Expected Assists (xA) quantifiziert etwas, das traditionelle Statistiken komplett übersehen: Wie gut waren die Chancen, die ein Spieler kreiert hat, unabhängig davon, ob der Schuss ins Tor ging?
Wie xA funktioniert
Jeder Schlüsselpass (ein Pass, der zu einem Schuss führt) erhält einen xA-Wert basierend auf der Qualität der resultierenden Schussgelegenheit. Das Modell berücksichtigt:
- Schussposition: Ein Pass, der den Schützen 6 Meter vor dem Tor platziert, ist mehr wert als einer für einen 25-Meter-Schuss
- Winkel zum Tor: Zentrale Gelegenheiten werden häufiger verwandelt
- Defensiver Druck: War der Schütze unter Druck oder in Freiräumen?
- Passtyp: Steilpässe schaffen höherwertige Chancen als lange Flanken
xA vs. echte Assists: Die Lücke finden
Die Lücke zwischen xA und echten Assists zeigt, ob die kreative Leistung effizient umgesetzt wird.
| Szenario | xA | Assists | Implikation |
|---|---|---|---|
| Kreativer unterbewertet | 8,5 | 4 | Mitspieler verschwenden Chancen; Tore werden steigen |
| Kreativer überperformt | 3,2 | 7 | Mitspieler über-konvertieren; Assist-Zahl wird sinken |
| Ausgewogen | 6,0 | 5-7 | Nachhaltige Leistung |
Wettanwendung
Hat der Hauptkreative eines Teams nach 20 Spielen einen xA von 8,5 aber nur 4 Assists, erzielt das Team wahrscheinlich weniger Tore als die geschaffenen Chancen erwarten lassen. Das spricht für Wert bei Über-Tore- und Torschützenwetten.
xA mit xG kombinieren
Die stärkste Analyse paart den xA des Zuspielers mit dem xG des Abschließenden:
- Hoher xA + niedrige xG-Konversion = Team kreiert, aber trifft nicht. Positive Regression bei Toren erwartet.
- Niedriger xA + hohe xG-Konversion = Team trifft aus wenigen Chancen. Negative Regression erwartet.
Praktische Schritte
- xA-Daten abrufen von FBref oder Understat für Ihre Zielligen
- xA minus Assists berechnen für die Top-3-Kreativen jedes Teams
- Teams markieren, wo xA die Assists um 3+ übersteigt
- xG-Konversion der Abschließenden prüfen
- Über-Tore- und Torschützenmärkte für die nächsten 5-10 Spiele anzielen