Deutschland schlägt die Elfenbeinküste in der WM-Gruppenphase 2:1 – Joker Deniz Undav dreht mit einem Doppelpack (68., 90.+4) die Partie nach Kessié-Führung (30.).
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungDramatische Wende in Toronto: Undav-Doppelpack schießt DFB-Elf ins Achtelfinale
Die deutsche Nationalmannschaft hat im zweiten Gruppenspiel der WM 2026 eine charakterstarke Leistung gezeigt und sich durch einen 2:1 (0:1)-Erfolg gegen die Elfenbeinküste vorzeitig für die K.o.-Runde qualifiziert. Vor 43.036 Zuschauern im ausverkauften BMO Field von Toronto avancierte Joker Deniz Undav mit einem Doppelpack (68., 90.+4) zum Matchwinner, nachdem die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann lange einem Rückstand hinterhergelaufen war.
Erste Hälfte: Deutsche Dominanz ohne Ertrag
Die DFB-Elf begann druckvoll und erspielte sich früh gute Gelegenheiten. Kai Havertz köpfte nach einer Kimmich-Flanke aufs untere Eck, doch Ivoriens Schlussmann Yahia Fofana parierte sicher (10.). Jamal Musiala zog aus 16 Metern wuchtig ab, verfehlte das Ziel aber knapp (18.).
In der 22. Minute schien die deutsche Führung fällig: Nach einer Ecke setzte sich Aleksandar Pavlovic im Luftzweikampf durch und köpfte ein – doch Schiedsrichter Juan Gabriel Benitez aus Paraguay entschied auf Foul des Mittelfeldspielers, der den Ball nicht berührt hatte. Auch ein Treffer von Havertz wurde kurz vor der Pause wegen eines vorausgegangenen Foulspiels aberkannt (38.).
Kessié bestraft deutsche Nachlässigkeit
Die Elfenbeinküste, die ungeschlagen durch die WM-Qualifikation marschiert war, lauerte auf Konter – und schlug eiskalt zu. Wieder einmal setzte sich Flügelflitzer Yann Diomande auf der rechten Seite gegen Joshua Kimmich durch. Seine Hereingabe konnte Nathaniel Brown zunächst noch blocken, doch den Nachschuss drückte Kapitän Franck Kessié aus fünf Metern über die Linie (30.). Ein Gegentreffer mit Ansage, bei dem die deutsche Defensive zu wenig Unterstützung bot.
Nagelsmann reagiert mit Dreifachwechsel
Auch nach der Pause hatte Deutschland zunächst Probleme. Die Ivorer kamen selbstbewusst aus der Kabine und nutzten Ballverluste im deutschen Mittelfeld. Kessié zog aus dem Zentrum davon, scheiterte aber an Manuel Neuer (50.). Nur eine Minute später schoss Inao Oulai aus aussichtsreicher Position drüber, und Diomande vergab freistehend (56.).
In der 60. Minute zog Bundestrainer Nagelsmann die Notbremse und brachte mit einem Dreifachwechsel frisches Personal: Deniz Undav, Jamie Leweling und Nadiem Amiri ersetzten Jamal Musiala, Leroy Sané und Aleksandar Pavlovic. Es sollte sich als goldrichtige Entscheidung erweisen.
Undavs Moment: Traumvolley stellt die Weichen neu
Nach einer Kimmich-Ecke köpfte Havertz zunächst am Tor vorbei (64.), doch dann schlug die Stunde des Jokers. Nadiem Amiri flankte aus dem Halbfeld mit Zug vors Tor. Dort hatte sich Undav von seinem Bewacher gelöst und drosch den Ball volley und unhaltbar zum 1:1 ins Netz (68.). Der Stuttgarter, der bereits beim 7:1 gegen Curacao nach seiner Einwechslung getroffen hatte, war erneut zur Stelle.
Nervenkrimi bis zur letzten Minute
Der Ausgleich brachte jedoch keine sofortige deutsche Dominanz. Die Partie blieb offen, beide Teams suchten den Sieg. In der 88. Minute rettete der eingewechselte Leon Goretzka in höchster Not – die Elfenbeinküste hätte das Spiel entscheiden können. Auf der anderen Seite scheiterte Brown an Fofana (89.), auch Amiri konnte den ivorischen Keeper nicht bezwingen (90.+1).
Doch die Entscheidung fiel auf der Gegenseite: Einen harten Vertikalpass von Felix Nmecha nahm Undav mustergültig mit und schob den Ball eiskalt zum 2:1 ins lange Eck (90.+4). Der BMO Field explodierte – Deutschland hatte die Partie in der Nachspielzeit gedreht.
Stimmen zum Spiel
Bundestrainer Julian Nagelsmann zeigte sich nach dem Abpfiff erleichtert: „Deniz ist ein brutaler Finisher. Die Mannschaft ist füreinander da gewesen. Am Ende finde ich den Sieg schon verdient. Wir haben die Mutschraube gedreht.“
Abwehrchef Jonathan Tah lobte die Moral des Teams: „Das ist genau das, was man braucht, um in einem Turnier erfolgreich zu sein. Wir haben immer dran geglaubt. Undavs Einsatz war überragend – er konzentriert sich nur auf seine Aufgabe.“
Ivoriens Trainer Emerse Faé haderte: „Details haben den Unterschied gemacht. Wir hätten das 2:0 und auch das 2:1 machen können. Die Enttäuschung ist natürlich groß.“
Statistik spricht für Deutschland
Die DFB-Elf hatte mit 59 % Ballbesitz, 16 Torschüssen (7 aufs Tor) und einem Expected-Goals-Wert von 1,83 ein deutliches Übergewicht. Die Elfenbeinküste kam auf 41 % Ballbesitz, 9 Schüsse (2 aufs Tor) und einen xG von 1,23. Mit acht Ecken zu drei setzte Deutschland zudem Standards. Gelbe oder rote Karten gab es in einer fairen Partie keine.
Ausblick: Achtelfinale zum Greifen nah
Durch den zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel hat Deutschland bei der WM 2026 vorzeitig die K.o.-Runde erreicht. Die Nagelsmann-Elf präsentiert sich trotz durchwachsener Phasen als Turniermannschaft mit ausgeprägter Comeback-Qualität – angeführt von einem Joker, der in dieser Form zum Unterschiedsspieler werden könnte.
Spielereignisse
Spielereignisse zwischen Deutschland und Elfenbeinküste — 3 Tore und 0 Karten in diesem Spiel.
Vorlage: N. Amiri
Vorlage: F. Nmecha
Spielstatistiken
Deutschland hatte 59% Ballbesitz gegenüber 41% von Elfenbeinküste. Deutschland verzeichnete 16 Schüsse (7 aufs Tor), Elfenbeinküste kam auf 9 (2 aufs Tor). Ecken: 8–3. Fouls: 5–7.
Aktuelle Form
In den letzten 6 Spielen holte Deutschland 6 Siege, 0 Remis und 0 Niederlagen. Elfenbeinküste zeigt 4 Siege, 1 Remis und 1 Niederlage aus 6 Partien.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 22. Juni 2026
