Was ist Negative Progression?
Negative Progression bezeichnet Einsatzsysteme, bei denen der Wetteinsatz nach einem Verlust erhöht wird. Das Ziel ist es, vergangene Verluste durch einen einzigen zukünftigen Gewinn auszugleichen. Das bekannteste Beispiel ist das Martingale-System, bei dem der Einsatz nach jedem Verlust verdoppelt wird. Weitere Varianten sind das Fibonacci-System und die D'Alembert-Methode.
Das zentrale Problem negativer Progressionssysteme ist das exponentielle Wachstum der benötigten Einsätze bei längeren Verlustserien. Wer beim Martingale mit 10 € startet und fünfmal hintereinander verliert, muss beim sechsten Versuch bereits 320 € setzen, um alle Verluste auszugleichen. Zehn aufeinanderfolgende Verluste – statistisch selten, aber möglich – erfordern einen Einsatz von über 10.000 €.
Besonders gefährlich sind negative Progressionssysteme im Sportwetten-Bereich, wo Verlustserien von 10 oder mehr Wetten keine Seltenheit sind. Auch wenn ein Bundesliga-Favorit theoretisch selten verliert, können Verletzungen, Schiedsrichterentscheidungen und andere unvorhersehbare Faktoren lange Verlustphasen auslösen. Die meisten Wettexperten raten von negativen Progressionssystemen dringend ab.
Beispiel
Ein Wetter nutzt das Martingale-System mit einem Starteinsatz von 5 €. Nach sechs aufeinanderfolgenden Verlusten müsste er beim siebten Versuch 320 € setzen, um alle Verluste auszugleichen. Das Bankroll-Risiko ist in solchen Phasen extrem hoch.