Was ist die Trefferquote?
Die Trefferquote – auch Strike Rate oder Gewinnquote genannt – gibt an, wie viele Prozent der platzierten Wetten gewonnen werden. Sie berechnet sich einfach als: Trefferquote = (Anzahl gewonnener Wetten / Gesamtzahl der Wetten) × 100. Eine Trefferquote von 50 % bedeutet, dass jede zweite Wette gewonnen wird. Für sich allein sagt die Trefferquote jedoch wenig über die Profitabilität aus.
Der entscheidende Zusammenhang besteht zwischen der Trefferquote und den gespielten Quoten. Eine Trefferquote von 40 % klingt bescheiden, ist aber bei durchschnittlichen Quoten von 3,00 hochprofitabel – denn der Break-even liegt bei diesen Quoten bei 33,3 %. Dieselbe Trefferquote von 40 % bei Quoten von 1,50 bedeutet hingegen erhebliche Verluste, da man mindestens 66,7 % treffen müsste, um profitabel zu sein.
In Deutschland nutzen viele Wettanbieter wie Bwin oder Tipico die Trefferquote in ihrer Werbung für Tipster-Dienste, ohne die zugehörigen Quoten zu nennen. Wetter sollten immer beide Kennzahlen zusammen betrachten und selbst ausrechnen, ob eine Strategie wirklich einen positiven Erwartungswert hat.
Beispiel
Ein Wetter erzielt eine Trefferquote von 40 % bei durchschnittlichen Quoten von 3,00 – damit liegt er deutlich über dem Break-even von 33,3 % und erzielt langfristig einen positiven Yield.