Was ist Scalp Trade auf der Börse?
Scalp Trading – oder Scalping – auf einer Wettbörse ist eine Hochfrequenz-Handelsstrategie, bei der Trader minimale Preisbewegungen von einem oder zwei Ticks ausnutzen. Ein Tick ist die kleinstmögliche Quotenänderung auf der Börse (zum Beispiel von 2,00 auf 2,02). Scalper öffnen und schließen Positionen innerhalb von Sekunden oder Minuten und wiederholen dies viele Male pro Sitzung, um kleine Gewinne zu akkumulieren.
Diese Strategie erfordert ein schnelles Reaktionsvermögen, niedrige Latenzzeiten und idealerweise spezialisierte Trading-Software. Da die Margen pro Trade winzig sind, ist ein hohes Volumen entscheidend für die Profitabilität. Scalping funktioniert am besten auf hochliquiden Märkten wie Pferdewetten kurz vor dem Start oder großen Fußballspielen in der Bundesliga oder Champions League, wo ständig neue Order in den Markt fließen.
Die Börsenkommission ist beim Scalping ein besonders kritischer Faktor, da sie auf jeden Gewinn erhoben wird und die ohnehin kleinen Margen weiter schmälert. Professionelle Scalper verhandeln oft niedrigere Kommissionssätze mit der Börse, sobald ihr Handelsvolumen groß genug ist.
Beispiel
Ein Scalper erzielt einen Tick-Gewinn von Quote 2,00 auf 2,02. Da der Profit pro Trade minimal ist, muss er diesen Vorgang Dutzende Male täglich wiederholen, um eine bedeutende Summe zu verdienen.