SV Grödig dreht 0:1-Rückstand gegen Neumarkt und gewinnt 3:1. Tabellenführer baut Vorsprung auf fünf Punkte aus.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungWie es lief
Grödig bestimmte die Anfangsphase, doch Neumarkt lauerte auf Konter. In der 28. Minute schlugen die Gäste eiskalt zu: Mohammad Sadeqi traf vom Fünfereck zur überraschenden 0:1-Führung – „mit unserer ersten wirklichen Torchance“, wie Neumarkt-Obmann Michael Thalhammer nach der Partie gegenüber Ligaportal einräumte.
Die Antwort der Gastgeber kam mit dem Pausenpfiff. Nach einer Ecke von Lesjak köpfte Neumarkts Nemanja Peric unglücklich ins eigene Netz (45.+2) – der Ausgleich zur rechten Zeit.
Nach dem Seitenwechsel legte Grödig einen Blitzstart hin. Daniel Leitz verwertete in der 48. Minute eine Flanke von Alexander Schwaighofer per Volley zum 2:1. Nur vier Minuten später war es Patrick Scheibenhofer, der nach einem Angriff über rechts platziert auf 3:1 stellte (52.).
Der Wendepunkt
Das Eigentor von Peric in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit war der entscheidende Moment. Trainer Arsim Deliu bestätigte: „Das Tor mit dem Pausenpfiff hat uns voll in die Karten gespielt.“ Grödig kam mit breiter Brust aus der Kabine und entschied die Partie binnen vier Minuten.
Die Schlüsselspieler
Daniel Leitz (Grödig) – traf per Volley zum 2:1 und leitete die Aufholjagd ein.
Patrick Scheibenhofer (Grödig) – machte mit dem 3:1 früh den Deckel drauf.
Mohammad Sadeqi (Neumarkt) – erzielte die Führung und war der auffälligste Neumarkter.
Simon Ernemann (Grödig) – musste bereits nach zehn Minuten mit Verdacht auf Muskelfaserriss vom Feld. Ihm droht laut Deliu das vorzeitige Karriereende: „Das wird wohl das Karriereende gewesen sein. Tut mir sehr leid für ihn.“
By the Numbers
Grödig dominierte die zweite Halbzeit klar. „Von Neumarkt ist danach gar nichts mehr gekommen. Wir hatten schon noch einige Dinger“, sagte Deliu. Neumarkt-Obmann Thalhammer gab ebenfalls zu: „Am Ende hat die klar bessere Mannschaft gewonnen.“ Das Spiel war das neunte Pflichtspiel in Folge, das Grödig gegen Neumarkt für sich entschied – der letzte Neumarkt-Sieg liegt über 20 Jahre zurück (21. August 2004).
Was es bedeutet
Grödig hält bei 70 Punkten nach 28 Runden und führt die Tabelle mit fünf Zählern Vorsprung auf den UFC Hallein an, der am Mittwoch in Eugendorf gefordert war. In den verbleibenden zwei Saisonspielen warten mit Schwarzach und Puch zwei Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Der Meistertitel ist zum Greifen nah.
Neumarkt bleibt trotz der Niederlage einstellig. Der neunte Platz war weitgehend abgesichert, Thalgau als Zehnter liegt fünf Punkte zurück.
Fazit
Grödig zeigte die nötige Reife nach der ersten Niederlage seit Oktober und drehte die Partie gegen einen gut organiserten Gegner. Der Titel ist nun in Griffweite – sofern die Mannschaft von Arsim Deliu die Favoritenrolle in den letzten beiden Spielen nicht mehr abgibt.
Grödig und Neumarkt trafen 3 Mal aufeinander — Grödig gewann 3 Mal, Neumarkt 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2024 zurück. Grödig führt den Direktvergleich mit 3 Siegen aus 3 Begegnungen an. Insgesamt fielen 13 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.33 pro Spiel (12 für die Heimmannschaft, 1 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (33%). In 3 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Grödig ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 5–0 im Jahr 2024.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 2. Juli 2026