Phönix Lübeck und Greifswalder FC trennen sich 1:1 im letzten Test vor dem Regionalliga-Start. Kroll-Thiel trifft für den GFC, Touray gleicht per Traumtor aus.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSo lief die Partie
Die erste dicke Chance gehörte dem GFC: Bereits in der vierten Minute legte Robert Leipertz auf Marcus Niemitz auf, dessen Abschluss Phönix-Keeper Tim Kips über die Ecke lenkte. Die Lübecker übernahmen in der Folge die Spielkontrolle, blieben in den Abschlüssen aber zu ungenau. Nach 22 Minuten kombinierte sich der GFC stark über die rechte Seite: Kapitän Patrick Semic brach nach einem Doppelpass mit Grace Bokake Bolufe durch, umkurvte Kips und legte quer – Phönix-Kapitän Fabio Maiolo klärte vor dem einschussbereiten Leipertz.
In der 30. Minute die größte Chance für Phönix: Schiedsrichter Jannik Roman zeigte nach einer unübersichtlichen Situation auf den Elfmeterpunkt. Arthur Inaka trat an, scheiterte aber an GFC-Keeper Jakub Jakubov, der auch den Nachschuss entschärfte. Kurz vor der Pause hatte Kay Seidemann nach einer abgefälschten Flanke von Janis Juckel die nächste Gelegenheit, setzte den Ball aber zu zentral.
Nach dem Seitenwechsel dauerte es bis zur 61. Minute, ehe der Bann fiel. Ein Befreiungsschlag von Lukas Walchhütter landete bei Colin Kroll-Thiel, der sich im Zweikampf gegen Karim Hüneburg durchsetzte und zur GFC-Führung einschoss. Nur zehn Minuten später hätte der GFC auf 2:0 erhöhen können: Nach einem Foul an Kroll-Thiel gab es erneut Elfmeter. McMoordy Hüther, gerade erst eingewechselt, übernahm Verantwortung – schoss den Ball jedoch deutlich über das Tor.
In der Schlussphase sorgten zahlreiche Wechsel auf beiden Seiten für wenig Spielfluss. Eine Viertelstunde vor dem Ende prüfte Musa Alkan noch einmal Kips. Dann schlug Phönix zurück: In der 84. Minute konterten die Lübecker über die linke Seite, Ousman Touray zog nach innen und traf aus rund 20 Metern mit einem sehenswerten Schuss ins lange Eck zum 1:1-Endstand.
Der Wendepunkt
Der vergebene Elfmeter von McMoordy Hüther in der 71. Minute war der entscheidende Moment. Mit einem 2:0 hätte der GFC die Partie vorzeitig entscheiden können. Stattdessen blieb Phöniz im Spiel und belohnte sich acht Minuten vor Schluss durch Tourays Fernschuss. Die verpasste Vorentscheidung kostete den GFC den verdienten Testspielsieg.
Die Spieler des Spiels
Colin Kroll-Thiel (GFC): Erzielte das Führungstor und holte den zweiten Elfmeter heraus. War über die gesamte Spielzeit der gefährlichste Offensivspieler auf dem Platz. Note: 1,5
Jakub Jakubov (GFC): Parierte einen Elfmeter und blieb auch bei den Nachschüssen siegreit. Hielt den GFC in der ersten Hälfte im Spiel. Note: 2,0
Ousman Touray (Phönix Lübeck): Kam nach der Pause und traf mit einem herausragenden Distanzschuss zum Ausgleich. Sein Tor war das einzige echte Highlight der Lübecker Offensive. Note: 2,0
Fabio Maiolo (Phönix Lübeck): Der Kapitän klärte mehrfach in höchster Not, unter anderem auf der Torlinie gegen Leipertz. Note: 2,5
Spieler des Spiels: Colin Kroll-Thiel
Die Zahlen – interpretiert
Der GFC beendete die Vorbereitung mit insgesamt 56 erzielten und nur sieben Gegentoren in acht Testspielen – eine beeindruckende Bilanz, die allerdings durch Spiele gegen unterklassige Gegner wie den FSV Blau-Weiß Greifswald (10:1) oder den SV Eintracht Zinnowitz (22:0) verzerrt wird. Gegen gleichwertige oder stärkere Gegner wie den Hamburger SV U21 (1:1), den FC Hansa Rostock (0:3) und Phönix Lübeck (1:1) war die Ausbeute deutlich verhaltener. Die zwei vergebenen Elfmeter in diesem Spiel unterstreichen zudem, dass die Abschlusssicherheit unter Druck noch ausbaufähig ist.
Was das Ergebnis bedeutet
Für den Greifswalder FC endet die Vorbereitungsphase mit einem soliden, aber nicht überragenden Gesamteindruck. Am 26. Juli 2026 startet der GFC auswärts beim Halleschen FC in die neue Regionalliga-Nordost-Saison (Anstoß: 13:00 Uhr). Phönix Lübeck hatte einen Tag zuvor im SHFV-Landespokal eine Gala abgeliefert und testete mit kurzer Regenerationszeit gegen den Nordost-Regionalligisten – ein Faktor, den Trainer Kevin Wölk nach dem Spiel positiv hervorhob. Der GFC verstärkte sich zudem am Spieltag mit dem 23-jährigen Offensivspieler Fodelcio Gomes Pereira.
Fazit
Ein typisches Testspiel zum Ende einer intensiven Vorbereitung: Der GFC zeigte über weite Strecken die reifere Leistung, ließ aber die Chancenverwertung vermissen. Phöniz Lübeck bewies Moral und nutzte die individuelle Klasse von Touray zum späten Ausgleich. Für beide Teams gilt: Der Feinschliff im Abschluss muss bis zum Pflichtspielstart sitzen.
Rivalität seit 2024
Phönix Lübeck vs Greifswalder FC Direkter Vergleich· 1
Phönix Lübeck und Greifswalder FC trafen 1 Mal aufeinander — Phönix Lübeck gewann 0 Mal, Greifswalder FC 0 Mal, dazu kamen 1 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2024 zurück. Insgesamt fielen 2 Tore in diesen Partien, im Schnitt 2.00 pro Spiel (1 für die Heimmannschaft, 1 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (100%). In 0 Begegnungen (0%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 1–1 im Jahr 2024.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 19. Juli 2026
