Was ist ein Drawdown?
Der Drawdown – auf Deutsch oft als Verlustphase oder Drawdown-Phase bezeichnet – beschreibt den prozentualen oder absoluten Rückgang des Wettkapitals vom letzten Höchststand bis zu einem späteren Tiefpunkt. Er ist ein zentrales Maß für das Risiko einer Wettstrategie, da er zeigt, wie stark das Bankroll in schlechten Phasen einbrechen kann, bevor sich die Ergebnisse wieder erholen.
Jeder Wetter mit einem systematischen Ansatz wird früher oder später Drawdown-Phasen erleben, selbst wenn seine Strategie langfristig profitabel ist. Das liegt an der natürlichen Varianz im Wetten. Ein Drawdown von 20 Einheiten bei einem Bankroll von 100 Einheiten (20 %) ist psychologisch herausfordernd, aber bei hochquotigen Wetten durchaus normal. Entscheidend ist, dass man in einer solchen Phase diszipliniert bleibt und nicht die Einsätze erhöht (Chasing).
Für Wetter in Deutschland, die bei Wettanbietern wie Bet365 oder Bwin aktiv sind, ist es wichtig, den maximalen Drawdown ihrer Strategie im Voraus zu kennen und das Bankroll entsprechend zu dimensionieren. Eine Strategie, die historisch einen maximalen Drawdown von 30 Einheiten hat, sollte mindestens 50–100 Einheiten als Bankroll haben.
Beispiel
Ein Wetter mit einem Startbankroll von 500 Euro erreicht einen Höchststand von 600 Euro und fällt dann auf 480 Euro – der Drawdown beträgt 120 Euro bzw. 20 % vom Peak, was die Widerstandsfähigkeit der Strategie auf die Probe stellt.