Was ist das Martingale-System?
Das Martingale-System ist eine der ältesten und bekanntesten Wettsysteme und stammt ursprünglich aus der Welt des Glücksspiels. Die Grundidee ist einfach: Nach jedem verlorenen Einsatz wird der nächste Einsatz verdoppelt. Gewinnt der Wetter schließlich, kompensiert dieser eine Gewinn alle vorherigen Verluste und erzielt darüber hinaus einen Gewinn in Höhe des ursprünglichen Einsatzes.
Das System klingt auf den ersten Blick überzeugend, birgt aber erhebliche Risiken. Bei einer Verluststrecke von nur sieben Niederlagen in Folge hat sich der Ausgangseinsatz bereits 128-fach vervielfacht. Bei einem Starteinsatz von 10 € müsste der achte Einsatz bereits 1.280 € betragen. Kombiniert mit den Einsatzlimits der Buchmacher und einem begrenzten Bankroll führt das Martingale-System bei anhaltenden Verlustserien unweigerlich zur vollständigen Kapitalvernichtung.
In der Praxis ist das Martingale-System für professionelle Sportwetter ungeeignet. Es verändert die mathematische Grundstruktur der Wetten nicht – der negative Erwartungswert bleibt derselbe. Es erzeugt lediglich häufige kleine Gewinne auf Kosten gelegentlicher katastrophaler Verluste. Für Einsteiger ist es wichtig, dieses System als mathematisch nicht profitabel zu verstehen.
Beispiel
Ein Wetter beginnt mit 10 €. Nach drei Niederlagen beträgt die Verlustfolge: 10 €, 20 €, 40 €. Der vierte Einsatz liegt bei 80 €. Gewinnt er, erhält er 80 € zurück und macht einen Nettogewinn von 10 € (dem ursprünglichen Einsatz) – trotz drei Verlusten zuvor.