Spanien besiegt Belgien im WM-Viertelfinale 2:1. Joker Mikel Merino nutzt in der 88. Minute einen Torwartfehler von Lammens, Fabián Ruiz und De Ketelaere treffen in Hälfte eins.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSo lief die Partie
Spanien dominierte von Beginn an den Ballbesitz, Belgien lauerte auf Konter. In der 30. Minute fiel die Führung für die Furia Roja: Lamine Yamal und Pedro Porro kombinierten sich durch die linke Defensivseite der Belgier, Porros flache Hereingabe fand Dani Olmo, dessen zentralen Flachschuss Thibaut Courtois nur abklatschen ließ. Fabián Ruiz staubte aus kurzer Distanz zum 1:0 ab (30.).
Spanien blieb dominant, Yamal scheiterte mit einem Freistoß und einem Schlenzer ans Außennetz (40.). Doch dann schlugen die Belgier eiskalt zu: Timothy Castagne flankte von rechts auf Charles De Ketelaere, der sich vor Pau Cubarsí schob und per Kopf zum 1:1 traf (41.). Es war das erste Gegentor für Spanien im gesamten Turnier – die Serie von 649 WM-Minuten ohne Gegentreffer war gerissen. Cubarsí sah kurz darauf Gelb (43.).
Nach der Pause blieb Spanien überlegen. Yamal und Oyarzabal (63.) prüften Courtois, der mehrfach glänzend parierte. In der 71. Minute dann der Schock für Belgien: Courtois musste unter Tränen mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden, Senne Lammens kam für ihn.
In der Schlussphase erhöhte Spanien den Druck. Kevin De Bruyne sah Gelb (85.) wegen eines taktischen Fouls und wurde wenig später ausgewechselt (86.). In derselben Minute brachte Spaniens Trainer Luis de la Fuente Mikel Merino für Dani Olmo.
Der Schlüsselmoment
Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung entschied Merino die Partie. Pau Cubarsí zog aus der zweiten Reihe ab – ein harmlos wirkender Distanzschuss. Lammens ließ den Ball nach vorne klatschen, und Merino staubte aus kurzer Distanz zum 2:1 ab (88.). Der Patzer des eingewechselten Ersatzkeepers besiegelte Belgiens Schicksal.
"Ja, ich gewöhne mich so langsam daran. Wieder bin ich reingekommen, wieder habe ich den entscheidenden Treffer erzielt", sagte Merino nach der Partie gegenüber der Sportschau. Es war das zweite Mal im Turnier, dass der Joker von der Bank kam und spät traf – bereits im Achtelfinale gegen Portugal hatte er in der Schlussphase den Siegtreffer erzielt.
Die Schlüsselspieler
Mikel Merino (Spanien) – Spieler des Spiels. Kam in der 86. Minute, traf in der 88. Nur zwei Minuten brauchte der 30-Jährige, um das Spiel zu entscheiden. Bereits sein zweites spätes Siegtor im Turnier.
Fabián Ruiz (Spanien) – Eröffnete den Torreigen mit seinem Abstauber in der 30. Minute und war über 55 Minuten lang die Schaltzentrale im Mittelfeld.
Thibaut Courtois (Belgien) – Hielt Belgien mit mehreren Glanzparaden im Spiel, bis ihn die Oberschenkelverletzung in der 71. Minute zum Verlassen des Platzes zwang. Seine schmerzliche Auswechslung war der Wendepunkt.
Charles De Ketelaere (Belgien) – Erzielte den wichtigen Ausgleich per Kopf kurz vor der Pause und beendete Spaniens beeindruckende Serie von 649 Minuten ohne Gegentor.
By the Numbers – interpretiert
Spanien dominierte die Partie erwartungsgemäß in Ballbesitz und Torschüssen. Die 2:1-Führung gab den Spielverlauf jedoch nur unzureichend wieder: Spanien erspielte sich über die gesamten 90 Minuten zahlreiche Halbchancen, scheiterte aber immer wieder an Courtois oder der eigenen Abschlussschwäche. Die xG-Werte (Quelle: ESPN) spiegelten Spaniens Überlegenheit wider, doch erst der Torwartfehler von Lammens nach einem harmlosen Distanzschuss brachte die Entscheidung. Belgiens Effizienz vor der Pause – ein Tor aus einer einzigen echten Chance – hielt die Partie bis zur 88. Minute offen.
Was es bedeutet
Spanien steht zum ersten Mal seit 2010 wieder in einem WM-Halbfinale. Am Dienstag, den 14. Juli 2026 (21:00 Uhr MEZ), trifft die Furia Roja im SoFi Stadium auf Frankreich, das sich zuvor souverän gegen Marokko durchgesetzt hatte. Es ist das Duell der vielleicht besten Defensive (Spanien) gegen die stärkste Offensive (Frankreich) des Turniers.
Für Belgien endet die WM 2026 im Viertelfinale – eine bittere Enttäuschung für die "Roten Teufel", die zusätzlich mit mehreren Verletzungen zu kämpfen hatten. Youri Tielemans fiel bereits vor dem Spiel nach einer Verletzung im Aufwärmen aus, Courtois musste verletzt vom Platz.
Fazit
Spanien war über 90 Minuten die bessere Mannschaft, aber der Sieg fiel letztlich durch einen individuellen Fehler – nicht durch eigene Überlegenheit im Abschluss. Merino bestätigt seinen Status als Spaniens effektivster Joker. Belgien hielt lange mutig dagegen, scheiterte aber am eigenen Verletzungspech und einem kapitalen Torwartpatzer. Das Halbfinale gegen Frankreich verspricht ein Duell auf Augenhöhe.
Spielereignisse
Vorlage: T. Castagne
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API-Daten: 15. Juli 2026

