2. Bundesliga· Saison 2025
HBW Balingen-Weilstetten besiegt Bietigheim-Metterzimmern mit 36:22 und sichert sich am letzten Spieltag den Meistertitel der 2. Handball-Bundesliga 2025/26.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungHistorischer 36:22-Kantersieg: HBW Balingen-Weilstetten krönt sich zum Meister der 2. Handball-Bundesliga
Balingen – Was für ein Finale! Der HBW Balingen-Weilstetten hat am 34. und letzten Spieltag der 2. Handball-Bundesliga mit einer grandiosen Machtdemonstration die SG BBM Bietigheim mit 36:22 (17:11) deklassiert und sich damit den Meistertitel gesichert. In einer restlos ausverkauften Mey Generalbau Arena – der „Hölle Süd“ – feierten die Gallier die vierte Zweitliga-Meisterschaft der Vereinsgeschichte.
Die Ausgangslage: Ein echtes Endspiel um die Krone
Die Konstellation vor dem letzten Spieltag hätte spannender nicht sein können. Beide Teams standen bereits als Aufsteiger in die 1. Handball-Bundesliga fest – der HBW hatte den Sprung ins Oberhaus bereits am 30. April mit einem 42:34 bei der HSG Krefeld perfekt gemacht. Doch die Meisterschaft war noch offen. Bietigheim führte die Tabelle vor dem letzten Spieltag knapp an und hätte ein Unentschieden gereicht, um den Titel zu gewinnen. Balingen hingegen musste siegen.
Trainer Matthias Flohr hatte seine Mannschaft entsprechend eingestellt. Die Botschaft war klar: Nur ein Sieg zählt. Und die Mannschaft lieferte.
Erste Halbzeit: Balingen legt den Grundstein
Die Partie begann mit einem vorsichtigen Abtasten, doch bereits nach wenigen Minuten war klar, dass die Hausherren das Spiel an sich reißen würden. Merlin Fuß glich nach dem frühen 0:1 der Gäste (Maxim Orlov, 2. Minute) postwendend aus, ehe Elias Fügel per Tempogegenstoß auf 2:1 stellte – eine Führung, die Balingen nie mehr aus der Hand geben sollte.
Der HBW-Angriff lief wie geschmiert. Beim 6:3 (10. Minute) war erstmals ein Drei-Tore-Vorsprung zu verzeichnen, und Sascha Pfattheicher – der später noch als Torschützenkönig der Liga ausgezeichnet wurde – verwandelte in der 13. Minute bereits seinen dritten Siebenmeter zum 8:4.
Die Balinger Abwehr um den überragenden Torhüter Daniel Rebmann, der in der ersten Halbzeit eine Fangquote von zeitweise 60 Prozent aufwies, rührte Beton an. Bietigheims Trainer Iker Romero, der vor dem Spiel noch „Wir machen Balingen kaputt“ verkündet hatte, nahm bereits nach 21 Minuten die erste Auszeit – und nur sechs Minuten später die zweite. Vergeblich. Mit einem 5:1-Lauf setzte sich der HBW auf 14:7 ab.
„Die Halle hat gebrannt von der ersten Minute an“, sagte Trainer Matthias Flohr später dem SWR. „Dann wurden die Fans immer lauter und wir immer stärker.“ Mit einer hochverdienten 17:11-Führung ging es in die Kabinen.
Zweite Halbzeit: Die Vorentscheidung fällt früh
Wer erwartet hatte, dass der Vizemeister aus Bietigheim nach der Pause zurückkommen würde, sah sich getäuscht. Die Gallier legten einen Blitzstart hin: Sascha Pfattheicher und Tim Grüner erhöhten umgehend auf 19:11. Bietigheim brauchte sage und schreibe neuneinhalb Minuten für den ersten Treffer nach dem Seitenwechsel – da stand es längst 23:11.
„In der Defensive haben wir heute eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt“, resümierte Flohr. „Bietigheim ist ein unangenehmer Gegner, der nie aufgibt. Dass wir trotzdem konzentriert geblieben sind und den Vorsprung ausgebaut haben, macht mich stolz.“
Die Gäste waren sichtlich überfordert mit dem Tempo und der Wucht der Balinger Angriffe. Fehlwürfe und technische Fehler häuften sich, während der HBW weiter munter traf. Zehn Minuten vor dem Ende stand es 30:16 – die Party in der Mey Generalbau Arena konnte beginnen.
Die Schlussphase: Meisterfeier in der „Hölle Süd“
HBW-Coach Matthias Flohr nutzte die verbleibende Spielzeit, um die gesamte Breite seines Kaders zu belohnen. Jeder Spieler bekam Einsatzminuten, und auf der Bank wurde die Meisterschaft bereits Minuten vor dem Abpfiff ausgelassen gefeiert.
Als Schiedsrichter Lukas und Robert Müller die Partie abpfiffen, brachen alle Dämme. Spieler, Trainer und Fans – sie alle wurden im Freudentaumel eins. Die vierte Zweitliga-Meisterschaft der Vereinsgeschichte war perfekt. Der HBW beendete die Saison mit 57:11 Punkten an der Tabellenspitze.
Die Schlüssel zum Erfolg
Daniel Rebmann – der Rückhalt: Der Ex-Bietigheimer im Tor der Gallier war schlicht überragend. Mit einer Fangquote von zwischenzeitlich 60 Prozent in der ersten Halbzeit nahm er den Gästen früh den Mut.
Sascha Pfattheicher – Torschützenkönig und Matchwinner: Mit acht Treffern war der Flügelflitzer nicht nur bester Werfer des Spiels, sondern sicherte sich mit dieser Leistung auch die Torjägerkrone der 2. Bundesliga.
Die Abwehr: Die 6:0-Deckung des HBW stand äußerst kompakt und ließ Bietigheim kaum Lücken. Neuneinhalb Minuten torlos in der zweiten Halbzeit sprachen Bände.
Die Tiefe des Kaders: Am Ende trugen sich zwölf verschiedene Feldspieler in die Torschützenliste ein – ein Zeichen für die geschlossene Mannschaftsleistung.
Stimmen zum Spiel
„Es ist ein unglaubliches Gefühl“, jubelte Trainer Matthias Flohr. „Die Mannschaft hat mich beeindruckt, ich bin sehr stolz.“
Der Balinger Oberbürgermeister Dirk Abel stimmte im Aufstiegs-Trikot in den Fangesang „Ja, der HBW“ ein. Spieler und Fans zogen in einer Polonaise durch die Halle – eine Nacht, die in die Vereinsgeschichte eingehen wird.
Ausblick: Die Zukunft in der 1. Bundesliga
Der Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga ist perfekt, und die Planungen laufen bereits. Geschäftsführer Felix König betonte, dass der Kader weitgehend zusammenbleibt – nur zwei Spieler werden den Verein verlassen. Das könnte sich in der kommenden Saison als taktischer Vorteil erweisen, wenn andere Teams noch in der Findungsphase stecken.
„Erfolg macht sexy“, sagte König mit Blick auf die Sponsorensuche. Dennoch erwartet er in der Bundesliga einen Kampf um jeden Euro. Die Freude über den Meistertitel ließ sich der Geschäftsführer an diesem denkwürdigen Abend in Balingen jedoch nicht nehmen.
Die Teams
HBW Balingen-Weilstetten: Daniel Rebmann, Benedek Nagy (Tor) – Tim Ruggiero-Matthes, Mex Raguse (1), Elias Huber (4), Magnus Grupe (2), Bennet Strobel (4), Merlin Fuß (4), Tim Grüner (1), Till Wente (2), Elias Fügel (2), Tobias Heinzelmann (4), Sascha Pfattheicher (8), Yonatan Dayan (3), Georg Pöhle (1), Stefan Bauer
SG BBM Bietigheim: Martin Tomovski, Jan Hrdlicka (Tor) – Nikola Vlahovic (2), Nico Bacani (2), Dominik Claus (3), Alen Hadzimuhamedovic (1), Tom Wolf, Fynn-Luca Nicolaus (5), Fabian Wiederstein (1), Maxim Orlov (4), Moritz Strosack, Alexander Pfeifer, Djibril M'Bengue, Jonathan Fischer (1), Till Hermann (2), Max Prantner (1)
Schiedsrichter: Lukas Müller, Robert Müller (Neubrandenburg/Potsdam) Zuschauer: Ausverkauft
Rivalität seit 2014
HBW Balingen-Weilstetten vs Bietigheim-Metterzimmern Direkter Vergleich· 7
HBW Balingen-Weilstetten und Bietigheim-Metterzimmern trafen 7 Mal aufeinander — HBW Balingen-Weilstetten gewann 3 Mal, Bietigheim-Metterzimmern 3 Mal, dazu kamen 1 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2014 zurück. Insgesamt fielen 386 Tore in diesen Partien, im Schnitt 55.14 pro Spiel (195 für die Heimmannschaft, 191 für die Gäste). Beide Teams trafen in 7 Spielen (100%). In 7 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 41–28 im Jahr 2023.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 13. Juni 2026
