Was ist Swing Trading?
Swing Trading im Wettbereich bezeichnet eine Strategie, bei der ein Trader eine Position auf einer Wettbörse über einen längeren Zeitraum hält und auf eine signifikante Quotenbewegung wartet, bevor er die Position schließt. Im Gegensatz zum Scalping, das auf minimale Quotenschwankungen innerhalb von Sekunden oder Minuten abzielt, wartet ein Swing Trader auf „Swings" – deutliche Quotenveränderungen, die durch Ereignisse wie Tore, Platzverweise oder taktische Änderungen ausgelöst werden.
Ein typischer Swing Trade im Fußball beginnt damit, einen Außenseiter vor dem Anpfiff zu hohen Quoten zu backen. Erzielt der Außenseiter ein frühes Tor, fallen seine Quoten erheblich. Der Swing Trader nutzt diesen Moment, um zu den jetzt viel niedrigeren Quoten zu layen und einen garantierten Gewinn über alle Ausgänge zu sichern. Je größer der Quotenrückgang, desto höher der erzielbare Gewinn.
Swing Trading erfordert Geduld, Disziplin und eine gute Einschätzung, wann Quoten besonders anfällig für starke Bewegungen sind. Unerwartete Ereignisse im Spielverlauf können gegen den Trader laufen; deshalb ist eine klare Ausstiegsstrategie (Stop-Loss) wichtig. Am besten funktioniert Swing Trading bei Spielen mit hoher Liquidität, etwa in der Bundesliga oder der Champions League.
Beispiel
Vor einem Bundesliga-Spiel backt ein Trader Borussia Mönchengladbach als Außenseiter gegen Bayern München zu einer Quote von 7,00. Mönchengladbach führt nach 20 Minuten 1:0 – die Quoten sinken auf 3,20. Der Trader legt jetzt bei 3,20 und sichert unabhängig vom weiteren Ergebnis einen profitablen Swing-Trade.