Was ist „teilweise gematchet"?
Auf Wettbörsen wie Betfair funktioniert das Matching-System wie ein Orderbook: Eine Wette wird erst ausgeführt, wenn jemand anderes bereit ist, die Gegenseite zu übernehmen. Ist nicht genug Liquidität im Markt vorhanden, wird nur ein Teil des gewünschten Einsatzes angenommen – die Wette ist dann „teilweise gematchet". Der gematchete Anteil ist aktiv und läuft bis zum Ergebnis, während der nicht gematchete Anteil weiterhin als offene Order im Markt wartet.
Dieses Szenario tritt besonders bei Nischenwettbewerben, sehr frühen Wetten vor dem Marktöffnungszeitpunkt oder bei sehr hohen Einsätzen auf. Auf liquiden Märkten wie der Bundesliga oder der Champions League ist die Wahrscheinlichkeit eines nur teilweisen Matchings deutlich geringer, da viele Marktteilnehmer aktiv sind. Bei weniger populären Ligen oder Sportarten sollte man damit rechnen.
Wetter sollten immer prüfen, ob ihre Order vollständig gematchet wurde, bevor sie davon ausgehen, dass eine Wette vollständig aktiv ist. Im Kontext von Matched Betting ist ein unvollständiges Matching problematisch, da die Hedging-Position beim Buchmacher möglicherweise nicht vollständig abgedeckt ist.
Beispiel
Ein Einsatz von 200 Euro wird auf der Börse nur zu 130 Euro gematchet. Die restlichen 70 Euro bleiben ungematchet in der Warteschlange und werden nur ausgeführt, wenn weitere Liquidität hinzukommt.