Das Fibonacci-Wettsystem nutzt die berühmte mathematische Sequenz zur Bestimmung von Einsatzhöhen nach Verlusten. Es bietet eine sanftere Progression als das Martingale, teilt aber dieselbe grundlegende Schwäche.
Die Fibonacci-Sequenz
Die Sequenz beginnt: 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89...
Jede Zahl ist die Summe der beiden vorhergehenden. Beim Wetten stellt jede Zahl Ihren Einsatz in Einheiten dar.
So funktioniert es in der Praxis
- Starten Sie am Anfang der Sequenz (1 Einheit)
- Nach Verlust: einen Schritt vorwärts in der Sequenz
- Nach Gewinn: zwei Schritte zurück
- Zielen Sie auf Even-Money-Wetten (Quote ~2,00)
Beispielsequenz (10 € pro Einheit):
| Wette | Einsatz | Ergebnis | Gewinn/Verlust | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 10 € | Verlust | -10 € | -10 € |
| 2 | 10 € | Verlust | -10 € | -20 € |
| 3 | 20 € | Verlust | -20 € | -40 € |
| 4 | 30 € | Gewinn | +30 € | -10 € |
| 5 | 10 € | Gewinn | +10 € | 0 € |
Fibonacci vs Martingale
| Nach 7 Verlusten | Fibonacci | Martingale |
|---|---|---|
| Nächster Einsatz | 21 Einheiten | 128 Einheiten |
| Gesamt investiert | 53 Einheiten | 254 Einheiten |
Warum es dennoch scheitert
Das Fibonacci-System teilt denselben fatalen Fehler aller progressiven Systeme: Es kann den Erwartungswert nicht ändern. Wenn jede einzelne Wette negativen EV hat (was durch die Marge der Fall ist), kann keine Umverteilung der Einsätze das Gesamtergebnis positiv machen.