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Sucht

Sucht im Glücksspielkontext bezeichnet ein zwanghaftes Spielverhalten, das trotz negativer Konsequenzen anhält und als anerkannte psychische Erkrankung gilt.

Was ist Spielsucht?

Spielsucht ist eine Verhaltenssucht, bei der das Glücksspiel die Kontrolle über das Leben einer Person übernimmt. Sie ist von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als psychische Störung anerkannt und im ICD-11 klassifiziert. Betroffene sind nicht in der Lage, das Spielen trotz zunehmender negativer Auswirkungen auf Finanzen, Beziehungen und Beruf zu stoppen.

Die Entstehung einer Spielsucht ist ein schleichender Prozess. Was als gelegentliche Bundesliga-Wette beginnt, kann sich über Monate oder Jahre zu einem zwanghaften Verhalten entwickeln. Neurobiologisch aktiviert Glücksspiel dasselbe Belohnungssystem im Gehirn wie andere Suchtmittel – mit der Zeit werden immer höhere Einsätze benötigt, um denselben Effekt zu erzielen.

Professionelle Hilfe in Deutschland bieten Suchtberatungsstellen, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Selbsthilfegruppen der Anonymen Spieler (Gamblers Anonymous) sowie psychiatrische Fachkliniken mit Schwerpunkt Verhaltenssucht. Frühzeitiges Handeln – etwa durch Selbstsperre oder Beratungsgespräch – ist entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung.

Beispiel

Ein Spieler erkennt, dass er täglich Sportwetten platziert, auch wenn er sich das eigentlich nicht leisten kann, und dass er Entzugserscheinungen in Form von Unruhe verspürt, wenn er nicht wettet – klare Anzeichen einer Spielsucht, für die er professionelle Hilfe sucht.

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