Eimsbütteler TV feiert Traumstart in die Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord mit einem 4:1-Auswärtssieg bei Germania Egestorf-Langreder. Toralf Hense trifft doppelt.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungEiskalter ETV fegt über Egestorf-Langreder hinweg
Der Eimsbütteler TV hat am Samstag ein starkes Ausrufezeichen in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord gesetzt. Der Hamburger Vizemeister gewann beim 1. FC Germania Egestorf-Langreder im Stadion an der Ammerke mit 4:1 (2:0) und übernahm dank des besseren Torverhältnisses die Tabellenführung.
Dabei begann die Partie für die Gastgeber aus Niedersachsen vielversprechend. Bereits in der zweiten Minute hatte Hannes Milan die große Chance zur Führung, verzog nach einer Hereingabe aus kurzer Distanz jedoch knapp über das Tor. Nur wenige Minuten später musste ETV-Keeper Abou Fofana gegen Lasse Denker sein ganzes Können aufbieten und parierte glänzend (8.). Den anschließenden Kopfball von Milan setzte der Egestorfer Angreifer knapp neben das Tor (9.).
„Abou hat uns da die Null gehalten“, lobte ETV-Trainer Can Schultz seinen Schlussmann nach dem Spiel. „Danach haben wir unsere individuelle Qualität auf den Platz bekommen.“
Kombinationsfußball mit Ansage – Hense verwandelt sicher
Was der ETV in der 28. Minute auf der rechten Seite aufzog, war schlichtweg herausragend. Max Mbodje hielt das Leder an der rechten Eckfahne, Jon Pauli spielte einen Doppelpass mit Bamo Karim, der per Hacke weiterleitete. Pauli zog per Pirouette am Gegenspieler vorbei, legte erneut zu Mbodje ab und wurde schließlich an der Fünf-Meter-Raum-Grenze von Gean Baumgratz regelwidrig gestoppt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Toralf Hense sicher und unhaltbar zum 0:1 (28.).
„Was wir da in der Box veranstaltet haben – das war richtig hübsch“, staunte Schultz über den Kombinationslauf seiner Mannschaft. „Damit fällt danach irgendwie alles ein bisschen leichter.“
Nur drei Minuten später legten die Hamburger nach. Jasper Hölscher leitete einen Angriff ein, startete in die Tiefe und bekam den Ball per Sohle von Pauli zurück. Hölscher konnte zwar noch gebremst werden, aber Jon Pauli stand goldrichtig und staubte zum 2:0 ab (31.) – eine kalte Dusche für die spielbestimmenden Gastgeber.
Hense schnürt Doppelpack, Mbodje macht den Deckel drauf
Nach dem Seitenwechsel ähnelte das Bild der Anfangsphase. Die Niedersachsen hatten viel Ballbesitz, fanden gegen das defensive Bollwerk der Hamburger aber nur selten Mittel. Egestorf-Langreder stemmte sich gegen die Niederlage, blieb aber im letzten Drittel zu harmlos.
Stattdessen machte der ETV dort weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte. Mbodje vergab zunächst zweimal knapp (66., 68.), ehe Hense nach einem präzisen Steckpass von Mohamed frei vor Schlussmann Ruf auftauchte und seinen zweiten Treffer des Tages erzielte – 3:0 (69.).
Zehn Minuten später war die Partie endgültig entschieden. Egestorf-Langreder patzte katastrophal in der Defensive, Mbodje erlief sich das Leder, umkurvte Keeper Ruf und schob zum 4:0 ein (79.). Zwischendurch traf Nolte für die Gastgeber nur die Latte (77.).
Albrecht sorgt für Ergebniskosmetik
Kurz vor dem Abpfiff gelang den Hausherren zumindest noch der Ehrentreffer. Ruwen Albrecht traf nach einer Hereingabe am zweiten Pfosten zum 1:4 (87.). Es war ein kleiner Trost für eine Mannschaft, die über weite Strecken spielbestimmend war, aber vor dem Tor zu ineffektiv blieb.
Das anschließend ausgetragene Elfmeterschießen, das bei späterer Punkt- und Torgleichheit als erster Tiebreaker dient, gewannen ebenfalls die Hamburger – ein weiteres kleines Signal Richtung Konkurrenz.
Tabellenkonstellation: ETV und Todesfelde vorn
Durch den zeitgleichen 2:0-Erfolg des SV Todesfelde gegen den Blumenthaler SV führten nach dem ersten Spieltag der Eimsbütteler TV und der SV Todesfelde die Tabelle mit jeweils drei Punkten an. Für den Blumenthaler SV und Germania Egestorf-Langreder hieß es dagegen bereits nach dem Auftakt: Zugzwang.
„Verloren ist noch nichts“, gab sich Egestorf-Trainer Boris Besovic nach der Niederlage kämpferisch. „Wenn wir die beiden kommenden Spiele gewinnen, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.“
Der ETV hingegen reiste mit breiter Brust zurück nach Hamburg. „Natürlich war die Stimmung im Bus auf der Rückfahrt gut“, grinste Schultz. „Das Ergebnis sieht auch super aus. So gut war das Spiel dann aber auch nicht – der Verlauf hat uns in die Karten gespielt.“
Ausgangslage für den weiteren Verlauf
Die Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord wird im Modus Jeder-gegen-Jeden ausgetragen. Jedes Team hat ein Heimspiel, der dritte Spieltag findet auf neutralem Platz statt. Die beiden Erstplatzierten steigen in die Regionalliga Nord auf.
Bereits am zweiten Spieltag (3. Juni 2026) kam es zum Aufeinandertreffen der beiden Auftaktsieger: Der Eimsbütteler TV empfing den SV Todesfelde – ein Duell mit potenziellem Endspielcharakter. Parallel traf der Blumenthaler SV auf Germania Egestorf-Langreder.
Der ETV, der als Vizemeister der Oberliga Hamburg nachrückte (Meister ETSV Hamburg konnte keine Lizenzunterlagen einreichen), spielte zuletzt vor zwei Jahren in der Regionalliga und strebt die Rückkehr in die vierthöchste Spielklasse an. Für Egestorf-Langreder wäre es das vierte Regionalliga-Jahr nachdem der Klub zuletzt von 2016 bis 2019 in der vierthöchsten deutschen Spielklasse aktiv war.
Fazit
Der Eimsbütteler TV präsentierte sich beim Auftakt der Aufstiegsrunde eiskalt und effizient. Aus wenigen Chancen machten die Hamburger vier Tore – und zeigten dabei mit dem herausragend herausgespielten Führungstreffer kombinatorische Klasse. Egestorf-Langreder war über weite Strecken mindestens ebenbürtig, scheiterte aber immer wieder an der eigenen Abschlussschwäche und der gut gestaffelten ETV-Defensive. Die Weichen für einen spannenden Aufstiegskampf sind gestellt.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 18. Juni 2026
