Was ist das D'Alembert-System?
Das D'Alembert-System ist ein negatives Progressions-Wettsystem, benannt nach dem französischen Mathematiker Jean le Rond d'Alembert. Das Prinzip ist einfach: Der Einsatz wird nach jedem Verlust um eine Einheit erhöht und nach jedem Gewinn um eine Einheit gesenkt. Im Gegensatz zum aggressiven Martingale-System mit seiner Einsatzverdopplung wächst der Einsatz beim D'Alembert-System deutlich langsamer und kontrollierter.
Die Grundidee hinter dem System ist die Vorstellung eines „Gleichgewichts": Auf lange Sicht würden sich Gewinne und Verluste ausgleichen. In der Praxis ist das eine Fehlannahme – jede Wette hat unabhängig von den vorherigen eine eigene Wahrscheinlichkeit. Das D'Alembert-System verringert den mathematischen Erwartungswert nicht. Es bietet jedoch ein ruhigeres Schwankungsverhalten als das Martingale-System und eignet sich für Wetter, die eine gemäßigte Progression bevorzugen.
Empfohlen wird, das D'Alembert-System ausschließlich bei Wetten mit Quoten nahe 2,00 anzuwenden und strikte Einsatzgrenzen festzulegen. Wie alle Progressionssysteme ist es auf lange Sicht kein profitabler Ansatz, kann aber kurzfristig das Wettverhalten strukturieren und Disziplin fördern.
Beispiel
Ein Wetter startet bei 5 Einheiten. Nach einem Verlust setzt er 6 Einheiten; nach einem weiteren Verlust 7 Einheiten. Folgt dann ein Gewinn, geht er auf 6 Einheiten zurück. Nach einem weiteren Gewinn setzt er 5 Einheiten – und ist damit wieder am Ausgangspunkt.