Ein Dead Heat tritt auf, wenn zwei oder mehr Teilnehmer exakt gleichauf für dieselbe Position ins Ziel kommen. Anstatt Ihre Wette zu stornieren, wenden Buchmacher Dead-Heat-Regeln an, die Ihre Auszahlung proportional reduzieren.
So funktioniert die Dead-Heat-Berechnung
Die Formel ist einfach: Teilen Sie Ihren Einsatz durch die Anzahl der gleichplatzierten Teilnehmer und wenden Sie dann die vollen Quoten auf den reduzierten Einsatz an.
Beispiel: Sie platzieren einen 10-€-Einsatz auf ein Pferd bei einer Quote von 6,00. Zwei Pferde überqueren die Ziellinie gleichzeitig.
- Effektiver Einsatz: 10 € ÷ 2 = 5 €
- Auszahlung: 5 € × 6,00 = 30 €
- Ohne Dead Heat: 10 € × 6,00 = 60 €
Sie erhalten 30 € statt 60 € — die Hälfte der potenziellen Rendite, nicht die Hälfte der Quoten.
Wo Dead Heats häufig auftreten
Pferderennen
Dead Heats sind bei Pferderennen relativ selten, kommen aber vor. Die Fotofinish-Technologie bestimmt, ob ein Dead Heat erklärt wird. Dies gilt sowohl für Sieg- als auch für Platzpositionen.
Golf
Dead Heats sind bei Golfwetten weitaus häufiger, besonders bei Top-5-, Top-10- und Top-20-Märkten. Wenn drei Spieler sich den 8. Platz teilen und Sie auf einen von ihnen in einem Top-10-Markt gewettet haben, gelten Dead-Heat-Regeln.
Fußball-Torschützenkönig
Wenn Sie auf einen Spieler mit Quote 10,00 als Bundesliga-Torschützenkönig wetten und zwei Spieler die Saison mit jeweils 22 Toren beenden, wird Ihre Auszahlung durch Dead-Heat-Regeln halbiert.
So managen Sie das Dead-Heat-Risiko
- Marktbedingungen prüfen — Einige Buchmacher regeln Torschützenkönig-Märkte unterschiedlich, mit alternativen Tiebreak-Regeln statt Dead Heat.
- Siegwetten bevorzugen — Dead Heats sind bei reinen Siegmärkten seltener als bei Platzierungsmärkten.
- Erwartungswert anpassen — Im Golf, wo Dead Heats häufig sind, sollten Sie Ihre Erwartungswert-Berechnungen um 5-10 % reduzieren, um die Dead-Heat-Wahrscheinlichkeit zu berücksichtigen.