Eintracht Braunschweig und FC Blau-Weiß Linz trennen sich 1:1 (0:0) nach 120 Minuten im Testspiel. Junior Zé trifft (63.), Manuel Maranda gleicht per Kopf aus (67.).
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSo lief die Partie
Die erste Halbzeit bot wenig Höhepunkte. Die beste Chance hatte Jovan Mijatovic bereits in der 6. Minute, als er an Linz-Keeper Valentin Ölz scheiterte. Danach neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Ein direkter Freistoß von Samuele di Benedetto (16.) und ein Fernschuss des zehnfachen Mittelfeldspielers (35.) waren die einzigen weiteren Abschlüsse der Eintracht. Die Gastgeber kamen vor der Pause zu keiner nennenswerten Torchance.
Nach 60 Minuten wechselte Eintracht-Trainer Lars Kornetka auf allen elf Positionen – eine bewusste Maßnahme, um allen Spielern Spielpraxis über 60 Minuten zu ermöglichen. Nur drei Minuten später schlug die zweite Garde zu: Über Max Marie, Lino Tempelmann und Johan Gomez kam Junior Zé in Schussposition und traf souverän zur Führung (63.).
Doch die Freude währte nur kurz. In der 67. Minute flankte Karim Conte einen Freistoß in den Strafraum, und Manuel Maranda köpfte aus kurzer Distanz zum 1:1 ein. In der Schlussphase der regulären Spielzeit hatten beide Teams weitere Gelegenheiten: Vucic schoss nach einem Linzer Konter am langen Pfosten vorbei (70.), ein technisch anspruchsvoller Dropkick von Sanoussy Ba landete zu zentral bei Ölz (76.), und Filip Ristanic köpfte für Linz an den Pfosten (88.).
In der Verlängerung von 30 Minuten war es vor allem Eintracht-Keeper Benjamin Uphoff, der sich auszeichnete. Er parierte stark gegen Nico Grimbs (100.). Auf der anderen Seite traf Johan Gomez nur das Außennetz (107.). Am Ende blieb es beim leistungsgerechten Remis.
Der Wendepunkt: Kornetkas Rundumwechsel
Die Entscheidung von Lars Kornetka, nach 60 Minuten die komplette Startelf auszuwechseln, brachte sofortige Wirkung. Die zweite Formation brachte mit Junior Zé die Führung, offenbarte aber auch Abstimmungsprobleme, die Linz prompt zum Ausgleich nutzte. Der Wechsel war ein kalkulierter Test – und zeigte beide Seiten einer Mannschaft in der Formierungsphase.
Die Schlüsselspieler
Junior Zé (Eintracht Braunschweig): Der Mittelfeldspieler traf nach seiner Einwechslung in der 60. Minute nur drei Minuten später zur Führung. Er war der auffälligste Akteur der zweiten Eintracht-Elf.
Manuel Maranda (FC Blau-Weiß Linz): Der Innenverteidiger köpfte den wichtigen Ausgleich und war defensiv über die gesamten 120 Minuten ein sicherer Rückhalt.
Benjamin Uphoff (Eintracht Braunschweig): Der Keeper zeigte in der Verlängerung eine starke Parade gegen Grimbs (100.) und hielt Braunschweig im Spiel.
Valentin Ölz (FC Blau-Weiß Linz): Der Linzer Schlussmann parierte Mijatovics frühe Großchance (6.) und hielt in der ersten Hälfte seinen Kasten sauber.
Spieler des Spiels: Manuel Maranda – sein Tor und seine defensive Stabilität gaben Linz die nötige Sicherheit.
By the Numbers – interpretiert
Die Statistik des Spiels spiegelt eine ausgeglichene Begegnung wider. Die 120 Minuten Spielzeit – eine Verlängerung, die in Testspielen selten ist – verdeutlicht den Trainingscharakter: Beide Trainer wollten Belastung und Spielpraxis, nicht unbedingt den Sieg. Die frühe Chance von Mijatovic (6.) war der einzige xG-hohe Moment der ersten Hälfte. In der zweiten Hälfte und der Verlängerung verteilten sich die Chancen gleichmäßig – Ristanics Pfostentreffer (88.) und Uphoffs Parade (100.) waren die nennenswertesten.
Was es bedeutet
Für den FC Blau-Weiß Linz war es der letzte Test vor dem Pflichtspielstart. Am Dienstag, 21. Juli, trifft die Mannschaft von Trainer Michael Köllner im ÖFB-Cup auf den SV Gurten. Die Linzer, die in der abgelaufenen Saison aus der Bundesliga abgestiegen sind, streben in der 2. Liga den sofortigen Wiederaufstieg an. Köllner zeigte sich zufrieden: „Genau so einen Test haben wir uns zum Abschluss der Vorbereitung gewünscht. Wir sind sehr zufrieden, dass wir die gesamte Vorbereitung ungeschlagen abgeschlossen haben.“
Eintracht Braunschweig setzt die Vorbereitung auf die Zweitliga-Saison 2026/27 fort. Die Löwen hatten in der Vorsaison mit 37 Punkten den 15. Platz belegt und dem Abstieg nur knapp entrinnen können. Das Trainingslager in Windischgarsten dauerte von Donnerstag bis Sonntag. Nächster Test für die Kornetka-Elf: am 26. Juli gegen einen noch nicht genannten Gegner.
Fazit
Ein intensives Testspiel mit 120 Minuten, das beiden Trainern wertvolle Erkenntnisse lieferte. Junior Zé unterstrich seine starke Form, Manuel Maranda seine Kopfballstärke. Die Eintracht zeigte zwei unterschiedliche Gesichter – die erste Elf solide, die zweite mit mehr Offensivdrang, aber auch Abstimmungsdefiziten. Für Linz war es ein gelungener Abschluss einer ungeschlagenen Vorbereitung.
Das Spiel wurde vor 1.808 Zuschauern im Hofmann Personal Stadion ausgetragen, darunter rund 100 mitgereiste Eintracht-Fans.
Spielereignisse
Spielereignisse zwischen FC BW Linz und Eintracht Braunschweig — 2 Tore und 0 Karten in diesem Spiel.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 19. Juli 2026
