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Kelly-Bruchteil

Eine angepasste Version des Kelly-Kriteriums, bei der nur ein Bruchteil des empfohlenen Einsatzes gesetzt wird (z. B. Half-Kelly oder Quarter-Kelly), um die Schwankungsbreite zu reduzieren.

Was ist der Kelly-Bruchteil?

Der Kelly-Bruchteil (englisch: Kelly Fraction) ist eine Variation des Kelly-Kriteriums, bei der nur ein Teil des mathematisch optimalen Einsatzes gesetzt wird. Das Kelly-Kriterium berechnet den Prozentsatz des Bankrolls, der bei einer Wette mit positivem Erwartungswert eingesetzt werden soll. In der Praxis empfehlen viele Profis jedoch, nur einen Bruchteil davon zu nutzen – etwa Half-Kelly (50 %) oder Quarter-Kelly (25 %).

Der Grund dafür ist die Reduktion der Volatilität. Das volle Kelly-Kriterium kann bei Pechsträhnen zu erheblichen Bankroll-Verlusten führen, da die Einsätze proportional zum aktuellen Guthaben berechnet werden und bei Verlusten schnell kleiner werden. Ein Half-Kelly reduziert das Bankroll-Wachstum leicht, verringert aber das Risiko eines starken Einbruchs drastisch.

Für Wettspieler, die einen disziplinierten und langfristig orientierten Ansatz verfolgen, ist der Kelly-Bruchteil oft die praktischere Wahl gegenüber dem vollen Kelly. Es wird empfohlen, mit Quarter- oder Half-Kelly zu beginnen und die Fraktionsgröße schrittweise anzupassen, wenn das eigene Handicapping-Niveau besser eingeschätzt werden kann.

Beispiel

Das Kelly-Kriterium empfiehlt einen Einsatz von 8 % des Bankrolls – mit Half-Kelly werden nur 4 % gesetzt, was bei einer Verlustserie den Kontostand deutlich besser schützt, auch wenn das maximale Wachstumspotenzial etwas geringer ist.

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