Rapid Vienna schlägt Floridsdorfer AC 4:1 im ersten Testspiel der Vorbereitung 2026/27. Nach 0:1-Rückstand in Minute 1 dreht Rapid das Wiener Derby bei 38 Grad.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungRapid dreht Wiener Derby gegen FAC: 4:1-Testsieg nach Blitzrückstand bei 38 Grad
Acht Tage nach dem Trainingsstart hat der SK Rapid das erste Testspiel der Sommer-Vorbereitung 2026/27 gewonnen. Gegen den Stadtrivalen Floridsdorfer AC setzten sich die Hütteldorfer am Samstag im Körner Trainingszentrum trotz eines Gegentores nach 40 Sekunden souverän mit 4:1 (3:1) durch – und das bei knapp 38 Grad Celsius.
So lief die Partie
Die Partie begann mit einer kalten Dusche für die Gastgeber. Tomislav Glavan staubte bereits in der ersten Minute nach einem Abstauber zur frühen FAC-Führung ab (1.). Die Antwort von Rapid liess nicht lange auf sich warten. Ercan Kara glich in der 9. Minute nach einer Kombination über Louis Schaub und Romeo Amane aus. Rund 120 Sekunden später umkurvte Moulaye Haïdara nach einem herrlichen Zuspiel von Petter Nosa Dahl den Gästetormann und schob zur 2:1-Führung ein (11.).
Der 19-jährige Malier blieb auch danach der auffälligste Spieler. In der 23. Minute scheiterte er noch am glänzend reagierenden FAC-Keeper, doch in der 36. Minute traf er erneut – nach einer Kombination über Yusuf Demir und Ercan Kara stellte Haïdara den 3:1-Pausenstand her.
Kurz vor der Pause hatte Kara noch die Stange getroffen, und bei einem Gestocher im Fünfmeterraum verweigerte die FAC-Defensive Petter Nosa Dahl den Treffer.
Nach dem Seitenwechsel wechselte Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup komplett die Elf. Eine zweite Rapid-Mannschaft mit Spielern wie Niklas Hedl, Benjamin Böckle und Ismaïl Seydi übernahm. Der einzige Treffer im zweiten Durchgang fiel in der 67. Minute: Marco Tilio versenkte einen Weitschuss genau ins Eck – 4:1. Wenige Minuten vor Schluss parierte der FAC-Keeper einen platzierten Schuss von Lorenz Szladits mit Hilfe der Stange zum Eckball – es blieb beim 4:1.
Bei den Temperaturen von knapp 38 Grad gab es in jeder Halbzeit nach rund 15 und 30 Minuten Trinkpausen, der Schiedsrichter verzichtete auf Nachspielzeiten.
Der Wendepunkt
Der Führungstreffer von Haïdara nur zwei Minuten nach Karas Ausgleich war der entscheidende Moment. Rapid hatte den frühen Schock innerhalb von zehn Minuten nicht nur verdaut, sondern die Partie komplett gedreht. Ab der 11. Minute kontrollierten die Grün-Weissen das Geschehen und liessen den FAC bis zum Seitenwechsel kaum noch gefährlich vor das Tor kommen.
Die Schlüsselspieler
Moulaye Haïdara (Rapid, Spieler des Spiels): Der 19-jährige Offensivspieler aus Mali war der Mann des Tages. Zwei Treffer (11., 36.), dazu eine vergebene Grosschance – seine Tempodribblings und die Kombinationsfähigkeit mit Dahl und Demir waren in der ersten Halbzeit nicht zu verteidigen.
Ercan Kara (Rapid): Der Stürmer erzielte den wichtigen Ausgleich (9.) und bereitete das 3:1 durch Haïdara vor. Zudem traf er kurz vor der Pause die Stange.
Marco Tilio (Rapid): Der australische Nationalspieler setzte mit seinem Weitschusstor zum 4:1 (67.) den Schlusspunkt.
Tomislav Glavan (FAC): Blieb als Torschütze zur frühen Führung (1.) der auffälligste FAC-Spieler.
Die Zahlen – interpretiert
Rapid dominierte das Geschehen nach der Anfangsphase klar, was sich auch in den beiden Aluminiumtreffern (Kara, Szladits) und mehreren Hochkarätern widerspiegelt. Die 4:1-Führung bildet das Kräfteverhältnis zwischen einem Bundesligisten (5. Platz der Vorsaison) und einem Zweitligisten ab – zumal Rapid auf mehrere Stammkräfte verzichten musste (Bajlicz, Bolla, Gröller, Schöller, Wurmbrand mit Nationalteams; Horn, Mbuyi, Ndzie, Marcelin, Nunoo im Aufbautraining).
Dass beide Halbzeiten mit komplett unterschiedlichen Teams gespielt wurden (komplette Rotation zur Pause), relativiert statistische Vergleiche. Die zweite Rapid-Elf liess kaum Torchancen zu – ein positives Signal für Trainer Thorup.
Für FAC-Coach Mario Sonnleitner, der beim Wiener Stadtklub seine Premiere als Cheftrainer feierte, war das Spiel der erste Test gegen übermächtige Konkurrenz. Der frühe Treffer war ein positives Zeichen, die mangelnde Kompaktheit nach dem Ausgleich eine erwartbare Baustelle.
Was es bedeutet
Für Rapid war es der geglückte Start in eine sechs bis sieben Testspiele umfassende Vorbereitung. Nächste Station ist das Sommertrainingslager im oberösterreichischen Freistadt (ab 5. Juli), wo unter anderem ein Duell mit Rapid Bukarest ansteht. Das erste Pflichtspiel der Saison 2026/27 ist für den 23. Juli terminiert.
Für den FAC geht die Vorbereitung auf die Admiral 2. Liga-Saison 2026/27 weiter. Der Saisonstart ist für das Wochenende 31. Juli bis 2. August 2026 angesetzt, davor steht die 1. Runde im UNIQA ÖFB-Cup.
Fazit
Ein erwartbarer und souveräner Testspielsieg des SK Rapid, der nach dem Blitzrückstand die Klasse ausspielte. Die grösste Erkenntnis aus Hütteldorfer Sicht: Haïdara und die zweite Garde überzeugen. Der FAC um Neo-Coach Sonnleitner kann auf dem frühen Treffer aufbauen, die Defensivarbeit gegen höherklassige Gegner bleibt aber die zentrale Aufgabe der Vorbereitung.
Rivalität seit 2022
Rapid Vienna vs Floridsdorfer AC Direkter Vergleich· 4
Rapid Vienna und Floridsdorfer AC trafen 4 Mal aufeinander — Rapid Vienna gewann 0 Mal, Floridsdorfer AC 2 Mal, dazu kamen 2 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2022 zurück. Floridsdorfer AC führt den Direktvergleich mit 2 Siegen aus 4 Begegnungen an. Insgesamt fielen 12 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.00 pro Spiel (5 für die Heimmannschaft, 7 für die Gäste). Beide Teams trafen in 3 Spielen (75%). In 3 Begegnungen (75%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Floridsdorfer AC ist in den letzten 4 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–2 im Jahr 2022.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 27. Juni 2026