Hertha BSC besiegt Lokomotive Leipzig 3:1 im Testspiel. Grønning, Gouram (Traumtor) und Winkler treffen für die Berliner. Adetula gelingt der zwischenzeitliche Ausgleich.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungHertha BSC siegt 3:1 bei Lok Leipzig – Gouram-Traumtor und Winkler-Treffer entscheiden Testspiel
Soufian Gourams Traumtor aus 20 Metern und die zweite Halbzeit von Marten Winkler bescheren Hertha BSC den dritten Testspielsieg in der Sommervorbereitung. Lok Leipzig zeigt sich unter Neu-Trainer Torsten Ziegner resistent, kassiert aber dennoch eine verdiente Niederlage.
Hertha BSC hat auch das dritte Testspiel der Vorbereitung auf die Saison 2026/27 gewonnen. Der Zweitligist setzte sich am Samstag, 11. Juli 2026, vor 3.784 Zuschauern im Bruno-Plache-Stadion mit 3:1 (2:1) gegen den Regionalligisten 1. FC Lokomotive Leipzig durch. Die Tore erzielten Sebastian Grønning (31.), Soufian Gouram (37.) und Marten Winkler (53.) für die Berliner. Ayodele Adetula glich zwischenzeitlich für die Gastgeber aus (35.).
Wie es lief: Drei Tore in sechs Minuten vor der Pause
Hertha bestimmte die Partie von Beginn an. Bereits in der dritten Minute vergab Grønning eine Doppelchance, auch Kevin Sessa scheiterte aus der Distanz an Lok-Keeper Andreas Naumann (17.). Nach einer Ecke verpassten Paul Seguin, Grønning und Gouram gleich mehrfach (21.).
In der 31. Minute belohnte sich Hertha dann doch: Eine Flanke von Berner von rechts köpfte Grønning unhaltbar zur Führung ein. Die Antwort der Leipziger folgte postwendend – bei der ersten ernsthaften Gelegenheit der Gastgeber zog Adetula von links in den Strafraum und schloss flach ins lange Eck ab (35.).
Hertha schlug jedoch sofort zurück. Gouram, der zuvor schon zweimal knapp gescheitert war, zog aus rund 20 Metern ab und versenkte den Ball mit Hilfe des Innenpfostens traumhaft im Winkel (37.). Es war der Treffer des Spiels.
Der Wendepunkt: Komplette Elf ausgewechselt – sofortige Wirkung
Zur zweiten Halbzeit wechselte Hertha-Trainer Stefan Leitl die gesamte Startelf aus. Die frischen Kräfte zahlten sich sofort aus: Julian Eitschberger bediente Marten Winkler, der die Hereingabe gekonnt ins lange Eck bugsierte (53.).
Danach verpassten Kian Todorović und Josip Brekalo weitere Treffer (58./59.). Auf der Gegenseite zeichnete sich Hertha-Schlussmann Marius Gersbeck gegen Alexander Siebeck aus (63.). In der Schlussphase kam nach langer Verletzungspause auch Márton Dárdai zu Einsatzminuten (80.). Eitschberger vergab kurz vor Schluss per Einzelaktion die große Chance zum 4:1 (90.).
Spieler des Spiels: Soufian Gouram (Hertha BSC)
Gouram war der entscheidende Mann auf dem Platz. Neben seinem Traumtor aus der zweiten Reihe (37.) war er über die gesamte erste Halbzeit der aktivste Herthaner. Er verfehlte das Tor bereits in der 21. Minute nach einer Ecke und erneut aus der Distanz (22.), ehe sein 20-Meter-Schuss den Innenpfosten als Aufschlag nutzte. Der 24-Jährige setzte damit den entscheidenden Impuls, nachdem der Leipziger Ausgleich für kurze Verunsicherung gesorgt hatte.
Was die Zahlen verraten
Hertha dominierte die Partie über weite Strecken, besonders in der ersten Halbzeit. Der Ausgleich fiel mit der ersten Tormöglichkeit der Leipziger – ein Muster, das Leitl nach dem Spiel kritisierte: „Es war klar, dass wir irgendwann einen Gegentreffer kassieren würden. Dass es in diesem Spiel mit dem ersten Schuss des Gegners auf das Tor nun soweit war, ärgert uns natürlich etwas. Ansonsten haben wir vor allem vor der Pause aber überhaupt nichts zugelassen. Deswegen bin ich insgesamt auch zufrieden, obwohl es in der zweiten Halbzeit etwas wilder zuging.“ (Quelle: herthabsc.com) Die zweite Hälfte gestaltete sich offener, Gersbeck musste mehrfach eingreifen. Dennoch brachte Hertha den Vorsprung souverän ins Ziel.
Was das Spiel bedeutet
Für Hertha BSC war es der dritte Testspielsieg in Folge nach dem 9:0-Kantersieg bei Lichtenberg 47 (8. Juli 2026) und einem weiteren Erfolg zuvor. Bereits am Sonntag (12. Juli) folgt die offizielle Saisoneröffnung im Olympiapark. Am 17. Juli reist die Mannschaft von Stefan Leitl ins Trainingslager nach Kitzbühel, wo direkt der nächste Test gegen die WSG Tirol ansteht.
Für Lokomotive Leipzig war es das erste Spiel unter dem neuen Trainer Torsten Ziegner. Der Meister der Regionalliga Nordost 2025/26 zeigte phasenweise eine ansprechende Leistung, konnte den Klassenunterschied gegen einen vollprofessionellen Zweitligisten aber nicht über 90 Minuten kompensieren.
Fazit
Hertha BSC präsentiert sich in der Vorbereitung bislang formstark. Der 3:1-Sieg gegen einen wehrhaften Regionalligisten war verdient, wenn auch nicht so dominant wie die 9:0-Gala gegen Lichtenberg drei Tage zuvor. Gourams Traumtor und die geschlossene Mannschaftsleistung über beide Halbzeiten hinweg geben Grund zur Zuversicht vor dem Trainingslager in Kitzbühel. Leitls Wunsch nach personeller Klarheit – insbesondere im Fall Tjark Ernst – bleibt jedoch ein Begleitthema der Vorbereitung.
Spielereignisse
Spielereignisse zwischen Lokomotive Leipzig und Hertha BSC — 4 Tore und 0 Karten in diesem Spiel.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 15. Juli 2026

