Was ist PPDA?
PPDA steht für „Passes Allowed Per Defensive Action" (Pässe zugelassen pro Defensivaktion) und ist eine der zentralen Metriken zur Messung der Pressing-Intensität einer Fußballmannschaft. Der Wert errechnet sich aus der Anzahl der Pässe, die der Gegner in der eigenen Spielhälfte ausführen darf, bevor die Defensivmannschaft aktiv eingreift – zum Beispiel durch einen Zweikampf, ein Foul oder einen Ballgewinn.
Ein niedriger PPDA-Wert (z. B. unter 8) bedeutet, dass eine Mannschaft aggressiv presst und dem Gegner kaum Spielraum für Pässe lässt – typisch für Hochpressing-Systeme wie sie etwa Borussia Dortmund oder RB Leipzig in der Bundesliga praktizieren. Ein hoher PPDA-Wert (über 12) deutet auf ein passiveres, defensiveres Spielsystem hin.
Für Sportwetter ist PPDA nützlich, um zu verstehen, ob eine Mannschaft aktiv das Spiel macht oder eher auf den Gegner reagiert – was Einfluss auf Toranzahl, Tempo und Spielcharakter hat.
Beispiel
RB Leipzig hat in der Bundesliga-Saison einen Durchschnitts-PPDA von 6,5 – einer der niedrigsten Werte der Liga. Das bedeutet, dass der Gegner im Schnitt nur 6,5 Pässe spielen darf, bevor Leipzig eingreift: ein sehr intensives Pressing-System.