Was sind tiefe Vorstöße?
Tiefe Vorstöße (englisch: Deep Progressions) beschreiben Ballaktionen – sowohl Pässe als auch Dribblings –, die den Ball in das letzte Drittel des Gegners transportieren, also in die Zone unmittelbar vor dem gegnerischen Strafraum. Sie sind ein direkterer Indikator für Angriffsgefahr als allgemeiner Ballbesitz oder progressive Pässe, da sie die wirklich gefährlichen Vorstöße in die Nähe des Tores messen.
Eine hohe Anzahl tiefer Vorstöße pro Spiel korreliert stark mit hohen xG-Werten und damit mit einer echten Torchance-Erzeugung. Mannschaften, die viele tiefe Vorstöße erzielen, spielen nicht nur viel, sondern auch effektiv in die entscheidenden Zonen. Die Metrik hilft dabei, zwischen Mannschaften zu unterscheiden, die nur sicher den Ball zirkulieren lassen, und solchen, die aktiv gefährliche Angriffe aufbauen.
Tiefe Vorstöße sind besonders für Over/Under-Wetten und Wetten auf Chancenstatistiken wie „Team X schießt mehr als 4 Mal aufs Tor" relevant.
Beispiel
FC Bayern München verzeichnet in einem Bundesliga-Heimspiel 32 tiefe Vorstöße – deutlich mehr als der Gegner mit 8. Diese Überlegenheit spiegelt sich im xG-Wert von 3,1 zu 0,4 wider und deutet auf eine klare spielerische Dominanz hin.