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Lay-Wette (gegen eine Auswahl wetten)

Eine Wette auf einer Wettbörse, bei der man gegen eine Auswahl wettet und die Rolle des Buchmachers übernimmt – man kassiert den Einsatz anderer, wenn die Auswahl verliert.

Was ist eine Lay-Wette?

Eine Lay-Wette ist eine Wettform, die ausschließlich auf Wettbörsen wie Betfair oder Smarkets möglich ist. Im Gegensatz zur klassischen Wette (Back-Wette) setzt der Wettkunde bei einer Lay-Wette darauf, dass eine bestimmte Auswahl nicht gewinnt. Er schlüpft damit in die Rolle des Buchmachers und stellt für andere Wettkunden die Wette bereit.

Wenn man ein Team layiert, kassiert man den Einsatz des Gegenwetters, falls das Team verliert – trägt aber das Risiko, den Gewinn auszuzahlen, wenn das Team gewinnt. Dieser potenzielle Verlust wird als Haftung (Liability) bezeichnet und kann erheblich sein. Layiert man beispielsweise Bayern München bei einer Quote von 3,00 mit 10 € Fremdwette, beträgt die eigene Haftung 20 € (2 × 10 €).

Lay-Wetten sind ein wesentliches Instrument für Matched-Betting-Strategien und für erfahrene Wettende, die Arb-Situationen zwischen Buchmachern und Börsen ausnutzen wollen. Auf Plattformen wie Betfair sind Lay-Wetten für alle großen Bundesliga-Spiele verfügbar.

Beispiel

Man layiert Bayer Leverkusen bei Quote 2,50 mit einer Gegenwette von 20 €. Verliert Leverkusen, gewinnt man 20 €; gewinnt Leverkusen, muss man 30 € Haftung zahlen (20 € × (2,50 – 1)).

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