Nice besiegt Marseille 3:0 in Genesios erstem Test. Mantsounga (20.), Diop (42.) und Camara (68.) treffen bei strömendem Regen an der Commanderie.
Match-Videos
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungWie es lief
Vor den Kameras von Ligue 1+ und bei strömendem Regen begann Marseille druckvoll. Igor Paixao hatte die ersten Gelegenheiten, scheiterte aber zweimal an Nices Schlussmann Teddy Boulhendi, dem Neuzugang von Bourg-en-Bresse. Nach einer Viertelstunde waren die Rollen vertauscht.
Brad-Hamilton Mantsounga brachte Nice in der 20. Minute in Führung, als er eine schöne Kombination der Aiglons zum 1:0 abschloss. Noch vor der Pause legte Sofiane Diop nach (42.): Nach einem missglückten Klärungsversuch der Marseille-Defensive staubte der Mittelfeldspieler aus kurzer Distanz ab – 2:0 zur Pause.
In der zweiten Hälfte drängte Marseille auf den Anschluss. Keyliane Abdallah traf in der 52. Minute nur die Latte. Statt des Ausgleichs fiel auf der Gegenseite das 3:0: Victor Orakpo bediente den 18-jährigen Abdoulaye Camara, der aus kurzer Distanz einschob (68.).
Der Wendepunkt
Marseilles Aluminiumtreffer in der 52. Minute – Abdallahs Schuss klatschte an die Latte – hätte die Partie kippen können. Stattdessen konterte Nice eiskalt und machte durch Camara den Deckel drauf. Es war der Moment, der OM endgültig die Hoffnung auf ein Comeback nahm.
Die Schlüsselspieler
- Teddy Boulhendi (Nice): Der Torhüter hielt seinen Kasten mit mehreren starken Paraden sauber, allen voran gegen Paixao in der Anfangsphase. Eine vielversprechende Vorstellung des Neuzugangs.
- Sofiane Diop (Nice): Traf zum vorentscheidenden 2:0 kurz vor der Pause und war über 90 Minuten der aktivste offensive Mittelfeldspieler auf dem Platz.
- Brad-Hamilton Mantsounga (Nice): Der Torschütze zum 1:0 leitete den Kantersieg ein und war stets gefährlich.
Spieler des Spiels: Teddy Boulhendi (Nice)
Zahlen und Fakten
Der 3:0-Endstand spiegelt eine Partie wider, in der Nice seine Chancen eiskalt nutzte, während Marseille trotz Überlegenheit in der Anfangsphase an Boulhendi und der Latte scheiterte. Die 0:2-Pausenführung war das Ergebnis effizienter Chancenverwertung der Gäste – aus wenigen Gelegenheiten machten sie zwei Tore. In der zweiten Hälfte kontrollierte Nice das Geschehen und ließ Marseille kaum noch gefährliche Aktionen zu.
Was das Ergebnis bedeutet
Für Bruno Genesio war es der erste Test als Marseille-Trainer – und gleich eine herbe Pleite. Allerdings fehlten mit Nayef Aguerd, Facundo Medina und Leonardo Balerdi gleich drei wichtige Defensivkräfte. Die junge Abwehr um Hilan Hamzaoui und Kelyann Bezahaf zahlte Lehrgeld. Nächste Station für OM ist ein Test gegen Nîmes am 30. Juli, bevor es am 9. August gegen Athletic Bilbao und am 14. August gegen Atletico Madrid geht.
Nice bestätigte den starken Eindruck aus dem 4:0 gegen Nîmes eine Woche zuvor und ist mit zwei Siegen in die Vorbereitung gestartet. Als nächstes wartet Juventus, dann Cagliari (8. August) und Hull City (15. August), ehe der Ligue-1-Auftakt am 22. August gegen Lorient ansteht.
Fazit
Nice präsentierte sich effizient und abgeklärt, Marseille hingegen noch unfertig in der Defensive. Genesio hat noch drei Wochen, um seine Mannschaft für den Saisonstart am 21. August gegen Strasbourg einzustellen. Der 0:3-Test gegen den Rivalen aus Nizza war ein ernüchternder Auftakt.
Marseille und Nice trafen 34 Mal aufeinander — Marseille gewann 16 Mal, Nice 12 Mal, dazu kamen 6 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Marseille führt den Direktvergleich mit 16 Siegen aus 34 Begegnungen an. Insgesamt fielen 104 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.06 pro Spiel (57 für die Heimmannschaft, 47 für die Gäste). Beide Teams trafen in 20 Spielen (59%). In 19 Begegnungen (56%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 4–5 im Jahr 2014.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 1. Aug. 2026
