Wrexham W feiert historischen 4:2-Sieg gegen Pyunik W in der UEFA Women's Champions League – Lili Jones trifft traumhaft zum 2:1.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungHistorischer Champions-League-Sieg: Wrexham W bezwingt Pyunik W 4:2 – Lili Jones trifft traumhaft
Wrexham W hat am 22. Juli 2026 im Racecourse Ground seine historische Premiere in der UEFA Women's Champions League gefeiert: Die Waliserinnen besiegten den armenischen Meister Pyunik W mit 4:2 (1:1) und zogen ins Finale der 1. Qualifikationsrunde ein. Es war der erste Sieg einer walisischen Frauenmannschaft in einem europäischen Wettbewerb seit Cardiff Met in der Saison 2019/20.
So verlief die Partie
Die Partie begann denkbar schlecht für die Gastgeberinnen. In der 9. Minute nutzte Susanna Badalyan eine schwache Klärungsaktion von Wrexham-Torhüterin Liz Craven und lupfte den Ball aus der Distanz zum 1:0 für Pyunik ins Netz – Vorarbeit von A. Karapetyan.
Doch Wrexham schlug postwendend zurück. Nur zwei Minuten später, in der 11. Minute, durchbrach Flügelspielerin Faye Hillier-Knox die armenische Defensive auf der linken Seite und legte mustergültig quer. Katie Barker drückte den Ball aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich über die Linie – das erste Europapokaltor einer walisischen Frauenmannschaft seit sechs Jahren.
In der 33. Minute sah Pyuniks C. Puebla die Gelbe Karte. Bis zur Pause blieb es beim Unentschieden, obwohl Wrexham durch Barker und Sarah Harvey weitere Chancen hatte.
Vier Minuten nach Wiederanpfiff schlug die große Stunde von Lili Jones. In der 50. Minute zog die Waliserin aus spitzem Winkel ab – ihr Schuss touchierte leicht abgefälscht die Unterkante der Latte und senkte sich zum 2:1 für Wrexham ins Netz. Es war ein Tor der Marke Weltklasse, das die Kommentatoren später mit ihrem legendären Treffer gegen Swansea vor drei Saisons verglichen.
In der 62. Minute erhöhte Ava Suckley auf 3:1. Jones' Schuss wurde von Pyunik-Torhüterin Amber Lockwood nicht festgehalten, und Suckley staubte aus kurzer Distanz ab.
Doch Pyunik gab sich nicht geschlagen. Nur zwei Minuten später, in der 64. Minute, traf Luiza Ghazaryan mit einem unhaltbaren Distanzschuss ins rechte obere Eck – 2:3. Die Armenierinnen waren zurück im Spiel.
In der Schlussphase drängte Pyunik auf den Ausgleich, während Wrexham auf Konter lauerte. In der 90. Minute machte die eingewechselte Natasha Thomas (Neuzugang im Sommer) mit einem platzierten Abschluss den Deckel drauf: 4:2. In der Nachspielzeit traf Thomas sogar noch die Latte.
Der Schlüsselmoment
Lili Jones' Traumtor in der 50. Minute war der Wendepunkt. Nach dem 1:1 zur Pause brauchte Wrexham ein Zeichen – und Jones lieferte es mit einem technisch perfekten Schuss aus spitzem Winkel, der die Unterkante der Latte touchierte. Das Tor gab den Gastgeberinnen das Selbstvertrauen, das Spiel zu dominieren, und legte den Grundstein für die zwei weiteren Treffer.
Die Spielerinnen des Spiels
Lili Jones (Wrexham W) – Ein Tor wie aus dem Bilderbuch (50.) und die Vorarbeit zum 3:1 durch Suckley. Die walisische Nationalspielerin war die zentrale Figur im Angriffsspiel der Gastgeberinnen und verdiente sich die Auszeichnung zur Spielerin des Spiels.
Katie Barker (Wrexham W) – Der schnelle Ausgleich in der 11. Minute nach dem frühen Rückstand war entscheidend für die Moral. Die ehemalige Newcastle-Stürmerin zeigte zudem mehrere gefährliche Abschlüsse.
Faye Hillier-Knox (Wrexham W) – Die Vorlage zum 1:1, dazu eine spektakuläre Einzelaktion in der Schlussphase, bei der sie mehrere Gegenspielerinnen ausspielte, aber am Tor vorbeizielte. Sie war über die gesamten 90 Minuten ein Unruheherd auf der linken Seite.
Luiza Ghazaryan (Pyunik W) – Ihr prachtvoller Distanzschuss zum 2:3 in der 64. Minute hielt die Partie bis zum Schluss offen. Die armenische Spielerin des Jahres 2025/26 zeigte ihre individuelle Klasse.
By the Numbers – interpretiert
Der 4:2-Endstand spiegelt die Effizienz von Wrexham in den entscheidenden Momenten wider. Pyunik ging früh in Führung und verkürzte nach dem 1:3 auf 2:3, fand aber in der Schlussphase kein Durchkommen mehr gegen die stabile Wrexham-Defensive. Wrexhams schnelle Antworten auf die beiden Pyunik-Tore (jeweils innerhalb von maximal zwei Minuten) waren der Schlüssel zum Sieg – die Mannschaft von Trainerin Jenny Sugarman zeigte eine bemerkenswerte Resilienz.
Was das Ergebnis bedeutet
Wrexham W steht im Finale der 1. Qualifikationsrunde der Gruppe 3 und trifft dort am Samstag, den 25. Juli 2026, auf den lettischen Meister Riga FC, der zuvor Glentoran mit 4:1 besiegte. Sollte Wrexham auch dieses Finale gewinnen, geht es in der 2. Qualifikationsrunde weiter – mögliche Gegner wären unter anderem HB Køge (Dänemark), Gintra (Litauen) oder Hearts (Schottland).
Für Pyunik W endet der Europapokal-Auftritt damit bereits nach dem ersten Spiel. Die Armenierinnen hatten in der Vorsaison alle 18 Ligaspiele gewonnen, waren aber gegen die widerstandsfähigen Waliserinnen letztlich chancenlos.
Trainerin Jenny Sugarman sagte nach dem Spiel gegenüber BBC Sport Wales: »Manchmal machen wir es uns nicht einfach, aber ich denke, jeder genießt diese Dramatik. In Rückstand zu geraten und so schnell zurückzukommen – das ist entscheidend, sonst gibt man dem Gegner die Oberhand.«
Fazit
Wrexham W hat sich mit einer leidenschaftlichen und effizienten Vorstellung ein Stück europäische Fußballgeschichte gesichert. Der erste Champions-League-Sieg der Vereinsgeschichte (Frauen und Männer) war hochverdient, auch wenn die defensive Anfälligkeit gegen Badalyan und Ghazaryan Anlass zur Vorsicht für das Finale am Samstag gibt. Mit Lili Jones in dieser Form ist jedoch alles möglich.
Spielereignisse
Vorlage: A. Karapetyan
Vorlage: F. Hillier-Knox
Vorlage: M. Koyari
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 2. Aug. 2026
