend beteiligt.
Zahlen und Fakten
St. Peter dominierte das Spiel von der ersten Minute an. Die 4:0-Pausenführung spiegelte das Kräfteverhältnis wider. Stockerau kam über die gesamten 90 Minuten zu keiner nennenswerten Torchance – die Defensive um Torhüter Bernhard Pulker, der in der 57. Minute Gelb sah, war der Stockerauer Defensive stets einen Schritt voraus.
Schiedsrichter Mario Wallner verteilte vier Gelbe Karten: Gregor Schillinger (15./Unsportlichkeit), Fabian Kohl (43./Foul), Bernhard Pulker (57./Kritik) und Richy Mwari (68./Kritik). Das Spiel verzeichnete auf Ligaportal.at 18.036 Aufrufe – der meistgeklickte Live-Ticker der 30. Runde. Reporter war Alexander Bauer.
Trainer Anton Saric (St. Peter) wechselte vier Mal: Niederhuber für Seibert (61.), Aichberger für Spreitzer (61.), Morina für Kaufmann (71.) und Schattleitner für Tanzer (90.). Bei Stockerau kamen Kalini für Gallei (58.) und Hopf für Velisek (87.).
Was das Ergebnis bedeutet
Stockerau beendet die Saison 2025/26 als 16. und Letzter der 1. Landesliga Niederösterreich (25 Punkte aus 30 Spielen, 5 Siege, 10 Unentschieden, 15 Niederlagen, 28:66 Tore) und steigt nach nur einer Saison in die 2. Landesliga ab.
St. Peter schließt die Saison mit 36 Punkten (9 Siege, 9 Unentschieden, 12 Niederlagen, 45:51 Tore) im gesicherten Mittelfeld ab – ein versöhnlicher Abschluss für den UFC, der in der Rückrunde wochenlang auf den ersten Heimsieg warten musste und ihn dann ausgerechnet gegen den Abstiegskandidaten in historischer Deutlichkeit feierte.
Fazit
Martinovic' Gala-Vorstellung und der höchste Saisonsieg bescherten den Hausherren einen denkwürdigen Saisonabschluss. Stockerau dagegen muss nach nur einer Spielzeit den Gang in die Zweitklassigkeit antreten – ein Abstieg, der sich mit nur fünf Saisonsiegen und der mit Abstand schlechtesten Tordifferenz der Liga bereits lange abgezeichnet hatte.
St. Peter und Stockerau trafen 3 Mal aufeinander — St. Peter gewann 0 Mal, Stockerau 1 Mal, dazu kamen 2 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2024 zurück. Stockerau führt den Direktvergleich mit 1 Sieg aus 3 Begegnungen an. Insgesamt fielen 7 Tore in diesen Partien, im Schnitt 2.33 pro Spiel (3 für die Heimmannschaft, 4 für die Gäste). Beide Teams trafen in 3 Spielen (100%). In 1 Begegnung (33%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stockerau ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–1 im Jahr 2024.
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API-Daten: 2. Juli 2026