Was ist KYC (Know Your Customer)?
KYC steht für „Know Your Customer" (Kenne deinen Kunden) und bezeichnet den Prozess der Identitäts- und Bonitätsprüfung, den lizenzierte Glücksspielanbieter bei ihren Kunden durchführen müssen. Ziel ist es, Betrug, Geldwäsche und die Teilnahme von Minderjährigen oder gesperrten Personen zu verhindern.
Im deutschen Glücksspielmarkt ist KYC durch den Glücksspielstaatsvertrag und die Vorgaben der GGL streng geregelt. Anbieter müssen sicherstellen, dass ihre Kunden tatsächlich existieren, volljährig sind und nicht auf der OASIS-Sperrliste stehen. Typische KYC-Dokumente sind ein gültiger Personalausweis oder Reisepass sowie – bei größeren Beträgen – ein Nachweis der Mittelherkunft (Source of Funds).
KYC-Prüfungen können insbesondere bei Auszahlungen oder bei auffälligen Kontobewegungen ausgelöst werden. Kunden sollten darauf vorbereitet sein, entsprechende Dokumente zeitnah einzureichen, um Verzögerungen bei Auszahlungen zu vermeiden.
Beispiel
Nachdem ein Spieler 2.000 Euro gewonnen hat und eine Auszahlung beantragt, fordert der Anbieter im Rahmen des KYC-Prozesses eine Kopie seines Personalausweises und einen Kontoauszug als Nachweis der Mittelherkunft an.