Was ist ein Außenseiter?
Als Außenseiter (englisch: Outsider oder Longshot) bezeichnet man im Wetten die Auswahl mit den höchsten Quoten in einem Markt – also das Ergebnis, das der Buchmacher als am wenigsten wahrscheinlich erachtet. Wer auf Außenseiter setzt, geht ein höheres Risiko ein, kann aber bei Erfolg überproportional hohe Gewinne erzielen.
Außenseiter-Wetten sind besonders im deutschen Fußball interessant, wenn kleine Bundesliga-Klubs auf die großen Favoriten treffen. Ein Aufsteiger, der Bayern München schlägt, kann Quoten von 10,00 oder höher erzielen. Der sogenannte Favourite-Longshot-Bias zeigt, dass Wettende dazu neigen, Außenseiter zu überbewerten, was sie statistisch gesehen zu einem schlechten Langzeitwert macht.
Dennoch können Außenseiter-Wetten profitabel sein, wenn du spezifisches Wissen über Verletzungen, Formkrisen oder taktische Anpassungen hast, die der Markt noch nicht vollständig eingepreist hat.
Beispiel
Der FC Augsburg tritt auswärts bei Bayern München an und wird mit einer Quote von 12,00 als klarer Außenseiter gehandelt. Wer trotzdem auf Augsburg setzt und gewinnt, vervielfacht seinen Einsatz um das Zwölffache.