Was ist eine regulatorische Abkühlungsphase?
Eine regulatorische Abkühlungsphase (Cooling-off-Periode) ist eine Wartezeit, die zwischen dem Antrag auf Erhöhung oder Aufhebung eines Spielerschutzlimits und der tatsächlichen Änderung liegt. Während dieser Wartezeit bleibt das bestehende Limit in Kraft. Ziel ist es, impulsive Entscheidungen zu verhindern, die Spieler in einem Moment der Frustration oder des Verlustnachfolgens treffen könnten.
In Deutschland schreibt der Glücksspielstaatsvertrag vor, dass Erhöhungen von Einzahlungs-, Verlust- oder Einsatzlimits nicht sofort wirksam werden dürfen. Die genaue Dauer der Abkühlungsphase variiert je nach Anbieter und Limittyp, beträgt jedoch häufig zwischen 24 Stunden und 7 Tagen. Im Gegensatz dazu werden Reduzierungen von Limits immer sofort wirksam – zum Schutz des Spielers.
Die Abkühlungsphase gilt auch für die Aufhebung einer temporären Selbstsperre. Selbst wenn ein Spieler nach drei Monaten der Meinung ist, wieder kontrolliert spielen zu können, muss er die vorgeschriebene Mindestdauer seiner Sperre abwarten.
Beispiel
Ein Spieler hat ein wöchentliches Einzahlungslimit von 200 Euro gesetzt. Nach einem Spieltag mit mehreren erfolgreichen Bundesliga-Tipps möchte er das Limit auf 500 Euro erhöhen. Der Anbieter informiert ihn, dass die Erhöhung erst nach einer 48-stündigen Abkühlungsphase in Kraft tritt.